Homeschooling-Mütter im Gespräch"Wir sind keine Revoluzzer"

Isabella Hatzl und Gundi Minutillo zählen zu knapp 1100 Eltern, die ihre Kinder nun daheim unterrichten. Auf der Suche nach dem Warum.

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Die Mütter Gundi Minutillo (l.) und Isabella Hatzl (re.) besuchten beide als Kinder ganz regulär die Schule © Hanschitz/KLZ
 

Homeschooling – ein Wort, das viele in der Coronakrise nicht mehr hören können. Anders ist das bei Isabella Hatzl und Gundi Minutillo. Die Mütter haben sich selbst dafür entschieden, ihren Nachwuchs zu Hause zu unterrichten. Knapp 1100 steirische Kinder und Jugendliche wurden für das kommende Schuljahr von der Schule abgemeldet – so viele wie noch nie. Die meisten führen die Corona-Maßnahmen als Grund dafür an.

Kommentare (21)
wolff02
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Da hat wer Angst......

... das es besser funktioniert als gedacht. Es wird von der Behörde auch sofort gedroht das man überprüfen will ob aus einer freiwilligen Gruppenbildung nicht eine Privatschule wird die natürlich nicht erlaubt ist. Für mich wäre es als Elternteil nur logisch eine Gruppe mit gleichaltrigen Kindern zumachen und den Unterricht zwischen den Eltern zusplitten. Da ja auch die verschiedenen Eltern unterschiedliche Kompetenzen und Wissen mitbringen. Zumindest im Bereich der Volksschule finde ich das eine gute Alternative und es würden sich wahrscheinlich auch pensionierte Lehrer finden die sich gerne in so einem Unterricht einbringen.

selbstdenker70
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...

Soll doch jeder machen wie er will. Es gibt genug Länder bzw Gebiete auf dieser Welt, auch in den sogenannten Industriestaaten, wo der Heimunterricht schon ewig , und mit Erfolg, praktiziert wird. Die soziale Kompetenz der Kinder entsteht auch ohne Schule. Die Kinder haben ja ein normales Leben mit Freunden, Aktivitäten ect . Sind ja nicht im Keller eingesperrt.

bond007
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Ja eh, aber

viele machen das nicht aus Überzeugung, sondern aus Trotz. Und diese Eltern können keinen Unterricht zu Hause machen. Was das für die Kinder heißt, ohne Freunde in einer Klassengemeinschaft und dann ein Test im ganzen Schuljahr. Stellen sie sich das Kind vor, wenn es diesen nicht schafft und die Klasse vllt. wiederholen muss. Das wäre fürndss Kind fatal.

petera
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Schule ist ja nur zu einem kleinen Teil Inhalte lernen

Der überwiegende Teil ist soziale Interaktion, Kommunikation und Kompromissbeteitschaft.

Vor allem kleineren Kindern geht beim Unterricht zu Hause sehr viel ab.

Ragnar Lodbrok
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Den Kindern fehlt komplett der soziale

Kontakt zu so vielen anderen Kindern wie möglich. Wer soetwas mit einem Hund macht, wundert sich dann später warum er plötzlich einen Beißer zu Hause hat. Was kann aus den Kindern werden? Empathielose Soziopathen?

Ragnar Lodbrok
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Auch so kann man

sich psychisch kranke Kinder züchten. Bin mir sicher, daß dann garantiert "die anderen" schuld sind.

arrigo
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Homeschooling

Ich finde es nicht gut, dass der Begriff "Homeschooling", wie in der Zeit der Lockdowns der von Schulen unterstützte und begleitete Unterricht bezeichnet wurde, nun immer wieder im Zusammenhang mit dem häuslichen Unterricht verwendet wird. Denn dieses "Homeschooling" hat mit dem hier beschriebenen häuslichen Unterricht nicht viel gemeinsam.

Umea
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Heimunterricht

Ich verstehe viele Dinge nicht. Auf der einen Seite wird immer beklagt dass Frauen nicht arbeiten gehen können, weil.... zu wenig Kinderbetreuungsplätze... während der Lockdownzeit viel zuviel Stress... zu geringe Bezahlung und, und, und.
Vor allem Alleinerzieher.
Nächste Forderung... ein Gehalt für den Heimunterricht.... weil sie übernehmen Lehraufgaben.
Wie verrückt ist die Gesellschaft geworden.
Das Ego im Vordergrund und keine Gedanken an die Kinder... was tut man diesen Kindern an.
Sehr, sehr traurig ist es in der heutigen Gesellschaft geworden.

cleo99
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Diese Beispiele sind nicht das Problem....

