Die "Corona-Probleme" in Österreichs Skiteams weiten sich derzeit weiter aus. Nach Katharina Liensberger und Damen-Cheftrainer Christian Mitter erwischte es am Dienstag auch die Herren: Slalomspezialist Christian Hirschbühl, der im November das Parallelrennen in Lech/Zürs für sich entschieden hatte, fehlt beim Nachtslalom in Madonna di Campiglio am Mittwoch (18.45/20.45 Uhr). Auch der Vorarlberger wurde positiv auf das Coronavirus getestet, befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Liensberger, die nach einem eventuellen negativen Test sogar auf eine kurzfristige Anreise nach Frankreich gehofft haben soll, wird wie erwartet auch am Mittwoch beim zweiten Weltcup-Riesentorlauf in Courchevel nicht am Start sein. Das hat der im ÖSV für Hochleistungssport zuständige Patrick Riml im ORF bestätigt. Die Ski-Doppelweltmeisterin aus Österreich fehlte wegen eines vergangenen Freitag eruierten positiven Coronatests am Dienstag ebenso wie die Schweizerin Lara Gut-Behrami und die Neuseeländerin Alice Robinson.

"Liensberger ist zu Hause und wird auch morgen nicht am Start sein", sagte Riml am Dienstag in Frankreich. Vom neuerlichen Test liege noch kein Ergebnis vor, erklärte Riml weiter. "Katharina geht es gut, aber Mittwoch ist keine Option. Sie ist seit fünf Tagen in Quarantäne, das ist keine gute Vorbereitung auf ein Rennen."

"Antreten sollte kein Problem sein"

Ziel sei vielmehr eine gute Erholung der Läuferin und eine dementsprechend gute Vorbereitung auf die Heimrennen vor dem Jahreswechsel in Lienz. "Bis dahin ist es noch über eine Woche hin. Wenn die Tests negativ sind und sie sich gut vorbereiten kann, sollte ein Antreten kein Problem sein", ist Riml überzeugt.

Von Osttirol gab es übrigens grünes Licht für die Rennen am 28. (RTL) und 29. (Slalom) Dezember. Die Schneekontrolle fiel positiv aus.