Ansuchen mit RechtschreibfehlernSchulmanager geißelt häuslichen Unterricht und spricht von "Pfusch am Kind"

Claus Kastner, Leiter der Bildungsregion Obersteiermark Ost, schlägt angesichts der Vervielfachung der Abmeldungen von Kindern in den häuslichen Unterricht Alarm: "Was sich da abspielt ist ein Wahnsinn." Inoffizielle Lerngruppen werde man rigoros anzeigen.

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Auch in der Bildungsregion Obersteiermark-Ost haben sich die Abmeldungen von Kindern in den häuslichen Unterricht vervielfacht © Sujet: stock.adobe.com/contrastwerkstatt
 

Claus Kastner, Schulqualitätsmanager der Bildungsregion Obersteiermark Ost, ist alarmiert. "In unserem Bereich haben wir derzeit 150 Abmeldungen von Kindern in den häuslichen Unterricht. Das ist eine Steigerung um das Vierfache im Vergleich zu Normaljahren", meint er. Es gebe bereits auch erste Abmeldungen im Bereich höherer Schulen.

Kommentare (25)
eliweiss
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Pfusch am Kind passiert leider auch in der Schule.

Zum Glück selten, aber es kommt vor.
Die Freiheit, Kinder im Hausunterricht zu unterrichten, ist eine Wichtige, daher soll es nicht zu einer Schulpflicht wie in Deutschland kommen.
Lasst den Eltern weiterhin die Freiheit, die kommen schon drauf, wenn es nicht klappt.

fragment
3
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Rechtschreibfehler

Abgesehen von der fragwürdigen Wortwahl: man schreibt „geiselt“!

fragment
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Rechtschreibfehler selbst gemacht

Verwechslung, sorry! Trotzdem ist die Wortwahl fragwürdig.
KLZ bitte am Besten meine Kommentare löschen

lieschenmueller
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Ja, ja,

in Österreich gibt es etliche Leute mit einem - wie sagt der Mundl so schön - "gewissen Klopfer".

Ich muss es wissen ;-)

mobile49
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@lieschenmueller

eine befreundete lehrerin bekam von einer mutter , die sie wegen der schlechten lernerfolge des "hoffnungsvollen" nachwuchses kontaktiert hatte , folgende antwort : " mocht eh nix , mei mau hod a nix glernt und hod a orwat "

was soll man da noch ausrichten ?

lieschenmueller
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@mobile49

Fiele mir nur inetwa ein, dass learning by doing in der heutigen Zeit nur mehr die Ausnahme ist.

Ab und zu lese ich kopfschüttelnd Facebook-Accounts von mir zumindest vom Sehen her Bekannten. Diese Ergüsse, oft ins Esoterische gehend, man weiß nicht, soll man so tolerant sein und es zumindest akzeptieren, dass wir natürlich nicht alle gleich ticken oder die halbe Welt infrage stellen?

Aber vielleicht kann ein Schamane es besser, und aus deren Kindern wird mal was ganz Tolles. Oder so.

mobile49
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@lieschenmueller

manches mal kann man kaum glauben , was man alles liest , hört und sieht ,
aber man sucht dann immer irgendeine "entschuldigung" - vielleicht haben die das doch nicht so gemeint - oder so !?!

ich würde ja gerne darüber lachen , es ist aber doch zu traurig und manchmal richtig tragisch

madermax
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Das Gesetz zum häuslichen Unterricht...

stammt aus dem Jahre 1985, einer Zeit in der Informatik und Computer noch Fremdwörter waren und der Kalte Krieg im Unterricht Hauptthema war. Und das Gesetz sieht vor das jeder Unterrichten darf, egal ob 95j Oma, der Joschy Bauer, oder der Analphabet.

