Das Schreiben aus London traf am Montagabend, kurz vor 22 Uhr, ein. Franz Parteder, KPÖ-Urgestein und Lebensgefährte der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr, leitete es um 2.32 Uhr an die Redaktionen weiter. Der Inhalt: Kahr wurde Weltmeisterin! Die KPÖ-Chefin wurde mit dem „World Mayor Prize“ ausgezeichnet. Dabei ging es weder um die Partei hinter Kahr noch um deren Ideologie – und die vermeintliche Nichtabgrenzung davon, welche die Grazer Opposition der Bürgermeisterin genauso wiederholt vorwirft wie die „Almosenpolitik“. Vielmehr begründete die Jury mit Kahrs „selbstlosem Einsatz für ihre Stadt und deren Bewohner“, die 62-Jährige habe bewiesen, dass Lokalpolitik mit Bürgernähe „zwingend und erfolgreich sein kann“. Und der Umstand, dass sie einen Großteil ihres Gehalts spende, habe weltweite Aufmerksamkeit erregt.
Elke Kahr
Grazer Bürgermeisterin erhält „World Mayor Prize“
In der Nacht auf Dienstag schickte Londoner Institution liebe Grüße nach Graz: Bürgermeisterin Elke Kahr wurde für „selbstlosen Einsatz für ihre Stadt“ ausgezeichnet.
© Jürgen Fuchs