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Viehhändler aus Murau"Glückliche Tiere sind Lügen am Konsumenten"

Seit 50 Jahren ist die Familie Petzl aus St. Peter am Kammersberg im Viehhandel tätig. Viel hat sich in dieser Zeit verändert, wenig zum Guten für Landwirte. Zum Ist-Zustand finden die Viehhändler deutliche Worte.

Barbara und Georg Petzl führen den einzigen Viehhandel im Bezirk Murau
Barbara und Georg Petzl führen den einzigen Viehhandel im Bezirk Murau © Sarah Ruckhofer
 

Viel wurde in den vergangenen Monaten über Landwirtschaft in der Region diskutiert. Der Wolfsriss in Neumarkt rückte die heimischen Bauern – und ihre Probleme – in den Fokus der Öffentlichkeit. Und trotzdem: Wesentliche Problemstellungen würden den Konsumenten seit Jahren verschwiegen. Das sagt Georg Petzl, ein jahrelanger Kenner der heimischen Landwirtschaft.

Kommentare (11)

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Geerdeter Steirer
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Die Konsumenten haben da eine gewichtige Rolle um es so zu leben,

solange viele zu bequem und vom Konsumrausch besessen sind und die Nachhaltigkeit nicht leben wollen werden solch vorbildliche Einstellungen wie jene der Familie Petzl in Grund und Boden gestampft.

Wie es so heißt: "Wo ein Wille da auch ein Weg !"

baldi39
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Die Bürger sind gefordert

Für mich kann ich sagen, dass ich ca. 90% meiner Lebensmittel am Bauernmarkt oder direkt beim Bauern (Fleisch) kaufe.
Bei der ganzen Thematik wundert mich das Wahlergebnis schon sehr. Hier wird eine Partei die offenkundig Agrarkonzernen hilft mit Abstand stärkste Partei. Genau bei einer EU-Wahl geht es um dieses Thema und die Herren Karas und Kurz schaffen es den Spieß umzudrehen und den Leuten eine grüne Landwirtschaft und Bekämpfung der Steuerflucht vorzugaukeln.

bluebellwoods
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Danke für den realistischen Artikel

Auch wenn uns die Werbung ein Traumbild von lila Kuh auf satter Weide oder einem munter herumlaufenden Schweinderl suggerieren will, ist der Bauernhofalltag weit davon entfernt. Er ist nicht einfach nur Bauer, er ist Ernährer, Landschaftspfleger aber auch Geschäftsmann (auch er muss seine Kosten decken).
Es gibt schwarze Schafe aber die meisten Bauern schauen, dass sie bestmögliche Qualität nach bestem Gewissen liefern (dass das nicht mehr in einem Kleinbetrieb "zum Hausgebrauch" sondern in hochmodernen Ställen ist, ist zum einen der erforderlichen Fleischmenge und zum anderen dem enormen Preisdruck durch die Diskonter (und damit dem Konsumenten) geschuldet).
Und geht es um Preisdruck, da geht es auch den Obst- und Gemüsebauern nicht besser, wenn die Importware groß beworben wird obwohl daneben heimische Saisonware liegt. (Veganismus ist also auch nicht die Lösung aller Probleme)

mahoni1970
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Der Lebendtierexport...

...hat mit den Konsumenten nichts zu tun. Das ist eine geistige Ausgeburt von Lobbyisten und korrupten EU-Bürokraten.
Kein vernünftiger Mensch ist für diese grausamen Transporte, trotzdem finden sie statt. Es ist die Frage, wer von diesem Verbrechen an empfindsamen Tieren profitiert.

erstdenkendannsprechen
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doch, hat er.

einerseits durch die nachfrage im importland, andererseits durch den zwang, billig milch zu produzieren. nur deswegen werden nämlich zweinutzungsrassen (fleckvieh etwa) durch reine milchrassen abgelöst. für die milchrassen-kälber gibt es aber keinen markt und keine mäster in österreich - also kommen sie nach spanien oder sonstwohin. wer billig milch kauft, profitiert am verbrechen an den tieren.

mahoni1970
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Aber für...

...was haben wir dann die Politik? Sie muss hier Regelungen schaffen, dass das nicht möglich ist. Am besten mit einem Verbot. Freier Warenverkehr darf Lebewesen nicht inkludieren.
Fazit: Alle sind sich einig und die mit einem einfachen Beschluss dies verhindern könnten tun es nicht.

fb1fb286cb86e7184868f49dd9ac76bf
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Nur der Konsument trägt die Verantwortung

So etwas will halt niemand lesen, denn wir, jeder für sich, hat die alleinige Entscheidungsfreiheit, Tiere qualvoll leben und sterben zu lassen, oder Veganer zu werden.
Doch die allermeisten lassen die Erdbewohner lieber elend dahinsiechen, als selbst etwas zu tun für unsere Heimat und deren Geschöpfe.
Ihr alle habt es selbst in der Hand, und sonst niemand.
Wohl bekomm's....
:-(

Sehel1
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Ach

hör auf mit deinen pauschalen Verurteilungen, die implizieren, dass du selbstverständlich vegan, bio, ab Hof etc. kaufst.

Kann nicht jeder, außerdem dürfen die Bauernmarktpreise ruhig noch ein bisl fairer sein.

Die Bauern sollten ihre politischen Hauptverteter zum Teufel jagen, denen die Wirtschaftsleistung und die Arbeitsplätze von Handel und Transport ganz eindeutig über die bäuerlichen gehen!

eagleherby
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Beschleunigt das Bauern sterben nochmals

Fleischverzicht bedeutet weniger Einsteller(Kälber) weniger Mäster und die Tiere die noch produziert werden gehen Tierschädlich in den Export auch das bauernsterben geht weiter . Wie eine Lösung ausschauen muss ist schwierig zu beantworten vielleicht ist eine co2 Steuer auf Lebensmittel ein möglicher Ansatz je länger ein Lebensmittel durch die Weltgeschichte gekarrt wird desto teurer wird das Produkt fürn Endverbraucher 🤔

fb1fb286cb86e7184868f49dd9ac76bf
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impliziert WAS?

Meine Aussage impliziert gar nichts, sondern war so gemeint, wie sie dasteht. Ich bin natürlich auch nicht perfekt, und mache auch nicht alles richtig, was ich richtig machen könnte, doch ich bin mir absolut sicher, daß (m)ein Verzicht auf jegliche tierische Nahrungsmittel sehr dazu beiträgt, das Leid in unserer Welt zu verringern.
Und bitte komm' mir nicht wieder mit "den Verantwortlichen", um von Deiner eigenen Verantwortung und Deiner Bequemlichkeit abzulenken.
Wenn Du kein Fleisch mehr kaufst, wird weniger Fleisch "produziert", und dies mit den vorhersehbaren Folgen.

Shiba1
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Absolut richtig büffel!

ich lebe zwar nicht vegan, aber immerhin vegetarisch ohne Fleisch und Milch.
Ist im Übrigen kein Problem