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17.000 Euro nachbezahlt Schneiderin arbeitete mehr als 80 Stunden in der Woche

Die Schneiderin, die in einem Brautmodengeschäft für die Änderungsschneiderei zuständig war, arbeitete laut Arbeiterkammer zahlreiche Wochen mehr als 65 Stunden. Überstunden bekam sie nicht bezahlt.

Eine 65-Stunden-Woche war für die Änderungsschneiderin eines Brautmodengeschäftes keine Seltenheit © KK/Eva Maria Griese
 

Laut Arbeiterkammer konnte für eine Schneiderin 17.000 Euro an fehlendem Entgelt und Überstundenentgelt herausgeholt werden. Die Frau sei in einem Brautmodengeschäft für die Änderungsschneiderei zuständig gewesen, und habe oft mehr als 65 Stunden in der Woche gearbeitet, in einer Woche sogar 83 Stunden. Überstunden seien aber nicht bezahlt worden, und der Lohn für 40 Stunden lag laut AK außerdem unter dem, was der Frau laut Kollektivvertrag zugestanden wäre.

"Überstunden gehören bezahlt, soviel Respekt muss sein", erklärt dazu AK-Präsidentin Renate Anderl. AK und ÖGB fordern ein gesetzliches Verbot von Verfallsfristen für Überstunden sowie Strafen, wenn beispielsweise Mehr- und Überstunden systematisch nicht bezahlt würden. Anderl: "2018 gab es 43 Millionen unbezahlte Mehr- und Überstunden. Das ist so viel, als würden alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gute zwei Monate im Jahr kein Geld und keinen Zeitausgleich für Überstunden bekommen."

Kommentare (21)

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selbstdenker70
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...

Jeder Arbeitgeber, der schon einmal mit der AK zu tun hatte, kennt das Problem wie solche "Nachforderungen " zustande kommen... Der Dienstnehmer war IMMER der ehrliche arme Sklave, der Dienstgeber der verlogene Ausbeuter. Und dann kann man sich auf einen laaangen Streit vor Gericht einstellen, den man als Dienstgeber aus Kostengründen schnell aufgibt, da die AK den Prozess bis zum Nimmerleinstag führt, egal was es kostet..

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stefgo
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Nach einem Gespräch nichtmal mehr gemeldet...

Hatte auch einen Fall von einer Mitarbeiterin, die laut AK meinen ganzen Betrieb am Laufen hielt obwohl sie noch keine 21 Jahre alt war. Sie behauptete Einstufung 3-4, bei mir hatte sie 1.
Es gab ein Gespräch mit der AK.
Danach war die Lohnforderung nur mehr ca. 15% vom ursprünglichen Betrag.
Dann machte ich einen Vorschlag einer Einigung und bat die AK um das Übermitteln eines Schriftstücks.
Den habe ich ein Jahr später nochmal eingefordert.
Das ist dann zwei Jahre danach verjährt. Die AK hat sich nichtmal die Mühe gemacht, zu sagen, das war wohl nix.

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Balrog206
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Wenn

du nicht alles auf pkt genau schriftlich hast , dann bist vor dem Arbeitsgericht als Ag chancenlos auch wenn man im Recht wäre !

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checker43
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Wenn sich

der Arbeitgeber im Recht fühlt, kann er Hilfe bei der WKO beanspruchen:

"Haben Sie Forderungsschreiben von einem Ihrer Mitarbeiter bekommen? Wir begleiten und unterstützen Sie, indem wir Sie beraten und gegenüber Arbeiterkammer und Gewerkschaft oder vor dem Arbeits- und Sozialgericht mit Vertretungen durch Anwälte bzw. in Kooperation mit Anwälten vertreten." (WKO)

Dürfte in obigem Fall und vielen anderen nicht vorgelegen haben.

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stefgo
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Wenn sich der Arbeitgeber im Recht fühlt...

empfiehlt die WKO einen Vergleich, denn vor dem Arbeitsgericht hast als AG faktisch kaum Chancen, dafür ist das Arbeitsrecht zu unfair geschrieben worden.
Hab im Studium darauf spezialisiert, da ich dachte, als AG ist es gut sich darin auszukennen. Habe bald erkannt, dass das völlig egal ist, weil als AG bist vor dem Arbeitsgericht ziemlich chancenlos.

