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Vespa-Hersteller wird beim Gewinn eingebremst

Der italienische Zweiradhersteller schloss 2025 mit deutlichem Gewinnrückgang ab. Nettogewinn halbierte sich um 49,4 Prozent auf 34 Millionen Euro.

 Die Vespa, „Paperino“, von Piaggio ist ein Kultroller und internationaler Verkaufsschlager | Die Vespa von Piaggio ist ein Kultroller und internationaler Verkaufsschlager
© IMAGO/Imago
Die Vespa, „Paperino“, von Piaggio ist ein Kultroller und internationaler Verkaufsschlager|Die Vespa von Piaggio ist ein Kultroller und internationaler Verkaufsschlager
Alexander Tengg
Wirtschaft Kärnten

Sie ist eine Kultmarke, die Zweirad-Mobilität in der Stadt zur Lebensphilosophie erhob: die Vespa. Und doch zieht sie im Verkauf weniger stark.

So hat der italienische Zweiradhersteller Piaggio 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn sank um 49,4 Prozent auf 34 Millionen Euro, nach 67,2 Millionen 2024. Auch der Umsatz ging zurück: Die konsolidierten Erlöse beliefen sich auf 1,5 Milliarden Euro, ein Minus von 11,7 Prozent.

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Der erste Vespa-Motorroller kam 1946 auf den Markt und hatte den Spitznamen „Paperino“
Der erste Vespa-Motorroller kam 1946 auf den Markt und hatte den Spitznamen „Paperino“ © IMAGO/Imago

Über eine halbe Milliarde Euro Schulden

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum Jahresende auf 577,6 Millionen Euro, 43 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen begründete den Anstieg vor allem mit Veränderungen bei den Handelsverbindlichkeiten.

Das industrielle Bruttoergebnis hinkte um rund 8 Prozent hinterher. Die Marge stieg jedoch leicht auf 30,5 Prozent des Umsatzes. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 12,5 Prozent auf 250,8 Millionen Euro. Der Vorstand stoppte für heuer die weiteren Dividendenausschüttungen. Ein bereits im Juli 2025 beschlossener Abschlag von vier Cent je Aktie bleibt damit die einzige Ausschüttung.

Verkäufe geben nach

Weltweit setzte Piaggio 445.200 Fahrzeuge ab, rund 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die erste Vespa kam übrigens 1946 auf den Markt und trug den Spitznamen „Paperino“. Vor zwei Jahren fasste Italien sogar den Plan, die Vespa zum nationalen Kulturerbe zu erheben.

Vorstandschef Michele Colaninno bekräftigte trotz des schwierigen Umfelds die langfristige Strategie des Unternehmens. Piaggio halte an seinen Produktplänen in der leichten Zweiradmobilität, bei Nutzfahrzeugen sowie im Bereich fortgeschrittener Robotik fest.

Für einen italienischen Modekonzern lief es 2025 hingegen ungleich besser: Prada hat für 2025 einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, wovon rund 850 Millionen Euro Gewinn bleiben, gemeldet. Prada verzeichnet damit das 20. Quartal in Folge mit Wachstum. Die Verschuldung lag bei 466 Millionen Euro.

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