Verkehr und MobilitätDiese Autos müssen sich nicht mehr an Feinstaub-100er halten

Die neue Regierung will durch eine Reihe von Maßnahmen die E-Mobilität fördern: U. a. sollen E-Autos künftig vom Feinstaub-100er (IG-L) ausgenommen sein.

© Jürgen Fuchs
 

Im Bereichen der modernen Energietechnologien, der Energieeffizienz und erneuerbaren Energien will die neue Regierung verschiedende Akzuente setzen. Jene österreichischen Unternehmen, die im Bereich von grünen Technologien schon heute zur Weltspitze zählen, sollen auch einen entsprechend wettbewerbsfähigen Heimmarkt vorfinden, auch um regionale Wertschöpfung und "Green Jobs" zu fördern und die Klimaziele erreichen zu können.

Die Energiewende müsse durch öffentliche wie auch private Investitionen vorangetrieben werden, so das Ziel. "Öffentliche Mittel sollen private Mittel stimulieren und verstärkt auf Innovation und Forschung
fokussieren. Lösungen für eine saubere Mobilität bieten hier besondere Chancen", heißt es im Regierungsprogramm. Folgende Maßnahmen sind
u. a. geplant:

Integrierte Energiesysteme (Sektorkopplung): Gesamthafte Betrachtung der Systeme für Strom, Wärme und Mobilität, geplant ist auch eine technologieoffene Energieforschungsoffensive mit den Schwerpunkten Smart Grids, neue Speichertechnologien (insb. Methan/Wasserstoff) oder
Digital & Smart Energy (Blockchain). 

Leuchtturmprojekte wie die „energieeffiziente Stadt“ und „energieeffizientes Dorf“ sind ebenfalls vorgesehen.

Die EU-Präsidentschaft soll auch für die Positionierung Österreichs als „Energieinnovationsland“ genutzt werden.

Eine Experimentierklausel (nach deutschem Vorbild) für Unternehmen soll ermöglicht, die Exportunterstützung für heimische Energietechnologien ausgebaut werden.

Rahmenbedingungen für CO2-arme Mobilität 

Spannend sind die Vorhaben hinsichtlich CO2-armer Mobilität. So sollen bei der Elektromobilität insbesondere Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Es soll aber auch zu anderen Erleichterungen kommen: z.B. sollen sie Busspuren benutzen dürfen, gratis parken können und 130 Stundenkilometer auch dort fahren dürfen, wo es einen "Feinstaub-100er" (bei IG-L-Beschränkungen) gibt.

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) soll "mit Fokus auf den Verbrauch anstelle der Motorleistung" umgebaut werden. Die NoVA-Befreiung 
für hochpreisige Kraftfahrzeuge mit Hybridantrieb soll abgeschafft werden.

Kommentare (41)

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Nach

der Ehe für Alle,kommt 50kmh auch für Alle!

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gerry2kzf
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So ist es richtig!!!

Für jedes Auto eine eigene Geschwindigkeitsbegrenzung. Wenn ich mit meinem Diesel auf der dritten Spur die erlaubten 100 fahre, weil rechts von mir die Schleicher unterwegs sind, und von hinten ein Herr Tesla mit 130 km/h heranrauscht, dann knallt es eben öfter als bisher.

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axlk69
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Rechtsfahrgebot

Es stellt sich erstens einmal dieFrage warum Sie, wie es den Anschein hat mit 100 an der dritten Spur "Kleben" zumal wir in Österreich ein Rechtsfahrgebot haben. Eine Geschwindigkeitsdifferenz von 30kmH ist zudem wohl nichts außergewöhnliches, oder fahren Sie jedem LKW auf der Autobahn ins Heck, der sich mit 70 über eine Anhöhe quält?