Vielleicht, aber nur vielleicht sollte man das Gesetz mal überdenken und anpassen. Vl. als Grundvoraussetzung wenigstens ne Matura?

jaenner61
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meiner meinung nach

ist das kein pfusch am kind, sondern in den allermeisten fällen ein ein verbrechen am kind! die größte frechheit ist, das diese eltern nicht mal die fähigkeit und das wissen zu unterrichten nachweisen müssen.

pescador
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Ansuchen mit Rechtschreibfehlern

Ja, da überschätzen sich einige Eltern ganz gewaltig. Leider zum Schaden der Kinder.

strohscw
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Ich bin ja kein Lehrer,

aber mir ist klar, dass ein großer Unterschied darin besteht etwas zu wissen und dies dann auch kindgerecht dauerhaft vermitteln zu können.

Morpheus17
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... und warum

Das Schulsystem hat in der Coronazeit völlig versagt. Kein Wunder, dass bildungsafine Eltern sich hier Sorgen machen. Ob bei einem nicht funktionierenden Schulsystem oder im Privatunterricht mehr gepfuscht wird, ist Betrachtungssache. Eines ist allerdings sicher, wenn derzeit fast täglich eine Unterrichtsstunde für Coronatest verschwendet wird, dann hat dieses Schulsystem ein Effizienzproblem.

mobile49
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den "seinen" gab` s der herr im schlaf

und das im wahrsten sinn des wortes
ironie off

johannisbeere
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Ich liebe es, wenn jemand "schlaue" Wörter verwenden will...

Man schreibt es "bildungsaffin". Der Coronatest dauert im Übrigen ca. 10 Minuten.

DannyHanny
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Morpheus

Wir wissen wie Sie zu Covid19, den Massnahmen, Impfungen usw. stehen! Nur hier geht's um mehr als Ihre Abneigungen und Ihre Ansichten " die Schule hat versagt"!
Hier geht es darum, das den Kindern adäquate Bildung, Sozialkontakte, die " Erfahrung" Schule vorenthalten wird!
Auf die Schule seinen Schwall an Abneigung ( was auch immer Sie umtreibt) loszulassen,befriedigt wenigstens Ihr Ego aber ändert nichts an der ganzen Misere.....und die heisst Covid19!
Gestern ein Gespräch mitgehört : Lasst doch diese Id***eneltern, das Land braucht Hilfsarbeiter! Und das kann es doch nicht sein!!!

Mein Graz
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@Morpheus17

Also völliges Versagen des Schulsystems konnte ich in meinem Verwandten- und Freundeskreis nicht feststellen.
Es gab allerdings Unterschiede beim Home-Schooling, abhängig von der Motivation der Lehrer. In den meisten Fällen waren die Lehrer aber echt super unterwegs, sie haben sich bemüht und auch viel erreicht.
Nur in einzelnen Fällen ging es leider komplett daneben.

Mehr gepfuscht wird m.E. sicherlich im Privatunterricht. Wenn Eltern unterrichten sollen die nicht einmal die einfachsten Rechtschreibregeln beherrschen, wie sollen da die Kinder etwas lernen?
Ganz abgesehen von der sozialen Komponente, die viele Eltern auf Grund der eigenen verqueren Ansichten den Kindern völlig versagen.

Mein Graz
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Unterrichtspflicht

Mit diesem Gesetz wird es den Eltern sehr leicht gemacht, ihren Kindern einen guten Start durch hochwertige Ausbildung zu verbauen, sie stehlen den Kindern Sozialkontakte, die sie nie mehr nachholen können.

Bevor Eltern ihre Kinder vom Schulunterricht abmelden dürfen müssten sie die Befähigung nachweisen, dass sie die Kinder unterrichten können, sie müssen nicht nur den Stoff beherrschen sondern auch die pädagogischen Fähigkeiten mitbringen.
Während des Jahres müsste nachgewiesen werden, dass die Kinder ausreichend Kontakte mit Gleichaltrigen haben, das Können des Unterrichtsstoffes darf keinesfalls nur am Ende des Jahres abgefragt werden sondern laufend.
Und die Kinder müssten durch speziell ausgebildete Psychologen alle paar Monate befragt/betreut werden, damit es nicht zu psychosozialen Einschränkungen kommt.

