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Versäumnisse geortetPolitik reagiert auf Enthüllungsbuch über Grazer Moscheen

In der Steiermark ortet man nach den Berichten über radikale Moscheen in Graz dringenden Handlungsbedarf.

Die Moschee in der Hans-Groß-Gasse in Graz ist offiziell geschlossen – Aktivität ist dennoch zu beobachten © Juergen Fuchs
 

Das Buch des deutsch-pakistanischen Journalisten Shams ul-Haq über seine Undercover-Recherchen in Grazer Moscheen hat in der steirischen Politik erste Reaktionen ausgelöst. Der stellvertretende Landeshauptmann Michael Schickhofer beklagte Versäumnisse in der Politik und machte dafür hauptsächlich die Bundespolitik verantwortlich. In Graz seien dringend tatverdächtige Jihadisten nach wie vor auf freiem Fuß, reklamierte der SPÖ-Politiker, der in der Steiermark als Vize-Landeschef für Sicherheit und Katastrophenschutz zuständig ist.

Die Berichte des Investigativreporters ließen „einmal mehr Versäumnisse der letzten Wochen und Monate zum Vorschein kommen“, betonte Schickhofer. Er werde diese Vorgänge nicht akzeptieren und ortete Handlungsbedarf: „Radikale und extremistische Vorgänge haben in der Steiermark keinen Platz. In unserem Land hat sich jeder und jede an unsere Spielregeln zu halten“. Er forderte: „Wenn sich wer nicht an die Gesetze hält, muss hart durchgegriffen werden.“

Initiative im Gemeinderat

Ähnlich sieht das auch der steirische FP-Klubobmann Armin Sippel. Ihn habe nach eigenen Worten vor allem die Passage in Haqs Buch über die Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen aufgeschreckt. „So ist beispielsweise auf Seite 21 gegenständlichen Buches von Kindern im Vorschulalter die Rede, die Islam- und Koranunterricht erhalten, wobei die Imame bei der Wahl ihrer pädagogischen Mittel durchaus nicht zimperlich sind“, stellt Sippel heraus. Er sehe damit langjährige Befürchtungen seiner Partei bestätigt. In diesem Punkt müsse nun behördenübergreifend zusammengearbeitet werden. Bereits im kommenden Gemeinderat wolle er eine Initiative einbringen, um im Interesse des Jugendschutzes entsprechende Maßnahmen einzufordern.

Auch in der Bundespolitik ist einiges in Bewegung geraten. Die Liste Pilz hat sich bereits beim Buchautor Shams ul-Haq ausführlich über dessen Recherchen in Österreich informieren lassen und prüft nun weitere Schritte auch auf nationaler Ebene.

Kommentare (5)

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"Parallelen zur Realität" die man aus dem "Buch des deutsch-pakistanischen Journalisten Shams ul-Haq über seine Undercover-Recherchen in Grazer Moscheen" aufzeigen kann und nach den eigenen Angaben des Autors zeigen, wie es funktioniert, wie unterschwellig, ohne das man dem Redner, oder Autor etwas offentsichtlich strafrechtliches nachweisen kann. Und es wird auch schwierig etwas dagegen zu unternehmen, den ohne die tatsächlich ausgesprochene, geschriebene Hetze bleibt es bei einer Interpretation des Gesagtem und wird nicht zur Tat die man gesetzlich unterbinden kann.

Wo sind die "Parallelen zur Realität" in der österreichischen Politik, wer kennt nicht die Reden und das Geschriebene mancher FPöler, das gleiche Vorgehen, die gleiche, eher selten gesetzlich angreifbare Diktion der sogenannten "neuen Rechten", wie Shams ul-Haq beim interview sagte:"Wenn er „Kuffar“ sagt, dann betont er das Wort besonders, zieht am Ende die Stimme nach oben und lässt das „r“ kräftig rollen. Er schreit es fast in die Gläubigen hinein und erzeugt so ein starkes Gefühl. Er liest zunächst langsam und leise, dann immer lauter und intensiver einen Vers aus dem Koran vor und lädt die Zuhörer im Moscheeraum emotional auf. Immer wieder streut er das Wort „Kuffar“ ein und am Ende möchte man am liebsten aufstehen, auf die Straße rennen und jemanden attackieren in dieser wütenden Stimmung. Der Imam aber hat nicht direkt zu einer Tat aufgerufen."

Man braucht jetzt nur ein paar Worte tauschen, "Bierzelt, Burschenschaften oder RFJ (Ring Freiheitlicher Jugend), Wähler oder Sympathisanten, Ausländer, Migranten oder Asyl...." und schon haben wir einen gleichwertigen Artikel.
In welchen Medien ob info.direkt, unzensuriert, compact, Wochenblick, ..... es ganz offen so dargegeben wird, oder ein Fpö Politiker auf FB.
Das dies von vielen negiert wird, hier in dem Forum aber zurecht auch verurteilt wird, lassen es im Licht schon sehr schräg aussehen, auf der einen Seite die Vorverurteilung und auf der anderen Seite das Blind sein, obwohl es die gleiche Vorgehensweise ist.

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gerbur
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Ein Trittbrettfahrer der aufgeheizten Situation

bringt ein Buch heraus und schon bricht Hysterie aus ehe man noch die Behauptungen überprüft hat.

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Elli123
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Michael Schickhofer macht die Bundespolitik verantwortlich.

Typisch....immer die Schuldigen wo anders suchen...

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dizeit
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Blender

Nur Gebetshäuser und Räume zu sperren wird m.E. zu wenig sein, damit werden wir dieses Gedankengut ganz sicher nicht los werden.

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schulzebaue
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Wie

Naiv muss man sein die aktuellen Zustände auf Versäumnisse der Bundespolitik der letzten Wochen und Monate zu reduzieren. Blendgranaten werfen und seine eigene Verantwortlichkeit verleugnen, das ist der Weg der Sozialisten.

Die Aussage des Herrn Landeshauptmann Klingt ein wenig nach Fake news. Ach nein. Das sind ja immer. Ur die Rechtspopulisten.

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