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Drei Weltcup-RennenDie Wiedergeburt der Alpinen Kombination

Das Ende der alpinen Kombination war schon beschlossene Sache. Beim FIS-Kongress in Dubrovnik aber feierte sie Wiederauferstehung. Mit neuem Ablauf und drei Weltcuprennen soll alles wieder besser werden.

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Marco Schwarz will nach Kreuzbandriss auch in der Kombination wieder angreifen © APA/AFP/JONATHAN NACKSTRAND
 

Das Ende der "alpinen Kombination war schon besiegelt. Doch wie so oft kam alles anders. Und angeführt von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bildete sich rund um die WM in Aare eine Interessengemeinschaft, die den Tod der Kombination verhindern wollte. Mit Erfolg. Beim FIS-Kongress in Dubrovnik wurde die Kombination wiederbelebt. Mit drei Rennen im Weltcup der Herren und vier Bewerben bei den Damen. Und mit neuem Reglement.

Der neue Modus dreht die Disziplinen um, begonnen wird nicht mehr mit der "schnellen" Disziplin, sondern mit dem Slalom. Danach wird das Ergebnis des Slaloms als Grundlage genommen und für die Abfahrt bzw. den Super-G umgedreht. Damit soll mehr Spannung erzeugt werden. Hauptkritikpunkt zuletzt war ja, dass die schnellsten Abfahrer mit hohen Nummern im Slalom völlig chancenlos gegen die Spezialisten waren. Oft auch, weil sie nicht nur im Slalom schlechter fahren, sondern zudem auch schlechtere Pistenbedingungen vorfinden.

Drei Rennen bei den Herren, vier bei den Damen

Um das Comeback gewährleisten zu können, gab es auch im Kalender Adaptierungen. So wird etwa beim "Silvesterrennen" in Bormio nun neben der Abfahrt auch eine Kombination gefahren, die Kombi in Wengen bleibt im Kalender. Und auch in Österreich gibt es die "Kombination" neu in der kommenden Saison zu sehen: Hinterstoder wird  am 29. Februar/1. März zum Austragungsort eines Super-G und einer Kombi.

Was sonst noch neu ist

Dazu gibt es auch personelle Veränderungen. Der bisherige Europacup-Koordinator der Damen, Peter Gerdol zum Weltcup-Renndirektor der Alpin-Damen ernannt - ganz nach dem Vorbild der Herren, wo sich Markus Waldner ebenfalls im Europacup erste Sporen verdient hatte. Gersdol wird Atle Skaardal ersetzen, der über 14 Jahre lang die Geschicke des Damen-Weltcups für die FIS gelenkt hatte. Skaardal, der mit der Salzburger Ex-Slalomläuferin Karin Köller verheiratet ist und seit langem im Österreich lebt, wird aber bei der FIS bleiben und als "Technischer Experte" tätig sein. Erste Aufgabe: Er wird wohl in China die Alpinbewerbe für Olympia 2022 auf Schiene bringen. Bereits diesen Winter wird es die ersten Testrennen rund 75 km nördlich von Peking geben.

Wieder reduzierte Starterfelder

Was sonst noch für den Alpinbereich in Dubrovnik entschieden wurde: Die Teilnahmefelder der Rennen sollen weiter reduziert werden. Ursprünglich sollte das wieder auf Kosten der starken Nationen gehen, deren Quote weiter verkleinert hätte werden sollen. Da dürften sich die Österreicher aber erfolgreich dagegen gestemmt haben, denn nun wurde das Limit für einen Start nach oben gesetzt. Künftig muss man unter den Top 150 der Weltrangliste des betreffenden Bewerbs - oder in einer anderern Disziplin in den Top 30 der Weltcup-Startinglist - aufscheinen, um teilnehmen zu dürfen. So hofft man, dass fünf bis zehn Athleten weniger am Start sein werden.

Noch weiter warten muss man auf eine eigene Rangliste für Prallelbewerbe, die erst für die Saison 2020/2021 in Kraft treten soll.

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