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Doping-VorwürfeVerfahren gegen Hannes Reichelt eingestellt

Auch gegen Hannes Reichelt wurde im Zuge der Dopingrazzia "Operation Aderlass" Doping-Vorwürfe erhoben, das Verfahren aber jetzt eingestellt. "Ich bin total erleichtert", sagte Reichelt.

Hannes Reichelt
Hannes Reichelt kann aufatmen © APA/ÖOC/ERICH SPIESS
 

Aufatmen bei Hannes Reichelt! Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Ermittlungen im Rahmen der "Operation Aderlass" gegen den Alpinskifahrer eingestellt. Die Vorwürfe eines ehemaligen nordischen Servicemannes, wonach Reichelt über einen ehemaligen österreichischen Langlauftrainer Dopingmittel bezogen hätte, bestätigten sich nicht, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Hier geht es zum Reichelt-Interview

Auch, dass Reichelt sich bei dem deutschen Sportmediziner Mark S. nach Dopingmittel erkundigt hätte, stimme nicht. Der Salzburger habe aktiv an der Aufklärung der Vorwürfe mitgewirkt, indem er und sein Anwalt Hans-Moritz Pott unter anderem freiwillig ihre Mobiltelefone herausgaben, so die Staatsanwaltschaft. Bei deren Auswertung habe sich "keine bedenkliche Kommunikation" zwischen Reichelt und anderen Personen ergeben.

Zudem entlastete der ehemalige Langlauftrainer Reichelt mit seiner Aussage, und auch Mark S. tätigte laut der Anklagebehörde keine Angaben, die den Alpinskifahrer belastet hätten. Außerdem wurden bei keiner im Zuge der Dopingermittlungen durchgeführten Hausdurchsuchungen Blutbeutel von Reichelt gefunden. Insgesamt gelangte die Staatsanwaltschaft daher zur Überzeugung, "dass Hannes Reichelt kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen ist", hieß es.

"Operation Aderlass"

Bei der "Operation Aderlass" handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die vergangenen Februar während der Nordischen WM in Seefeld sowie in Deutschland aufgeflogen ist. Die Liste der mutmaßlich in den Blutdoping-Skandal um den deutschen Arzt Mark S. verwickelten Sportler soll 21 Namen umfassen. 15 aus sieben Nationen - darunter die österreichischen Skilangläufer Max Hauke, Dominik Baldauf und Johannes Dürr sowie die Radsportler Georg Preidler und Stefan Denifl - sind schon bekannt. Zuletzt wurde gegen Hauke, Baldauf, Denifl und Preidler Anklage wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs erhoben.

Eine Stellungnahme des Weltmeisters von 2015 ist erst am Nachmittag zu erwarten, er ist gerade am Gletscher beim Training.

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Danke für Ihr Verständnis.

beobachter2014
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9
Lesenswert?

5 Monate

5 Monate Ungewissheit, 5 Monate Fegefeuer! Schließlich geht es ja um nicht weniger als seine berufliche und private Existenz!
Könnte da nicht die Nada und die Staatsanwaltschaft schneller und unter Einhaltung des Datenschutzes prüfen und wenn sie ein Ergebnis haben (eben Freispruch) die Medien informieren (wenn das schon unbedingt sein muss)?

Kein anderes Land macht das so ungeschickt und athletenfeindlich wie Österreich! Aber wenn einer gewinnt, dann sind plötzlich alle seine Freunde, Förderer usw.

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