MobilitätAutocluster schickt Start-ups auf die Teststrecke

250 internationale Teilnehmer kamen zur Autocontact 2019, dem Branchenevent des ACstyria. Highlight: Ein spezieller Start-up-Wettbewerb

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Die Präsentation der Start-ups war holprig - im wahrsten Sinne des Wortes
Die Präsentation der Start-ups war holprig - im wahrsten Sinne des Wortes © ACstyria
 

Es ist eine Mischung aus Erstaunen, Angst und Faszination, wenn der Testfahrer von Magna den Mercedes G mit hoher Geschwindigkeit über die Offroad-Hügel der Werks-Teststrecke schickt. Fünf Start-ups präsentieren hier während der rasanten Fahrt ihre Unternehmen. Die Teilnehmer waren die Mitfahrplattform Ummadum, Batteriespezialist Aviloo, Woodoo mit smarten Oberflächen, Aurora Labs, die eine selbstheilende Software entwickelt haben und VIAR, das die Produktion vereinfachen will. Den Sieger wählen rund 250 Teilnehmer der Autocontact, einer Branchen-Messe des Mobilitätsclusters ACstyria.

Impressionen der Fahrt (Quelle: dkmotion)
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Hauptthema des Kongresses war die Zukunft der Mobilität. Und die Zeiten waren schon einmal besser. „Unternehmen der Autoindustrie sind unter Druck“, sagt Felix Mogge vom Beratungsunternehmen Roland Berger. Autokonzerne und ihre Zulieferer müssten in einer Phase konjunktureller Abkühlung einerseits Kosten im Griff haben und andererseits in neue Technologien rund um E-Mobilität investieren. Dabei machen E-Autos in Österreich nur 2,8 Prozent der Verkäufe aus.

Sprit versus Elektro

So sollte es wohl nicht überraschen, dass während den Start-up-Präsentationen auch der Mercedes G die Hauptrolle spielt. Schließlich ist der sprithungrige Offroader seit 40 Jahren ein Bestseller. Die automobile Zukunft – in Form des ebenfalls bei Magna produzierten Jaguar I-Pace – steht derweil geparkt am Rand der Teststrecke.

Zwei Autos, die sinnbildlich für den Wandel in der Automobilbranche stehen, der angesichts der Klimadiskussion dennoch nicht aufzuhalten ist. Christa Zengerer, Geschäftsführerin des ACstyria, sieht die Steiermark dafür auch gut gerüstet. „Die steirische Mobilitätsindustrie hat sich immer durch einen Start-up-Spirit ausgezeichnet.“

Apropos Start-up: Gewonnen hat schließlich ein Industrie-Start-up. VIAR mit Standorten in Slowenien und Seattle arbeitet mit Bodycams und virtueller Realität. Arbeitsschritte werden erst gefilmt und dienen später als Anleitung oder Schulungsmaterial.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs. Das Siegerunternehmen VIAR (Mitte) bekam 5000 Euro von ACsytria-Geschäftsführerin Christa Zengerer überreicht
Die Teilnehmer des Wettbewerbs. Das Siegerunternehmen VIAR (Mitte) bekam 5000 Euro von ACsytria-Geschäftsführerin Christa Zengerer überreicht Foto © ACstyria

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