Tag für Tag treten sie bei jedem Wetter in die Pedale. Gestern traten sie stattdessen in Streik. Die Fahrradbotinnen und -boten des Anbieters Lieferando machten bei einem Warnstreik in Graz – wie auch in Wien, Innsbruck und Klagenfurt – auf ihrer Arbeitsbedingungen aufmerksam. Denn während sie bei Eiseskälte, strömendem Regen oder drückender Hitze im Straßenverkehr unterwegs sind, damit die Kundschaft gemütlich zu Hause Restaurant-Essen genießen kann, ist ihr Kollektivlohn von 1.730 Euro brutto bei einer 40-Stunden-Woche immer noch gefährlich nah an der Armutsgrenze von rund 1.400 Euro in Österreich. Aktuell geht es um eine Teuerungsabgeltung. Das Angebot der Arbeitgeber lag zuletzt bei 5,8 Prozent. Die Gewerkschaft vida fordert zumindest die Abdeckung der rollierenden Inflation in Höhe von 8,7 Prozent.