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StatistikKalsdorf legt zu, Frohnleiten mit Zuversicht

Kalsdorf erhält 2019 um 180.000 Euro mehr an Ertragsanteilen. Im Süden weiter Bevölkerungszuwachs.

Kalsdorf liegt in Front
Kalsdorf liegt in Front © Jürgen Fuchs
 

Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria sind richtungsweisend für die Kommunen. Denn die Bevölkerungsentwicklung ist die Grundlage für den Anteil von Gemeinden und Bundesländern am Topf der Bundessteuern. Bei diesen Ertragsanteilen sahnt vor allem Kalsdorf derzeit groß ab, denn durch ein Bevölkerungsplus von 260 Einwohnern, stehen der Kommune plötzlich fast 200.000 Euro mehr zur Verfügung. „Schönes Geld“, das in Wahrheit aber auch für den Zuwachs gebraucht wird, wie Bauausschuss-Obmann Peter Tabor aufrechnet: „Durch den Wachstum muss die Infrastruktur angepasst werden, nächstes Jahr eröffnen wir etwa einen dritten Kindergarten, der das Zehnfache der Ertragsanteilsteigerung ausmacht.“

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Gemeinden in Graz-Umgebung verzeichneten im vergangenen Jahr ein Plus von mehr als 100 Einwohnern gegenüber dem Vorjahr. Kalsdorf (+260), Feldkirchen (176), Premstätten (136) und Seiersberg-Pirka (123).

Neben Kalsdorf hat auch Feldkirchen bei Graz gehörig zugelegt. Dort sieht Bürgermeister Erich Gosch das ähnlich. „Wir tun viel dafür, dass die Menschen bei uns auch Heimat finden. Wir bauen einen Park, das Gemeindeamt wird umstrukturiert, Bauhof und Reststoffsammelzentrum werden erweitert, die Kinderbetreuung ausgebaut – Zuzug bedeutet eben auch enorme Investitionen.“

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Einwohner (+41 zu 2017) hat Gratwein-Straßengel und ist damit größte Gemeinde im
Bezirk. Mit 725 Einwohnern (+5) ist Stiwoll die kleineste Kommune im nach Linz schnellst wachsenden Bezirk Österreichs.

Zwar zieht es offenbar die meisten Menschen in den Grazer Süden, aber auch der Norden legt zu. Gratkorn etwa verzeichnet ein Plus von 81 Einwohnern, Gratwein-Straßengel kommt noch auf 41. Ein Minus machten allerdings neben Nestelbach (-31) und Wundschuh (-6) auch Peggau (-24), Semriach (-34), Weinitzen (-16) und Übelbach (-1), allesamt Kommunen im Norden von Graz. Schlusslicht Frohnleiten (-54) sieht sich dennoch nicht als Verlierer. Bürgermeister Johannes Wagner: „Derzeit werden 200 Wohneinheiten bei uns gebaut, der Trend ändert sich, GU-Nord wird immer beliebter.“ Die durch die aktuelle Statistik verlorenen 39.000 Euro seien „hoffentlich nur ein kurzer Schmerz“.

Kalsdorfs Peter Tabor sieht die Entwicklung generell  aber problematisch: Hauptprobleme sind Verkehr und Verlust der Grünfläche. „Das können aber nicht die Kommunen lösen.“

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