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Wer ist der Mann, der Werner Murgg folgen soll?

KPÖ-Chefin Claudia Klimt-Weithaler gab am Dienstag ihren Rückzug von der Parteispitze bekannt. In die Landtagswahl will sie mit Alexander Melinz ziehen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler und Alexander Melinz
© kpoe
KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler und Alexander Melinz
Thomas Rossacher
Redakteur Bundesland Steiermark

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ) gab am Dienstag bekannt, die Parteiführung an Robert Krotzer zu übergeben. Von der Politik zieht sie sich aber nicht zurück: Sie möchte bei der Landtagswahl (voraussichtlich im November 24) als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen. Und zwar mit Alexander Melinz auf Platz 2 - er soll Werner Murgg (65) ablösen. 

Melinz ist innerhalb der Hochschülerschaft der Uni Graz ein Begriff, in der Landespolitik aber ein unbeschriebenes Blatt. Er stammt aus Kärnten (Möllbrücke) und kam 2007 für sein Germanistik-Studium nach Graz. Er dockte über die kommunistische Studentenbewegung bei der KPÖ an. Er „war bei der ÖH-Wahl 2015 Spitzenkandidat an der zweitgrößten österreichischen Universität und erreichte das beste Ergebnis in der Geschichte des KSV.“ Das teilte die KPÖ im Mai 2015 mit - im Rahmen der Vorstellung der Jugendkandidaten für die Landtagswahl.

Gentrifizierung

Auch bei der Grazer Gemeinderatswahl 2021 stand Melinz auf der Liste, ein Mandat ging sich aber nicht aus. Sehr wohl ist der 34-Jährige ein Bezirksrat in Graz-Lend – die Gentrifizierung des Bezirks zu verhindern, ist eines seiner Anliegen. Beruflich ist er im KPÖ-Landtagsklub als Referent tätig. Seine Schwerpunkte sind Soziales, Gemeinden/Regionen und Europa.

Wird mit ihm als Grazer anstelle des Leobners Werner Murgg die KP-Obersteiermark geschwächt? Nein, winkt Melinz ab. Die Liste für die Landtagswahl wird ja erst im Frühjahr 2024 erstellt. Natürlich würden dabei die Obersteirer eine wichtige Rolle spielen, sagt er betont bescheiden.

Apropos: Selbstdarstellung auf Facebook & Co ist seine Sache nicht. Kein brisantes Video? „Nein“, lacht der Germanist. Seine Schwäche (aus Grazer Sicht): Melinz ist Eishockey-Fan des VSV.