LackieranlageSlowenien unterstützt Magna-Werk mit 19 Millionen Euro

Sloweniens Regierung beschließt Anreiz für die neue Lackieranlage von Magna nahe Mariobr. Das Werk mit 19 Millionen Euro subventioniert.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Der Neubau des Lackierwerks in Maribor wird Magna mittels Subventionen versüßt
Der Neubau des Lackierwerks in Maribor wird Magna mittels Subventionen versüßt © APA/HARALD SCHNEIDER
 

Slowenien kommt dem kanadisch-österreichischen Autozulieferkonzern Magna, der in Slowenien ein neues Werk plant, mit einem finanziellen Anreiz entgegen. Die Regierung in Ljubljana hat am Donnerstag beschlossen, die Errichtung einer Lackieranlage mit 18,6 Mio. Euro zu subventionieren, hieß es in einer Mitteilung. Die Investition hat ein Gesamtvolumen von 146,4 Mio. Euro, so die Regierung.

Das neue Magna-Werk in der Nähe von Maribor soll voraussichtlich bis Ende Oktober 2019 fertiggestellt werden. Die Investition soll 404 neue Arbeitsplätze schaffen, hieß es aus der Regierung.

Die slowenische Regierung erwartet, dass der Großteil der Subvention schon bald über Abgaben zurückbezahlt wird. "Der Anreiz wird dem Staat zurückbezahlt, indem schon in den nächsten drei Jahren aus Steuern und Sozialabgaben für Löhne fast 15 Mio. Euro zurückfließen werden. Externe Effekte der Investition werden unterdessen auf fast 70 Mio. Euro geschätzt", hieß es.

Imagepolitur

Die Regierung hat dabei auch nicht-finanzielle Auswirkungen der Investition im Blick, darunter das Image Sloweniens als eines investitionsfreundlichen Landes sowie eine Reduktion der Arbeitslosigkeit im Land.

Die Förderung wurde formal dem im Vorjahr in Slowenien gegründeten Unternehmen Magna Steyr d.o.o. gewährt, das der österreichischen Magna Metalforming AG gehört.

Eigenes "Magna-Gesetz"

Slowenien hat sich stark um die Magna-Investition bemüht. Mit einem speziellen Gesetz wurden zu Jahresende 2016 die Voraussetzungen für die Einrichtung einer 100 Hektar großen Industriezone am Rande Maribors geschaffen. Im Jänner bestätigte Magna dann die Investitionspläne für die neue Lackieranlage knapp 75 Kilometer südlich des Magna-Steyr-Werks in Graz, die mit dem Ausbau der Produktion in der Steiermark zusammenfällt.

Nach Angaben des slowenischen Wirtschaftsministeriums soll die Magna-Investition drei Phasen umfassen, in denen bis 2022 insgesamt rund 3.000 Jobs geschafft werden sollen.

Kommentare (2)
georgXV
0
1
Lesenswert?

Hamat der Kumpalan / Hawa.arepublik

und warum wurde dieses Werk NICHT in unserer Hamat der Kumpalan / Hawa.arepublik errichtet ???

tecmen15
5
2
Lesenswert?

Magna

Ja 19 Millionen, das wäre für Österreich gar nichts!

Österreich sollte mal anfangen bei den horrenden Sozialausgaben zu sparen und dann auch solche Projekte zu fördern!