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graz1971
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Warum nicht gleich Tempo 100

im Grossraum Graz ?
Dieses permanente (nichtnachvollziehbare) Hin und Herwechseln zwischen 100+130 ist idiotisch

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georgXV
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FREIE Fahrt für FREIE und mündige Bürger !!!

dies ist KEINE Aufforderung zum agressiven Rasen und / oder zum Fahren unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluß !!!
Nur in Österreich und der Schweiz versteckt sich die Polizei hinter jedem Brückenpfeiler oder Busch !!! Hier geht es in erster Linie um das Abzocken der Autofahrer zu Gunsten der leeren Staatskassen !!!
In den allermeisten europäischen Ländern werden Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Autobahnen toleriert bzw. kaum kontrolliert !!!

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calcit
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Viel dürften sie in Europa aber nicht unterwegs sein...

...gerade die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen und Toleranzen sind in fast allen anderen europäischen Länder viel höher und strenger. In manchen Ländern wird sogar ihr Fahrzeug beschlagnahmt oder festgesetzt bzw. sind werden an Ort und Stelle von einem Schnellrichter abgeurteilt.

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Jak39
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Träumen

darf man ja.

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Mein Graz
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@georg

Was ich nicht verstehe:
1. Was ist am Schnellfahren so toll?
2. Warum ist es wichtig, WO die Polizei steht? Wenn ich mich richtig verhalten können sie m.E. überall sein.
3. Wie kommt man darauf, immer über "abzocken" zu jammern? Wenn man sich an die Geschwindigkeit hält, gibts keine Strafe. Für mich ist das "Deppensteuer", wenn man zu blöd ist, sich an Vorschriften zu halten.
4. In Deutschland, Spanien, Italien, Tschechien, Frankreich, Portugal (war ich in den letzten 2 Jahren unterwegs) wurde überall kontrolliert, und abgestraft. Nur in Griechenland gab es extrem wenig Verkehrskontrollen.

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georgXV
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Liebe(r) Mein Graz,

Tempo 130 km/h auf Autobahnen ist ein Relikt der 70er Jahre des alten Jahrhunderts (= fast Steinzeit) !!!
Gott-sei-Dank hat sich der Stand der Technik (Fahrzeugsicherheit, Motorenbau, Straßenbau, usw.) in den letzten fast 50 Jahren dramatisch POSITIV weiterentwickelt !!!
Und übrigens regelt das stetig steigende Verkehrsaufkommen die Geschwindigkeit von selbst (= auf verstopften Autobahnen kann es und so nicht zu Geschwindigkeitsüberschreitungen kommen) !!!

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Mein Graz
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@georg

Wenn sich die Geschwindigkeit ja sowieso selbst regelt, und das kann ja nur nach unten sein, verstehe ich deine Forderung für "Freie Fahrt" noch weniger.
Wie kann es freie Fahrt geben, wenn die Autobahnen verstopft sind?
Warum lästerst du über die lauernde, abzockende Polizei, wenn eh nicht schnell gefahren werden kann, weil die AB überlastet sind?
Wie lässt sich deine Forderung mit - auch bei besserer Technik - der Feinstaub-Belastung und der steten Verschlechterung der Luftgüte vereinbaren?
Und m.W. wurde Tempo 130 auf Grund des Erdölschocks der 70er-Jahre und nicht wegen "Steinzeittechnik" o.ä. eingeführt.

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Hausverstand100
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Bleiben wir realistisch:

Die Feinstaubbelastung hätte man in den 70er Jahren mangels geeigneter Technik gar nicht messen können und die Luftqualität ist entgegen ideologisch verblendeten Aussagen seit damals dramatisch besser geworden!

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styrianprawda
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@georgXV

Um ein "mündiger" Bürger zu sein, bedarf es aber einer ordentlichen Portion Hirn.
Und genau das fehlt aber bei den Meisten.

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Leberknoedel
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Nichts ist so gerecht verteilt

wie die Intelligenz. Niemand beschwert sich darüber, dass er selbst über zu wenig verfügt.

Nicht wahr?