Das klingt hart. Es wäre allerdings zum Schutz der Kinder, denn dieser muss in vielen solchen Fällen wohl vom Staat übernommen werden, wenn die Eltern versagen.

pescador
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@Mein Graz

Da stimme ich dir voll zu. Das Gesetzt sollte dringend reformiert werden. Bisher gab es dazu keinen Anlass. Corona hat aber alles verändert.

Wambacher
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Kinder in die Schule

Nicht umsonst machen PädagogInnen eine mehrjährige Berufsausbildung und Fortbildungen. Kinder gehören aber vor allem wegen des sozialen Lernens in die Schule mit allen Erfahrungen, Härten und schönen Seiten. Soziale und emotionale Kompetenz sind zwei der wichtigsten Fähigkeiten fürs Leben. Zuhause im geschützten Rahmen werden Kinder, wie ich finde, in dieser HInsicht nicht ausreichend "trainiert".
Kinder gehören deshalb mit mindestens 4 Jahren in den Kindergarten und danach in die Schule! Ob diese Zeit gelingt, hängt allerdings wiederum davon ab, welche Kompetenzen die Pädagogen haben, wie die Einrichtungen aufgestellt sind und vom Schulsystem, damit das Kind in einem guten Umfeld lernen kann. Und da liegt oftmals der Hund begraben

SoundofThunder
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🤔

Entweder wird die Schulpflicht eingeführt oder das Kind wird mit einer Jahresprüfung konfrontiert dass es niemals besteht. Und die selbsternannten Pädagogen,die glauben dass sie besser unterrichten können als die Lehrer,müssen selber eine Befähigungsprüfung ablegen bevor sie das Kind von der Schule abmelden. Die fallen eh alle durch.

DannyHanny
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Diese " Eltern"

Opfern die Zukunft ihrer Kinder.....dem eigenen Egoismus, dem Glauben an die Youtube, Facebook, Telegram..... "Wahrheiten"!

DergeerdeteSteirer
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Es ist im höchsten Maße unverständlich und von schon hetzerisch was Eltern in WhatsApp-Gruppen initiieren, was Claus Kastner anspricht hat völlige Richtigkeit, ..............................

In Deutschland z.B., wo es eine "Schulpflicht" gibt, herrscht in Österreich nur eine "Unterrichtspflicht", genau dies gehört dringlich zum Wohle der heranwachsenden auch in Österreich mit der "Schulpflicht" im gesetzlichen Vorgaben verankert.

Den "siebeng'scheiten" Eltern in WhatsApp-Gruppen gehört da mal der Riegel vorgeschoben und mal dezidiert vor Augen gehalten was sie ihrem Nachwuchs für Hindernisse und Hürden im weiteren Leben hinstellen !!

DocMike81
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typisch Österreich

ohne auch nur einmal mit Eltern/Kindern gesprochen zu haben, die eine solche Ausbildung daheim genossen haben, schimpfen Sie in alter österreichischer Manier drauflos. Alles muss gleichgemacht werden in Ö, armes Land..

DannyHanny
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Doc!

Wir reden hier nicht von Eltern, die sich Privatschulen leisten können, die selbst ausgebildete Pädagogen sind oder ähnliche Ausbildungen haben!
Wir reden von Eltern, die glauben ein Stäbchen Test schädigt die Kinder, die glauben, an der Maske ersticken Kinder usw.
Und von Eltern, die es nicht schaffen einen Antrag ohne Rechtschreibfehler zu schreiben, die Bildung weitergeben sollen, die sie aber selbst nicht besitzen!

Industriefreund
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Absolut berechtigt

Den Aussagen von Herrn Castner ist Nichts hinzuzufügen, sie sind absolut berechtigt.