Ärger in Murau"Neue Kinderambulanz auf der Stolzalpe bringt eine Verschlechterung"

Statt des bisherigen Rund-um-die-Uhr-Angebotes gebe es nun begrenzte Öffnungszeiten, Eltern und Rotes Kreuz müssten nach Leoben ausweichen, kritisiert Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher. Kages erklärt Gründe für die Maßnahme.

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Neuausrichtung der Kinderambulanz auf der Stolzalpe wird heiß diskutiert
Neuausrichtung der Kinderambulanz auf der Stolzalpe wird heiß diskutiert © Sujetfoto: dpa
 

Die Neuausrichtung der Kinderambulanz im LKH Stolzalpe schlägt hohe Wellen. Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher spricht von einer "Verhöhnung bisher geleisteter Arbeit am LKH Stolzalpe" und einer "bewussten Irreführung der Bevölkerung". Wie berichtet, hatte die Kages Ende September in einer Aussendung von einem "neuen Versorgungsangebot" für Kinder und Jugendliche gesprochen und gab die ab sofort geltenden Öffnungszeiten der Kinderambulanz bekannt: Montag bis Donnerstag von 8 bis 13 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr. Das sei in Wahrheit keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung, kritisiert Thomas Kalcher. Denn bisher habe es de facto ein Rund-um-die-Uhr-Angebot für Kinder durch am LKH Stolzalpe tätige Kinderärzte gegeben. Der inzwischen pensionierte Primarius Reinhard Graf hatte bereits Ende des Vorjahres in einem Leserbrief auf die Entwicklung hingewiesen: "Seit mehr als 25 Jahren stehen am LKH Stolzalpe drei Kinderärzte nicht nur für stationär aufgenommene Kinder, sondern auch eine Kinderambulanz zur Verfügung, wobei ein Kinderarzt 24 Stunden die ganze Woche erreichbar ist!", schrieb er damals und warnte vor einer "Zerschlagung dieses Systems".

Kommentare (4)
jg4186
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Überall alles geht nicht

Überall alles anzubieten geht nicht! In jedem Spital alle Abteilungen anzubieten und aufrecht zu erhalten geht nicht, finanziell nicht, personell nicht. Drei Kinderärzte können nicht rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, 365 Tage lang Dienst tun, das ist wohl allen klar. Woher Fachärzte nehmen, wenn man sie nicht hat, wenn sie so entlegen nicht arbeiten wollen? Da muss man schon die Kages verstehen, geht ja vielen Eltern im Lande auch so mit ihren Kindern. Leider.

Ich korrigiere
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max lercher meinte

bei der demonstration im jahre 2012 bei der damaligen strassensperre in scheifling " wenn die interne auf der stolzalpe geschlossen wird, dann trete ich als landtagsabgeordneter zurück" seit 9 jahren ist sie geschlossen und bitte herr lecher " TRETEN SIE ALS NATIONALRAT JETZT ZURÜCK" ihre leistung für den bezirk ist ohnedies null

iq66
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7
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wieder einmal eine geniale idee der landespolitik

mit perfekter kages-umsetzung. dafür sperren wir in graz an der kinik betten!,,,

bond007
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Dagegen geht keiner auf die Straße!

Das ist ein Skandal sowas! Die Kinder in diesem Bezirk sind allen total egal. Kinder, die eh schon leiden und deren Eltern müssen eine Stunde nach Leoben schippern. Das nenne ich Kindeswohlgefährdung!!!!!