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Reipsi
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Verstehe ich nicht ganz

wenn ich mich an die Geschwindigkeit halte kann mir eigentlich wurscht sein wo die Polizei sich versteckt, sehe ich da was falsch ?

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Hausverstand100
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Stimmt schon!

Aber: Lkw, die auf der Autobahn 80 km/h fahren dürften, sind durchschnittlich mit 90km/h+ unterwegs, weitestgehend unsanktioniert, Lappalien Delikte werden teils unverhältnismäßig bestraft, während organisierte Raserei (GTI-Treffen....)geduldet werden,die Kontrollen finden nicht an Gefahrenstellen, sondern da, wo Beschränkungen oft reine Schikanen sind, statt. Ich fahre 70.000 km im Jahr und will absolut nicht den Rädern das Wort reden, sondern bin jeden Tag froh, wenn ich abends gesund Aussteigen kann.

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checker43
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Leider

ist es falsch, was Sie sagen. In 27 von 36 europäischen Ländern sind die Strafen für 20 km/h Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit höher als bei uns. Radarkästen und Section Control gibt es auch anderswo.

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georgXV
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?

ich fahre ca. 60000 km im Jahr geschäftlich durch fast ganz Europa und habe da so meine Beobachtungen und Erfahrungen !!!

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styrianprawda
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@georgXV

Also auch in I und CH?

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checker43
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Erfahrung

als einzelner und als Nichtbürger dieser Länder, durch die Sie fahren. Dass Strafmandate an Ausländer oft nicht an deren Heimatort nachgesendet werden, ist bekannt. Schließen Sie deshalb nicht von sich auf die Behandlung von einheimischen Schnellfahrern in Italien, Holland, Norwegen, der Slowakei usw.

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ego57
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Geschwindigkeitsmessung in der Schweiz:

51 kmh statt erlaubter 50 kmh gefahren, - den Eidgenossen war das einen Brief (mit Zahlungsaufforderung) nach Österreich wert...

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Aleksandar
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Nachdenken

Ist E-Mobilität wirklich "grün". Man denke an Herstellung der Akkus, Entsorgung derselben, Stromproduktion u. a. m.

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377pox7yc7z4davz12fsk9yp0wepzo1a
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Ja, ist sie. Eindeutig, jedenfalls mehr als Verbrenner.

Das können Sie mittlerweile in Erfahrung bringen.

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Aleksandar
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So spricht der Autofahrer

Aber: Die einzig sinnvolle Maßnahme ist, aufs Autofahren weitgehend zu verzichten. Derzeit rationalisiert man munter dahin ... e-Autos seien umweltfreundlich. Es geht aber nur darum, UNEINGESCHRÄNKT fahren zu können und vorgeben, wie umweltfreundlich man ist.
Es gibt Füße, Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel. Ich weiß schon: Jetzt wird gesagt, die öffentlichen Verkehrsmittel müssten erst ausgebaut werden. Aber die Autofahrerinnen und Autofahrer tragen Schuld daran, dass öffentliche Verkehrsmittel abgebaut wurden. Wer soll das bezahlen, wenn ein Bus mit etwa fünf Personen unterwegs ist?

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styrianprawda
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@Aleksandar

Sie haben teilweise Recht.

Selbst wenn der PKW-Verkehr komplett auch E-Antrieb umgestellt würde, würde dies bloß eine Feinstaubreduktion von 8% (!) bedeuten.

Nur Ihre Aussage betreffend dem Bus mit 5 Personen ist Unfug, denn der ÖV kann niemals alle individuellen Transportwünsche kostendeckend befriedigen.

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Reipsi
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Ausserdem wirbels

ja auch Staub auf beim fahren.

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styrianprawda
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@Reipsi

Wie bereits an anderen Stellen erwähnt, würde es, selbst wenn der PKW-Verkehr komplett auch E-Antrieb umgestellt würde, bloß eine Feinstaubreduktion von 8% (!) mit sich bringen.

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