Der US-Fahrdienst Uber steht vor einer massiven Expansion im Geschäft mit Essenslieferungen. Das bereits in sechs Ländern auch als Lieferdienst für Mahlzeiten vertretene Unternehmen will sein Angebot Uber Eats auf mindestens 22 weitere Staaten ausweiten, wie aus Stellenanzeigen des US-Konzerns hervorgeht.

Das Vorhaben unterstreicht die Ambitionen des Unternehmens, über sein ursprüngliches Geschäft hinaus zu wachsen. Uber vermittelt Fahrgäste per Smartphone-App an private Chauffeure. Der Essensliefer-Service werde von der Bekanntheit des Fahrdienstes profitieren, sagte Uber-Eats-Chef Jambu Palaniappan am Dienstag zu Reuters.

Start in Amsterdam

Dem Manager zufolge soll der Service bis Ende des Jahres unter anderem in Johannesburg und in Dubai angeboten werden. In den Stellenanzeigen werden unter anderem Manager, Verkäufer und Fahrradkuriere gesucht. In Amsterdam startet Uber Eats bereits am Donnerstag - zeitgleich mit dem Börsengang des niederländischen Marktführers, der Lieferando-Muttergesellschaft Takeaway.com. Neben den Niederländern beherrschen bisher JustEat aus Großbritannien und Delivery Hero der Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet den internationalen Markt für die Vermittlung von Essenslieferungen. Zuletzt stieg der Internet-Riese Amazon auch in London in den hart umkämpften Markt ein. Am Hauptsitz Seattle ist er dort bereits aktiv.