Es ist ein hehres Ziel, das sich die Veranstalter heuer setzen: Zum 5-jährigen Bestehen soll das Fifteen Seconds Festival, eine thematisch breit angelegte und besonders in die Zukunft gerichtete Konferenz, im Juni 5000 Gäste nach Graz locken. Also noch einmal rund Tausend mehr als im Rekordjahr 2017. Wachsen will Fifteen Seconds (FS) aber nicht nur in der Steiermark. Erstmals werden die Grazer eine weitere Konferenz außerhalb der Landesgrenzen organisieren. Die Wahl fiel auf eine US-Stadt, im September fällt dort der Startschuss.

Um für die Expansion gerüstet zu sein, verschränkt sich das junge Fifteen-Seconds-Team nun zusehends mit einer routinierten und mehrfach international ausgezeichneten Grazer Designagentur. Schon im März des vergangenen Jahres hatte sich moodley brand identity 25 Prozent der Anteile an FS geholt, jetzt stocken die moodley-Chefs Mike Fuisz und Gernot Leonhartsberger auf in Summe 75 Prozent auf. Je 12,5 Prozent der Anteile an der Fifteen Seconds GmbH bleiben in den Händen der beiden Gründer Thiemo Gillissen und Stefan Stücklschweiger. Das Verschmelzen wird sich auch personell abbilden und begleitet eine Neuausrichtung des Platzhirschen moodley.

5000 Gäste werden heuer beim Grazer Fifteen Seconds Festival erwartet
5000 Gäste werden heuer beim Grazer Fifteen Seconds Festival erwartet
© Fifteen Seconds

Gillissen wird FS als operativer Geschäftsführer verlassen und verantwortet ab sofort jenen moodley-Teil, der sich federführend auf „digitale Markenerlebnisse“ fokussiert (moodley interactive). Stücklschweiger wiederum bleibt FS-Geschäftsführer, soll sich aber gleichzeitig bei moodley um den neu geschaffenen Bereich „moodley experience“ kümmern. Zusätzlich holen sich die beiden FS-Gründer Anteile an Fusionspartner moodley. Wie viel Geld im Rahmen der Anteilsübertragung floss, ist vorerst nicht bekannt.

Welche Auswirkungen das auf die Grazer Konferenz haben wird? „Keine“, heißt es offiziell. Man wolle an dem steirischen Festival, das sich bei 5000 Gästen einpendeln soll, jedenfalls festhalten.

Für heuer sei man summa summarum gut im Plan. 2500 Tickets wurden bereits verkauft, als Referenten sind führende Köpfe von Shazam, Starbucks, Netflix, Washington Post oder der Universität Stanford fix gebucht.