Seit mehreren Wochen werden vermehrt Gruppen geflüchteter Männer am Grazer Hauptbahnhof registriert. Sie kommen teilweise mit Zügen an oder werden mit Bussen von der burgenländisch-ungarischen Grenze (Nickelsdorf) in die Steiermark gebracht. Sie alle haben eine Zugfahrkarte – wie in einem aktuellen Fall von Graz nach Wels. "Die Männer haben ein Ticket mit dem Ankunftsort und einem Zettel zum Asylrecht auf Arabisch erhalten, aber keine Adresse, wo sie hinmüssen", erzählt Petra Leschanz, Mitbegründerin von Border Crossing Spielfeld, die bei ihrer Ankunft mit den Männern gesprochen hat.
Kritik von NGOs
Asylsuchende werden mit dem Zug quer durch Österreich geschickt
Um die Polizei an den Grenzen zu entlasten, werden Asylsuchende mit dem Zug zur Erstbefragung geschickt. Immer wieder müssen Flüchtlinge auf Bahnhöfen übernachten. NGOs kritisieren schlechte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.
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