Häuslicher UnterrichtImmer mehr Eltern melden ihr Kind von der Schule ab

Knapp 1100 steirische Kinder werden ab Herbst zuhause unterrichtet. Nun will der Bildungsminister die Regeln dafür schärfen. Künftig soll es verpflichtende Beratungsgespräche und mehr Prüfungen für Externisten geben.

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Häuslicher Unterricht ist nicht zu verwechseln mit dem Distance Learning, in dem die Kinder von Lehrern Unterricht werden und Pläne erhalten
Häuslicher Unterricht ist nicht zu verwechseln mit dem Distance Learning, in dem die Kinder von Lehrern Unterricht werden und Pläne erhalten © APA/Erwin Scheriau
 

1097 Schulabmeldungen verzeichnet die Steiermark aktuell (bis 12. September läuft die Frist), Anfang August lag die Zahl noch bei 775. Betroffen sind vor allem Volksschülerinnen und -schüler. Vor einem Jahr waren es noch 423 Ansuchen. Das heißt: Die Anträge um häuslichen Unterricht haben sich in der Zeit mehr als verdoppelt. Schon in den vergangenen Jahren war ein leichter Aufwärtstrend bemerkbar, aber die Coronakrise hat die Situation befeuert. Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder selbst zuhause unterrichten, dieser Trend zeigt sich an den Zahlen in ganz Österreich. "Häuslicher Unterricht war auch schon vor Corona ein Thema, aber jetzt gibt es viele Eltern, die Antigen-Tests oder die Maske für ihr Kind vehement ablehnen. Manche haben Angst vor einer Zwangsimpfung", sagt Ulrike Schiesser von der Bundesstelle für Sektenfragen.

Kommentare (8)
CBP9
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Arme Kinder

Da werden sich noch einige Super-Eltern anschauen.

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Fürchten da einige

Lehrer um ihre Jobs?

Katerchen
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Studium

Lehrer*innen entscheiden sich bewußt für diesen Job, studieren jahrelang, werden Spezialist*innen in ihren Bereichen um den Kindern die beste Ausbildung zu geben. Aber Mama und Papa können das alles besser... damit nur noch mehr Prinzessinnen und Prinzen herumlaufen die alle hochbegabt sind (nur die blöden Lehrer*innen erkennen das nicht)

jojo81
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@Katerchen

Herrlich Ihr Kommentar :)

kornerfahne
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ganz schlau!

mimen die eltern auch die sozialen kontakte?

Sege
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Kinder

die in die Schule kommen dürfen keine Nachteile haben , soll heißen Klassen sollen aufrecht erhalten werden, auch wenn durch diese Abmeldungen eine geforderte Zahl unterschritten wird.
( die abgemeldeten könnten ja noch zurückkommen)

madermax
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Auch eine Semesterprüfung...

ist zu wenig. Zu meiner Schulzeit hatten wir wöchentlich Tests und jeden Freitag benotete Diktate.

Die Kids sollten mind. Quartalsweise eine Externistenprüfung ablegen. Rechnungstellung natürlich an die Eltern.

Der lehrende Elternteil muss keinerlei/Null Qualifikation oder Schulbildung mitbringen, kann theoretisch Analphabet sein. Jeder Junglehrer dagegen braucht mind. nen Bachelor/Master. Auch hier sollte nachgebessert werden...

HRGallist
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Bereits mehr als 1000

Ob diese Eltern, die im Home-Office vielleicht laut wegen Überforderung aufgeschrien haben, tatsächlich die besseren Lehrer sind und auch die entsprechende soziale Kompetenz besitzen, wird sich am Schuljahresende weisen. Wahrscheinlich schreien sie dann auch wieder laut auf, im Verein mit Juristen und FPÖ- Politikern, dass ihr Kind auf keinen Fall die Klasse wiederholen darf, da es keine vergleichbaren, „gerechten“ Bedingungen gegeben hat. Mal sehen, ob der Staat dann vor ihnen in die Knie geht, da es ja „WählerInnen“ sind.