Um täglich 50 Züge reduzieren die ÖBB ihr Angebot im Nahverkehr. Die Maßnahme, die „zur Erhöhung der Pünktlichkeit und Verlässlichkeit“ führen soll, gilt seit Montag und „jedenfalls bis Ostern“ in der Ostregion (Wien, Niederösterreich) – und ausschließlich dort, versichern die ÖBB auf Nachfrage. Übervolle Züge, Verspätungen und Zugausfälle hatten zu einer Beschwerdeflut geführt. Die ÖBB machen dafür die verspätete Lieferung neuer Züge verantwortlich, bestätigten in Medienberichten aber auch personelle Lücken in der Instandhaltung. „Wir haben seit Längerem schon mit massiven Lieferrückständen zu kämpfen“, erklärte der Regionalmanager für die Ostregion, Christoph Hermann, im Jänner. Daher nun die Rücknahme des Angebots um 1,9 Prozent (50 von täglich 2700 Nahverkehrszügen).
Engpass bei Zügen und Personal
ÖBB investieren Milliarden und trotzdem läuft es unrund
Ausfälle, Verspätungen: In der Ostregion fahren die ÖBB ihr Nahverkehrsangebot zurück. Der Grund: Es fehlen Züge und es fehlt Personal. Warum jetzt Milliarden investiert werden, Engpässe aber trotzdem bleiben werden.
© ÖBB/Philipp Horak