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Testbetrieb im MurparkAbfüllstationen bei dm: Bringt das etwas?

Der Drogeriemark dm testet an zwölf Standorten Abfüllstationen für Bio-Geschirrspülmittel und Bio-Waschmittel. In der Steiermark läuft der Testbetrieb in der Filiale Murpark. Aber bringt das überhaupt etwas?

An solchen Abfüllstationen kann man sich Bio-Geschirrspülmittel selbst "zapfen" © Schwarz
 

Eine Milliarde Sackerl verbrauchen Österreicher jährlich. Da ist sicher einiges an Einsparung möglich und jeder kann Plastikmüll vermeiden. Aber ab wann zahlt sich das aus? Der Drogeriemarkt dm hat in der vergangenen Woche an zwölf Standorten in Österreich den Testbetrieb für eine Abfüllstation von Bio-Reinigungsmittel und Bio-Waschmittel gestartet.

Wie funktioniert es?

Kunden kaufen einmalig ein Leergebinde (1 Liter für Geschirrspülmittel und 1,5 Liter für Waschmittel) und befüllen es selbst in der Filiale. Ist das Mittel aufgebraucht, kommt man mit dem gereinigten Gebinde in die Filiale und füllt es wieder auf. "Die Produkte von Planet Pure basieren auf reiner Pflanzenkraft und sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Pro Nachfüllung sparen dm Kunden nicht nur Kosten, sondern auch bis zu 60 Prozent an Plastikmüll. So tragen die neuen Abfüllstationen gleich in vielerlei Hinsicht zum Umweltschutz bei", heißt es von dm.

Bringt das etwas?

Aber bringt das überhaupt etwas? Lukas Hammer, Plastikexperte von Greenpeace meint ja: "Die neuen Abfüllstationen von dm sind ein gutes Beispiel, wie man Wegwerfplastik im Alltag vermeiden kann. Behältnisse von Reinigungsmitteln sind wie alle Wegwerfplastikverpackungen eine große Belastung für unsere Umwelt. Aktuell werden mehr als 330 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr hergestellt. Diese enormen Mengen an Plastikmüll überfordern bereits heute die meisten Abfallsysteme und verseuchen Ozeane, Flüsse sowie Wälder und Städte."

Aktuelle Prognosen würden davon ausgehen, dass die weltweite Plastikproduktion in den kommenden zehn Jahren sogar noch um 40 Prozent steigen wird. "Füllstationen können übrigens auch bei Lebensmitteln einen großen Beitrag dazu leisten, den Plastikmüll zu reduzieren. Hier kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten und Einwegplastik vermeiden", so der Experte. In Graz kann man beispielsweise in den Geschäften "Das Gramm" und "Das Dekagramm" verpackungsfrei einkaufen.

Der Testbetrieb läuft in der Steiermark hier

dm

8041 Graz, SC Murpark Ostbahnstraße 3

"Aber im Endeffekt müssen wir an der Quelle ansetzen: Es liegt an den Konzernen, Wegwerfplastik ein Ende zu setzen und auf Mehrweg- und Pfandsysteme umzusteigen."

Kommentare (1)

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Geerdeter Steirer
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"Bringt das etwas?"

Bringen tut's immer was, jedoch nur wenn sich die Wohlstands - und Bequemlichkeitsgesellschaft damit auseinandersetzt und zum positiven umstellt, was meine Person aber bezweifelt bei den künstlich gestressten.

Mehrweg- und Pfandsysteme sind da die idealere Lösung da jeder indirekt dazu animiert und dazu geleitet wird, in meiner Jugendzeit war das was ganz normales und ich halte nach wie vor viel davon!

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