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Balrog206
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Also

ehrlich , im Vergleich zu den Anwaltsanfängern die man zur Seite bekommt von der Wko , tritt die Ak mit ihren Anwälten die Agieren wie Löwen vorm Arbeitsgericht , viel besser ausgestattet ! Das Büro das die Ak vermittelt hat , hatte zwar einen renommierten Namen aber zur Seite gestellt bekam man einen Neuling ! Ober Post war keine Vertretung nötig !

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Balrog206
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Hatten

Auch schon 2 mal Post von der Ak bekommen mit Nachforderungen ! Stellen Dich im Brief wie einen Gauner hin , und 1-2 Antworten später bleibt von deren Forderungen nichts mehr über da die Angaben falsch waren !

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HoellerP
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Das...

...ist dann eh in Ordnung; scheint aber in diesem Fall nicht so gewesen zu sein.

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leserderzeiten
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Unfassbar, danke AK.

@türkisblau Wähler
Ist das, was ihr wollt, Sklavenarbeit in Ö?

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stefgo
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Hat mit der AK nix zu tun...

dieses Gerichtsverfahren gewinnt man, wenn man sich selbst vertritt. Dafür braucht es keine überteuerte AK.

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leserderzeiten
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Wenn ein AG einen AN ausnutzt (nicht nur wie in diesen Fall),

dann soll er auch die überteuerte AK, bei einer Verurteilung bezahlen.
Aber als AG , wie ich gerade oben gelesen hab, wollen sie das natürlich nicht Wahrhaben.

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Trieblhe
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Was soll denn das

bitte mit der Türkisblauen Ex-Regierung zu tun haben? Ausbeuter gibt es immer wieder, dafür gibt’s ja gesetzliche Bestimmungen. Deswegen hat die arme Dame ja auch gewonnen...

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leserderzeiten
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Sie wissen eh wie ichs gemeint hab, stimmts?

.

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johnnyinmotion69
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...

Ach, mehr wie 168 Stunden kann eh keiner in der Woche arbeiten. Also ist das so gesehen ja nicht schlimm.

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mapem
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Mein Gottchen … is halt auch so ein Einzelfall – wie eben viele – gell?!

Zum Glück gibt´s hier immer so lustige Poster, die mir immer äußerst profund erklären wollen, dass die Sozialpartnerschaft – und vor allem die AN-Interessensvertretungen – „völlig obsolet“ wären … besonders die Beschreibung „nicht mehr zeitgemäß“ hat mir sehr gefallen.

Vermutlich hat dieses lustige Kerlchen die Zeit des feudalen Mittelalter gemeint? … Damals war alles Derartiges in der Tat auch noch nicht zeitgemäß. Na ja - wahrscheinlich entstammt solch ein Mumpitz auch aus der Befindlichkeit des damaligen Bildungsstandards – gell …

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Balrog206
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Tja

Aber warum kann ich mir die Zugehörigkeit nicht aussuchen sondern ist Pflicht bzw. Zwang ?
Ich zahle umsonst , aber gut dafür können sie an Test machen wie teuer die Christbäume zwischen Klagenfurt und Graz sind ? Fällt das in dein Aufgabengebiet ?

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tannenbaum
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Der FPÖler Zanger

wird sich wieder aufregen, was die Gewerkschafter für „Beidln“ san!

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Trieblhe
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Was hat der Artikel mit

dem Zanger zu tun? Selbst der Bezug zur Gewerkschaft ist nicht korrekt, da ja laut Artikel die Arbeiterkammer für die Dame den Lohn erstreiten konnte.

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mapem
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Aber geh – der Zanger ist ja bei der Partei für den kleinen Mann …

na ja, vielleicht ist diese Schneiderin über 1,80? … Hm … na dann …

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SoundofThunder
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😏

Wo ist da die Fraktion Christlicher Gewerkschafter? Ach so, ich vergaß,die sitzen auf der Arbeitgeberseite 😏

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Balrog206
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Wusste

Nicht das sie Ak auch zur Gewerkschaft gehört , wenn ich dein Post lese !
Außerdem wird zwangsbeitrag eingehoben für den auch gearbeitet werden darf von der Ak abseits von Winterreifen u fertigsuppen Tests ! Gauner gibts leider überall und auf beiden Seiten !

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