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TierschutzFleischkennzeichnung: Klares Nein der Gastronomie

Als nicht umsetzbar weist die Wirtschaftskammer die Forderung einer verpflichtenden Herkunftsbezeichnung für Fleisch in der Gastronomie zurück. Die Herkunft allein sage nichts über Tierhaltung und Qualität des Fleisches aus.

TIERSCHUTZVOLKSBEGEHREN TRANSPARENZ IN DER LEBENSMITTELPRODUKTION: BOHRN MENA / HUBMER
Die Initiatoren des Tierschutzvolksbegehrens sagen: "Wir wollen wissen, was wir essen." © APA/HANS PUNZ
 

Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Produkte tierischer Herkunft für die Gastronomie, wie sie die Organisatoren des Tierschutzvolksbegehrens fordern, ist aus Sicht der Wirtschaftskammer (WKÖ) nicht umsetzbar. "Importe sind ein Faktum", sagte Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ.

Gegen die Umsetzung der Forderung der Tierschützer sprechen laut Pulker neben den wirtschaftlichen auch rechtliche Bedenken: "Eine umfassende verpflichtende Herkunftskennzeichnung wäre in der Europäischen Union einzigartig und könnte als diskriminierende Maßnahme im geltenden europäischen Recht ausgelegt werden." Die Einführung "wäre die bis dato größte bürokratische Auflage für die Branche und würde tausende Betriebe vor den Kopf stoßen. Das wird die Branche sicher nicht hinnehmen".

Haltung und Tierwohl

Auch in der Gemeinschaftsverpflegung in Einrichtungen wie Kantinen, Spitälern und Altersheimen sei "eine tagesaktuelle Auszeichnung der Herkunftsangabe de facto nicht möglich". Man könne lediglich mit retrospektiven Quoten arbeiten, "die den Gästen aber auch keine verlässliche Information liefern würden".

"Nur die Herkunft allein sagt nicht genügend über die Qualität aus. Die Kennzeichnung muss klar ersichtlich zeigen, welche besondere Qualität das Gütezeichen auslobt. In diesem Zusammenhang ist besonders wichtig, dass Haltungsbedingungen und Tierwohlkriterien in die Auslobung aufgenommen werden", sagte hingegen SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androsch. Regionale Produktion sei unterstützenswert, diese garantiere jedoch nicht automatisch eine bessere Haltung.

Kommentare (41)

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zyni
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Gasthäuser einfach meiden,

die die Herkunft des Fleisches nicht deklarieren oder man soll fragen, woher das Fleisch kommt.

vanhelsing
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Warum...

ist das in der Schweiz möglich???? Ahh, die sind ja nicht in der EU!!!

Hazel15
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EU

Was hat das mit der EU zu tun?? Übrigens ist die Schweiz einer der höchsten Beitragszahler in die EU. Durch das Rahmenabkommen mit der EU gilt in der Schweiz EU Recht, sie hat aber im Gegensatz zu EU-Staaten kein Mitspracherecht, als Gerichtshof gilt der EuGh usw. Für die Kennzeichnung des Fleisches braucht es kein EU-Gesetz, nur den Willen dazu.

eadepföbehm
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Das ist eben schon eine eklatante Schwäche der EU,

dass der freie Güterverkehr auch bei Lebensmitteln ohne Rücksicht auf das Tierwohl zur Religion erhoben wurďe und bei jeder Massnahme einzelner Mitgliedsstaaten wie Legebatterieverbot oder Kennzeichnungspflichten sofort Protektionismus und Wettbewerbsverzerrung geschrien wird.

ronin1234
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Reaktion

Ist ja klar, das weiterhin grossteils ihr Glumpert verkaufen können

5eb7da484beaee2a044a78a3cf8d3a1e
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Na dann -

gehe ich nur noch dort hin - wo ich weiß, wo das Fleisch herkommt. die Wirte bringen sich selber um - und wollen dann mit dem Finger auf die anderen zeigen...

schetzgo
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Dann muss man sie halt dazu zwingen!

Wo kommen wir denn da hin...

selbstdenker70
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....

Man muss nur die Prospekte der Lebensmittelhändler oder Großhändler anschauen. Bei minus 25% weiß man dann sofort woher das Schnitzel im Gasthaus kommt.

DukeNude
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die Gastrononie

damit ist wohl die 08/15-Gastronomie gemeint, denn in gehobenen Lokalen ist das eigentlich üblich. Und sogar bei meinem Schnitzl-Wirtn weiß ich, wo das Fleisch herkommt.

calcit
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Wenn sie‘s...

...glauben wollen...

Windstille
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z.B. AMA-Gütesiegel

Was sagt uns das AMA-Gütesiegel wirklich? Rein gar nix!

eadepföbehm
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Es wäre eine Möģlichkeit, das AMA Siegel so zu gestalten, dass es den Begriff "Güte"-Siegel auch verdient.

Die Wirtschaftskammer sagt ja, dass die Herkunft allein nichts über die Qualität aussagt und viel mehr als eine Herkunftsaußkubft ist das AMA Siegel derzeit nicht.
Wir brauchen aber für den Konsumenten eine einfach erkennbare Qualitätskennzeichnung.
Es kann nicht jeder persönlich den Bauern seines Vertrauens kontrollieren.

klaxmond
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Deswegen

konsumiere ich kein Fleisch in der Gastronomie

Balrog206
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Und

Mit welchen Eiern wurden die Nudeln gemacht ?

klaxmond
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Nun

Ich koch prinzipiell selbst. Und es gibt Nudeln ohne Ei😊

eston
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Auszeichnung

Von Herkunft und Haltungsform würde die ehrliche Heimische Gastronomie auszeichnen

Kommentare 26-41 von 41