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Neue Reifeprüfung

Sie haben die Zentralmatura hinter sich

Die ersten Kandidaten haben die mündliche Prüfung zur Zentralmatura bereits erledigt. Wie jene am Akademischen Gymnasium in Graz. Es herrscht Erleichterung, auch wenn es "richtig harte Arbeit" war.

Maturanten Moritz Zachhuber, Teja Stüwe, Jonatan Wimmer © Gery Wolf
 

Khatia Meladze zieht eine weiße Kugel mit einer Zahl darauf aus einem Gefäß. Mit Lotto hat sie an diesem Tag zwar nichts zu tun. Zu holen gibt es trotzdem Großes: die Matura. Endlich. Danach kann sich Khatia als eine der Ersten in der Steiermark in den Lebenslauf schreiben, die Zentralmatura absolviert zu haben.

Doch vorher wartet auf die Kandidatin und ihre 63 Kollegen am Akademischen Gymnasium in Graz noch Arbeit. Die „dritte Säule“ der neuen Matura, die mündliche Prüfung, ist nach schriftlicher Klausur und vorwissenschaftlicher Arbeit zu erledigen. Geändert hat sich für die Maturanten, dass sie ihre Themen blind aus dem gesamten Stoff der Oberstufe ziehen. Der Zufall entscheidet.

Zur Not in den Garten

Aus zwei Themenbereichen wählen sie dann einen aus und bekommen daraus eine Aufgabenstellung. Je zwei nummerierte Tischtennisbälle holen die Kandidaten im Akademischen Gymnasium dafür aus den insgesamt vier silbernen, vasenartigen Gefäßen, die Direktorin Hildegard Kribitz gekauft hat, „weil man die bei weiteren Änderungen der Zentralmatura zur Not auch in den Garten stellen kann“.

Doch die Querelen im Vorfeld der neuen Reifeprüfung spielen an diesem Tag keine Rolle. Sondern der Prüfungsstoff. Die Fragen. Die Hitze. Die Nerven.

Herausforderungen

„Boah, ich bin nervös“, sagt Jonatan Wimmer, bevor er an einem Tisch zwischen zwei grünen Schultafeln beginnt, über Gleichstromkreise zu sprechen. Der Maturant im schwarzen Anzug erklärt Kirchhoffsche Regeln, Spannung und Serienschaltungen im Haushalt. Nach der Frage des Physikprofessors folgt eine Schrecksekunde, dann ein erleichtertes „Ah ja . . .!“

Die Schüler müssen bei der mündlichen Matura nämlich nicht nur angelerntes Wissen wiedergeben, sondern auch reflektieren und Schlüsse ziehen. „Das ist schon anders, als es bei der alten Matura war“, sagt Kribitz. Die Umstellung auf die Zentralmatura sei aufregend gewesen.

Und das Gefühl jetzt, so kurz vor dem Ziel? „Es ist eine große Erleichterung.“ Die Matura, so die Direktorin, sei im Akademischen Gymnasium bisher sehr gut ausgefallen, „aber es war richtig harte Arbeit“.

Sie können präsentieren

Bei der Arbeit sind gerade auch Teja Stüwe und Moritz Zachhuber. Teja spricht vor der fünfköpfigen Kommission – Fachlehrer, Beisitzender, Klassenvorstand, Direktorin und Vorsitzende Renate Oswald – über Automotoren und Benzin. Moritz bereitet sich inzwischen auf das Thema „Lernen und Gedächtnis“ vor.

Die Maturanten sind bereits erprobt im Auftritt vor einer Kommission. Schließlich haben sie auch schon ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten so präsentiert. Doch das ist bereits Geschichte. Denn eines hat sich auch mit der Zentralmatura nicht geändert: Gefeiert wird am Ende ausgelassen.

Von Sonja Hasewend

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Danke für Ihr Verständnis.

robert80graz
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traurig, welche kommentare hier zu lesen sind.

Die neue Matura ist eine grosse Herausforderung. Gratulation an alle, die es geschafft haben und alles Gute für jene, die im Herbst nochmal ran müssen.
Und für die Neider und Nörgler... Immer nur schreien... früher war alles besser bzw mehr zu leisten...
haben Sie sich ernsthaft mit der neuen Matura auseinandergesetzt?
Ich schon, da ich heuer selbst 16 Maturanten aus Chemie habe. Und die lernen brav wie die Wahnsinnigen.
und ich bin auf die Leistungen gespannt und fiebere selber mit, dass alles gut läuft.

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the_critic
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Stimmt schon, viele reden groß daher ohne sich wirklich mit (der neuen Form) der Matura auseinandergesetzt zu haben.
Als die österreichweiten Maturaaufgaben veröffentlicht wurden, habe ich mir die Mathematikaufgaben aus Interesse selber angesehen. Ich kann natürlich keinen Vergleich zu den letzten Maturaprüfungen ziehen. Allerdings kann ich mich zurückerinnern eine wesentlich anspruchsvollere Mathematikmatura geschrieben zu haben. D.h. zumindest auf diesem Gebiet erscheint mir Kritik berechtigt, darüber kann man aber selbstverständlich nicht die gesamte Matura bewerten. Die Idee der Zentralmatura finde ich im Übrigen sehr gut.

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Jeder gelernter Berufler hat mehr Können und Hausverstand, als diese Maturanten die nicht mal Kopfrechnen können und kein gutes Deutsch, sowie die Rechtschreibung und sich einen ganzen Haufen darauf einbilden.

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the_critic
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@fipsal

Wenn Sie sich schon über die sprachlichen Schwächen anderer echauffieren, dann sollten Sie zumindest mit gutem Beispiel vorangehen.

Vor "sowie" steht kein Komma. Außerdem rate ich zur Wiederholung der Deklination von Adjektiven (hier in Verwendung des Partizip II).

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Scaurus
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Komplexe?

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*lol* du bist lächerlich fipsal,

aber das ist nix neues. der neid ist ein schwein.

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Eija, ich habe auch vor sehr langer Zeit maturiert,

da hat man nicht so ein Kasperltheater um eine Matura gemacht. Alle hatten sie bestanden, an einem Samstag vormittag und die weiße Fahne wurde aufgezogen ... das wars !!

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rbf3snbrr84cl4t9t9mjl1yarkrpubz1
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tjo damals

hat mans euch auch noch leicht gemacht....mit der zentralmatura ist ihnen der große wurf richtung orwellscher staat gelungen...

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OCIR
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Schämen Sie sich

müssen Sie die Maturanten und ihre Leistungen herunter machen bzw. beleidigen. Ich bin mir sicher alle haben viel gelernt und das sollte man wertschätzen.

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