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WasserqualitätBaden in der Mur: Das sagen die Experten

Schon jetzt wird die Mur im Raum Graz von Wassersportlern genutzt, auch Badende werden immer wieder gesichtet. Warum man das Murwasser besser nicht schlucken sollte.

Schön anzusehen - ein Bad in der Mur empfiehlt sich aber nicht
Schön anzusehen - ein Bad in der Mur empfiehlt sich aber nicht © Jürgen Fuchs
 

Radeln, spazieren gehen, paddeln, rudern - all das machen die Grazer gerne an und auf der Mur. Unerschrockene nutzen den Fluss auch jetzt schon, um sich darin abzukühlen. Im Bereich des Freizeitareals Auwiesen im Grazer Süden, aber auch in Weinzödl kann man immer wieder Badende beobachten. Sehr zum Ärger von Tierbeobachtern, denn im Bereich des Zuflusses des Andritzbaches wurde ein Vogelschutzgebiet eingerichtet. „Trotz des Zutrittsverbots sind immer wieder Badende anzutreffen“, schildert Ornithologe Emanuel Lederer.

Dabei ist die Mur für Schwimmer nicht ungefährlich, selbst wenn sie sich von starken Strömungen fernhalten. „Chemisch und ökologisch gesehen hat sich der Fluss verbessert, die mikrobiologische Qualität hinkt jedoch hinterher“, so Franz Mascher vom Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz.

Salmonellen und Kolibakterien

Ein Jahr lang hat er in einer groß angelegten Studie das Murwasser entlang der gesamten steirischen Fließstrecke analysiert. Erfasst wurde dabei unter anderem die Belastung mit Salmonellen und Kolibakterien. Das Ergebnis: „An keiner Messstelle waren die bäderhygienischen Anforderungen erfüllt“, erklärt Mascher. „Es hat sich nichts Wesentliches geändert“, unterstreicht er die Aussagekraft der Studie, auch wenn sie sieben Jahre zurückliegt. „Als Badegewässer ist der Fluss nicht geeignet“, so sein Fazit. Murwasser zu schlucken, sei ein „hygienisches Risiko“.

Ein Hoffnungsschimmer für alle, die beim Schwimmen in der Mur keinen Magendarminfekt riskieren wollen: der zentrale Speicherkanal. Mit ihm werden Abwässer auch bei Starkregen nicht mehr ungeklärt in die Mur fließen. „Aus hygienischer Sicht ist das sinnvoll, wie es sich praktisch auswirken wird, bleibt abzuwarten“, so Mascher.

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checker43
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Kein Hoffnungsschimmer

"Ein Hoffnungsschimmer für alle, die beim Schwimmen in der Mur keinen Magendarminfekt riskieren wollen: der zentrale Speicherkanal. Mit ihm werden Abwässer auch bei Starkregen nicht mehr ungeklärt in die Mur fließen. „Aus hygienischer Sicht ist das sinnvoll, wie es sich praktisch auswirken wird, bleibt abzuwarten“, so Mascher."

Der ZSK verändert an den von außerhalb von Graz zuströmenden Keimen und an Nicht-Starkregentagen (wo auch aus der Grazer Kanalisation nichts in die Mur gelangt) gar nichts. Und der Grazbach fließt auch nach Fertigstellung des ZSK in die Mur.

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wabra149a
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Unabhängig davon

wird sich wohl die Wasserqualität im Staubereich des Murkraftwerks verschlechtern.

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