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Neue BerufsausbildungWarum Kurz, Kogler und Schramböck gemeinsam zum Bäcker gehen

Hinter dem öffentlichkeitswirksamen Besuch einer Bäckerei durch Kanzler Kurz, Vizekanzler Kogler und Ministerin Schramböck steht eine Reform der Berufsausbildung: Sie bringt nicht nur die neuen Titel Meister und Meisterin. Ein Überblick.

BAeCKEREI-BESUCH: SCHRAMBOeCK / KURZ / KOGLER
Werner Kogler, Sebastian Kurz und Margarete Schramböck beim Bäcker © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Reihe an medienwirksamen Besuchen bei "normalsterblichen" Menschen durch die Regierungsspitze ist am Mittwoch in aller Früh weitergegangen. Bundeskanzler Sebastian Kurz, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Vizekanzler Werner Kogler zog es in eine Backstube in Wien-Liesing. Anlass war die angekündigte Einführung des Berufstitels Meister und eine Novelle des Berufsausbildungsgesetzes.

Was genau aber bringt die neue Berufsausbildung?

Die Berufsausbildung in Österreich wird erneuert. Dafür wird das Berufsausbildungsgesetz geändert. Dieses war bereits in Begutachtung und kann nach dem Ministerratsbeschluss am Mittwoch ins Parlament. Zudem soll im "Land der Titel" Österreich künftig auch der Berufstitel Meister im Rahmen einer Novellierung der Gewerbeordnung eingeführt werden. Diese Novelle geht demnächst in Begutachtung.

Check alle fünf Jahre

Bei der modernisierten Berufsausbildung kommt es nach dem Beschluss zu verpflichtender Überprüfung aller Lehrberufe - zumindest alle fünf Jahre. So soll wirtschaftlichen und technischen Trends Rechnung getragen werden.

BAeCKEREI-BESUCH: KOGLER / SCHRAMBOeCK / KURZ
Foto © APA/HERBERT NEUBAUER

Im Gesetz werden auch zeitgemäße Bezeichnungen festgeschrieben, um Lehrlingen auch im gesetzlichen Rahmen einen angebrachten Stellenwert zu geben. So wird aus der Lehrlingsentschädigung ein Lehrlingseinkommen. Aus der Verwendung von Lehrlingen wird eine Beschäftigung.

Flexi-Lehre

Geschaffen wird die Möglichkeit, die Lehre in reduzierter Arbeitszeit zu absolvieren. Dafür müssen Betreuungspflichten für Kinder vorliegen oder der Lehrling selbst gesundheitliche Gründe haben. So soll die Vereinbarkeit von Lehre und Kinderbetreuung erleichtert und Attraktivität der Lehre für die Zielgruppen Frauen und Wiedereinsteigerinnen gesteigert werden. Das Stichwort hierfür ist "Flexi-Lehre".

"Mst." und "Mst.in"

Mit dem vor dem Namen führbaren Qualifikationstitel des handwerklichen Meisters soll auch eine Aufwertung einhergehen. Der Meistertitel ist als höchster berufsbildender Abschluss für das Handwerk unbestritten und im Nationalen sowie Europäischen Qualifikationsrahmen dem Niveau 6 vergleichbar zu einem Bachelor zugeordnet. Durch die geplante Möglichkeit, die Qualifikation als Meisterin oder Meister im Pass oder Führerschein eintragen zu lassen, soll ihrem Stellenwert in Wirtschaft und Gesellschaft Rechnung getragen werden. Die Abkürzung soll nach derzeitigen Plänen vor dem Begutachtungsstart auf "Mst." bzw. "Mst.in" lauten.

In den Erläuterungen zum Gesetz heißt es wörtlich, dass "die zunehmende Bedeutung der Lehrlingsausbildung für die österreichische Wirtschaft und der steigende Bedarf nach ausgebildeten Fachkräften das Ansprechen neuer Zielgruppen und die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen erfordert. Die vorliegende Novelle soll dazu einen wesentlichen Beitrag leisten."

Kommentare (5)

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Pollheim
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Schön!

Viel wichtiger als die Bezeichnungen zu ändern, wäre die Anhebung der Löhne, Gehälter und Entschädigungen. Da wird die Frau Schrammböck aber sicher nichts davon wissen wolle.

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Irgendeiner
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Hurra,ein neuer Titel vor den Namen,Österreich jubelt,

toll, jetzt noch für jede Altersklasse einen, dann hamas.Und die Herkunft könntma auch noch nehmen, Altsenior Kärntner Irgendeiner klingt doch imposant,besser als jeder akademische Pipifax,wer braucht das schon,man lacht.Und drei müde Menschen sehen deswegen dem Bretzelmachen zu, um 6 Uhr morgens,selbst Basti läßt bastiunorthodox die Hände hängen und Kommandolächeln müssen sie auch noch, hinten stehen müde Journalisten herum die das Bretzelmachen sichtbar weniger interessiert,mehr die drei Bretzellächler,ein einzelner Mann arbeitet,ist fast wie im Staat.Aber endlich, neue Titel braucht das Land, ich freu mich so, nein, nicht deswegen,weil ich zu der Zeit schlafen konnte und man mich nimmer zu so einer Staffage treiben kann.Das Leben ist doch gut.

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Irgendeiner
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Pro domo:Weißt Du,ich kann einiges,

aber Dir Humor beizubringen,da schaff ich eher die Quadratur des Kreises,man lacht.

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Balrog206
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Tja

Meik lieber man kann sich auch oft unnötig aufregen !

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Irgendeiner
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Natürlich kann man sich unnötig aufregen,roggi,

aber erstens reg ich mich grundsätzlich selten auf und zweitens kannst Du doch gar nicht wissen wen ich da anspreche,ich hatte den Adressaten ja nicht dazugeschrieben.Und dann wüßtest Du immer noch nicht ob die Urgenz zu Recht oder unrecht erfolgt,von einer ganz bestimmten Konstellation abgesehen.Roggi, Du verwirrst mich manchmal.

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