„Im vierten Quartal ist meiner Einschätzung nach eine durchaus dramatische Zunahme von Insolvenzen in der steirischen Bauwirtschaft zu befürchten“, sagt Franz Blantz. Der Leiter der Geschäftsstelle Graz und des Insolvenzbereichs beim Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) verweist auch auf den bisherigen Jahresverlauf. In den ersten drei Quartalen sind die Insolvenzfälle auf 318 eröffnete Verfahren angestiegen. Das Plus von 25,69 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet nach Kärnten (plus 38,67 Prozent) den höchsten Anstieg im Österreich-Vergleich. „Die Eröffnungen liegen damit auch über dem Vor-Corona-Niveau“, so Blantz.
Firmeninsolvenzen legen zu
Die meisten steirischen Pleiten gibt es in der Baubranche und im Handel
In den ersten drei Quartalen wurden laut AKV in der Steiermark 318 Insolvenzverfahren eröffnet – ein Anstieg von 25,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die meisten Insolvenzen gab es in der Baubranche und im Handel. Bei den Privatpleiten gibt es einen „trügerischen Rückgang“ und besorgniserregende Entwicklungen bei jungen Schuldnerinnen und Schuldnern.
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