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ObersteiermarkKleine Skigebiete ziehen nach den Ferien zufrieden Bilanz

Von Krakau im Bezirk Murau bis zum Präbichl in Leoben: Die kleineren Skigebiete zeigen sich mit dem bisherigen Verlauf der Wintersaison zufrieden. Die Besucher seien diszipliniert, was die Coronamaßnahmen angeht.

„Leute sind froh, dass sie fahren können“, so Patrick Wimmler von den Liften Krakau © KK
 

"Wir haben zwei Megaereignisse. Corona und eine geschlossene Schneedecke“, so ein zu Scherzen aufgelegter Thomas Hopf. Was Wetter und Pistenbedingungen angeht, haben obersteirische Skiliftbetreiber in dieser Saison wahrlich nichts zu klagen. Und auch was den bisherigen Verlauf der Saison angeht, zeigen sich die Skigebiete erfreut – zumindest wenn man die kleineren fragt.

Hopf ist Geschäftsführer der Gaaler Lifte. „Wir sind mit den Ferien sehr zufrieden“, so Hopf, der dankbar dafür ist, dass man überhaupt aufsperren durfte. Die Corona-Schutzkonzepte seien in kleineren Skigebieten leichter umzusetzen als bei den großen Kollegen.

Grundsätzlich seien die Besucher sehr diszipliniert. Auch in diesem Punkt sind sich die Betreiber einig. Aber man müsse auch immer darauf achten, dass alle Regeln eingehalten werden.

„So viele Anrufe wie heuer hatte ich noch nie“, so Thomas Lang von den Skiliften Kleinlobming. Gefragt wird etwa, ob noch genug Platz auf der Piste ist und welche Masken erforderlich sind. Er spricht von einer bisher guten Saison, „ohne dass wir gestürmt werden“. Spüren würde man, dass Skikurse oder Rennen abgesagt werden mussten. Ein Aspekt, der alle Skigebiete trifft. Und natürlich steht die Frage im Raum, wie es diesbezüglich bis zum Saisonende weitergeht – denn das wird Auswirkungen auf die endgültige Bilanz haben.

Gedanken macht man sich in kleineren Wintersportdestinationen auch über die Bilder von überlaufenen Skigebieten – und etwaigen Folgen auf die gesamte Branche. „Ich habe einen Spundus davor, dass alle schließen müssen“, so Lang. Einig sind sich die Liftbetreiber jedenfalls, dass es sich bei diesen Bildern oftmals nur um Momentaufnahmen handeln würden – sich die gesamte Branche allerdings bemühe, die Maßnahmen einzuhalten.

„Tolle Pisten und kein einziger Unfall“, zieht auch Seniorchef Erich Moscher vom Skigebiet Hohentauern zufriedene Bilanz. „Überraschend viele Einheimische waren da, die wir noch nie gesehen haben“, so Moscher. Dass die 150 eigenen Ferienhäuser leer stehen, schmerze aber schon. Bei manchen Besuchern wurde auf freiwilliger Basis auch Fieber gemessen, wie berichtet hatte man das als Sicherheitsmaßnahme eingeplant. „Zum Teil war das Gelächter beim Fiebermessen groß“, schmunzelt Moscher.

„Unter dem Aspekt der aktuellen Coronasituation“, ist laut Geschäftsführer Johann Roth vom Skigebiet Präbichl die bisherige Saison „gut verlaufen“. Gäste würden kleinere Skigebiete suchen, auch weil es bei den „offenen“ Liften keine Limitierung gibt und keine FFP2-Maskenpflicht besteht. Am Präbichl verzichtet man aufgrund der Coronasituation sogar freiwillig auf ein Drittel der Besucher: „Wir haben den dritten Parkplatz nicht in Betrieb genommen.“

„Gleich viel los wie in der letzten Saison“, ist bei den Skiliften Krakau. „Die Leute sind froh, dass sie fahren können“, so Betriebsleiter Patrick Wimmler. Zur Lust auf Pistenspaß trage natürlich auch die herrliche Naturschneekulisse bei.

Davon schwärmt auch Prokurist Peter Pirker vom Skilift Obdach: „Es könnte nicht besser sein.“ Von den Gästen sei man in etwa gleich auf wie im Vorjahr – und hier heißt es ebenfalls: „Die Leute sind sehr diszipliniert.“

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