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Nach aus in WimbledonFederer: "Es gibt nichts Schlimmeres, als Niederlagen zu erklären"

Die Sensation ist perfekt: Roger Federer ist in Wimbledon gescheitert. Der Schweizer verliert gegen Kevin Anderson einen Tennis-Thriller mit 6:2, 7:6, 5:7, 4:6, 11:13.

TENNIS-GBR-WIMBLEDON
TENNIS-GBR-WIMBLEDON © (c) APA/AFP/OLI SCARFF (OLI SCARFF)
 

Tennis-Ass Roger Federer muss seinen Traum vom neunten Titel in Wimbledon vorerst begraben. Der Rekordsieger des Rasenklassikers in London musste sich in seinem Viertelfinale am Mittwoch Kevin Anderson trotz Zweisatzführung in einem Fünfsatzkrimi geschlagen geben. Der Südafrikaner gewann nach 4:13 Stunden 2:6,6:7(5),7:5,6:4,13:11 und fügte Federer die erste Niederlage in Wimbledon seit 2016 zu.

Nach Zweisatzvorsprung hatte der Eidgenosse schon einen Matchball vorgefunden, der als Nummer acht gesetzte Anderson schaffte aber das Comeback. Dessen Gegner im Halbfinale am Freitag ist John Isner.

Federer hat sich in seiner Analyse nicht unbedingt auf einen Grund für die Niederlage festgelegt. "Es gab viele kleine Punkte. Als ich den Matchball nicht nutzte? Oder kurz darauf bei 5:5 gebreakt wurde? Ich bin nicht sicher. Ich glaube, man kann es nicht an einem Punkt festmachen, außer natürlich am Matchball." Müdigkeit habe jedenfalls keine Rolle gespielt. "Ich fühlte mich gut."

Es gebe nichts Schlimmeres für einen Tennisspieler, als eine Niederlage erklären zu müssen. Der Tag, die Form sei für ihn nicht schlecht, aber durchschnittlich gewesen. "Die meisten Tage sind durchschnittlich. Gut genug, um dennoch eine Chance haben, zu gewinnen. Ich fühlte mich von der Grundlinie nicht so gut. Ich startete gut, aber ab dem zweiten Satz gelang es mir nicht mehr, ihn in Bedrängnis zu bringen. Anderson spielte sehr gut, aber ich hätte mir gewünscht, ihn noch mehr pushen zu können."

Dem Südafrikaner bescheinigte der 36-Jährige eine Superleistung. "Auch mental nach dem Rückstand. Ich glaube, sein Erfolg beim US Open (Finale 2017, Anm.) hat ihm da sicher geholfen." Anderson bestätigte das indirekt: "Bei 0:2 in Sätzen habe ich mir nur gesagt, ich müsse mich durchkämpfen und ich glaube, ich habe einen guten Job gemacht. Ich war in einem Flow. Federer in Wimbledon zu besiegen, werde ich nicht vergessen."

Novak Djokovic war der erste Halbfinalist des Tennis-Klassikers. Der als Nummer zwölf gesetzte Serbe bezwang Kei Nishikori (JPN-24) 6:3, 3:6, 6:2, 6:2. Es ist sein erstes Grand-Slam-Halbfinale seit September 2016. Nächster Gegner des 12-fachen Grand-Slam-Siegers ist entweder Rafael Nadal, der Juan Martin del Potro (ARG) in fünf Sätzen bezwang.

Die entscheidende Phase spielte sich Mitte des dritten Satzes ab, als Nishikori beim Stand von 2:2 und 0:40 drei Breakbälle nicht nutzen konnte. Danach gewann er nur noch zwei Games.

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