...hier wurden 2 Familien porträtiert, von denen ich schon denke, dass der Heimunterricht aufgrund des Umfeldes klappen wird, wobei ich es persönlich trotzdem nicht ganz nachvollziehen kann, warum man das unbedingt machen möchte, da viele Punkte nach wie vor nicht erfüllt werden können (Konflikte mit Lehrern und Nicht-Freunden... ist nicht dasselbe wie in der Familie) Und wie man sich das finanziell überlegt, würde mich persönlich auch interessieren, abgesehen vom Unterrichtsthema. Aber das große Problem sind dieses Jahr nicht solche Familien, sondern diese, die ihre Kinder völlig unüberlegt und nur aus Prinzip aus der Schule nehmen, um es der Regierung "zu zeigen", weil sie glauben, dass ihre Kinder ein Trauma erleiden etc. etc., denen es in keinster Weise um die Schulbildung ihrer Kinder geht und die nicht einmal ansatzweise dazu in der Lage sind, die Kinder zu unterrichten. Leider sind diese schon selbst eher den bildungsfernen Schichten zuzurechnen, die das nicht einmal bemerken, dass sie das gar nicht auf die Reihe bringen können. Das ist das Schlimme, was auf dem Rücken dieser Kinder auf ihre Kosten ausgetragen wird. Der "Regierung" dafür die Schuld umzuhängen, ist billig und kurzsichtig. Ich "freue" mich schon auf die ersten Externistenprüfungen, da wird es wahrscheinlich ein böses Erwachen geben. Es ist jetzt schon abzusehen, dass dann der Pauschalvorwurf kommen wird, "sie lassen unsere Kinder absichtlich nicht durch"..., "so böse Prüfungen!"....die armen Kinder!!

calcit
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Es mag schon sein, dass in den Schulen nicht immer alles optimal läuft...

...und auch der Druck da und dort groß ist. Es stellt sich halt die Frage ob es den Kindern nicht gut täte in einem sozialen Verband zu lernen, aber sich auch der Konkurrenz/Wettberwerb zu stellen und auch mal Enttäuschungen kennenzulernen, hinzunehmen und zu bewältigen. Werden diese Eltern die diese Kinder aus der Schule nehmen nicht eher davon getrieben ihre Kinder "vor allem und jeden schützen zu müssen", ihnen in allen Lagen Probleme aus dem Weg zu räumen, alles kontrollieren zu müssen - Helikoptereltern?

Adler48
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Chaoten

Diesen Eltern sollte die Familienbeihilfe gestrichen werden. Den Kindern den Klassenverband vorzuenthalten, nur weil man auf wichtig machen will.

DannyHanny
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Weniger Druck zu Hause!!

Na dann viel Spass lieber Kinder......im Studium (?), In der Lehre, im Erwerbsleben.....in der freien Wirtschaft!
Aber vielleicht erledigen das auch die Mütter/ Väter....
Nicht das Die Kinderleins zu viel " Druck" haben!!

hkirchweger
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Einblick in das Großbürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts

Wenn die Töchter dann auch wie die Mutter Sportwissenschaften studieren, 5 Kinder kriegen und keinen Tag in einem bezahlten Beruf arbeiten müssen und die Söhne dank Vitamin B vom Papa in schönen Jobs unterkommen, ist es ja relativ egal, wenn sie ihr ganzes Leben den Druck nicht verspüren müssen, der bei den nicht privilegierten Gesellschaftsschichten den Alltag darstellt. Man sollte nur diese privilegierte Schicht, der das möglich ist und das erzkonservative Gesellschaftsmodell, das sie repräsentiert, nicht als Norm ansehen.

Marion88
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Schulpflicht

Ich finde das eine grosse Schweinerei das man die Kinder einfach abmelden kann und daheim Unterrichten kann! Würde ich als Minister überdenken und unterbinden!
Für viele ist das ja gar Finanzell gar nicht möglich, wenn beide Elternteile arbeiten gehen müssen, gar nicht zu reden bei denn Alleinerziehenden Müttern!,

Heike N.
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Naja,

Sie sind das beste Beispiel, dass man auch in der regulären Schule nicht sinnerfassend lesen lernt, so what?

calcit
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Sagt jemand der Anglizismen…

…verwendet…

Heike N.
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@calzit

Ein Anglizismus ist etwas anderes, das war das Einstreuen einer englischen Redewendung

Wenn du dich geistig duellieren willst, wäre es gut wenn du nicht unbewaffnet erscheinst🤘

Marion88
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Eltern

Naja, du bist auch so eine!!

Heike N.
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Klar, ich bin eine die sinnerfassend lesen kann

Deiner Logik nach zu Folge dürften andere Kinder dann auch nicht studieren gehen, nur weil du es dir nicht leisten kannst.

Marion88
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Studieren

Ich weiß ja nicht wenn es immer sinnvoll ist, nur weil man studieren geht, wenn man dann auch viel gescheiter ist wie die anderen??

mobile49
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@Marion88

"als" und "wie" wird auch von akademikern sehr oft falsch angewendet -
lass dich nicht unterkriegen

zum "menschsein" benötigt man keinen akademischen grad
es reicht das "herz am rechten fleck"