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Sportlerwahl des JahresSommer gegen Winter: Welche Sportler holen sich heute den "Niki"?

Der Pokal zur Sportlerwahl des Jahres wird heute offiziell in „Niki“ umgetauft – das Rennen um die Sieger scheint völlig offen.

'SPORTHILFE-GALA' - SPORTLER DES JAHRES 2018: HIRSCHER / GASSER
Die Vorjahressieger Anna Gasser und Marcel Hirscher © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Eines darf man vorwegnehmen: Es wird emotional werden heute Abend – und ganz Österreich kann live dabei sein, wenn ORF 1 schon traditionell die „Sporthilfe-Gala“ aus der Wiener Marx-Halle live überträgt. Die Garantie für die Emotionalität liegt in der Namensgebung der Trophäe, die an die Sportler des Jahres verliehen wird – denn die wird ab heute Abend „Niki“ heißen. Benannt nach dem verstorbenen dreifachen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda.

Die „Taufe“ wird zugleich Rückblick und Ehrerweisung des österreichischen Sports an eine der größten Sportpersönlichkeiten des Landes. „Wenn ich daran denke, bekomme ich schon jetzt Gänsehaut“, sagt Gernot Uhlir, neuer Geschäftsführer der Sporthilfe, der die Idee der Umbenennung der Trophäe hatte und mit der Familie Lauda Übereinkunft erzielte. So viel darf man verraten: Eine Person, die Niki ganz nahe stand, wird bei der „Zeremonie“ heute Abend dabei sein.

Die Stargäste aus dem Show-Teil werden das nicht sein, den bestreiten in diesem Jahr „Lord of the Dance“. Sie werden die vielen Prominenten aus dem Sport – erstmals erhielten auch alle lebenden Olympiasieger seit dem Jahr 1971, dem Gründungsjahr der Sporthilfe, Einladungen zur Gala –, der Politik, der Wirtschaft und dem Showgeschäft in Stimmung bringen für die Frage, die man im Vorhinein so schwer beantworten kann: Wird Marcel Hirscher, im August zurückgetreten, dank seiner WM-Goldenen in Åre und natürlich dem achten Sieg im Gesamtweltcup in Folge zum Abschied noch einmal abräumen? Es wäre der nächste Rekord für den Salzburger – keiner hat vor ihm sechs Mal die Wahl gewonnen, schon gar nicht fünf Mal in Folge.

Der "Winter" dominierte

Statistisch gesehen ist klar ersichtlich, dass der Wintersport und im Speziellen der alpine Skisport in Österreich die Nummer eins ist – gleich 65 Siege gab es für Damen und Herren, die nordischen sind mit 22 Erfolgen (davon nur zehn Siege im Einzel, die restlichen entfielen auf Teams) weit abgeschlagen. Und doch ist die Entscheidung in diesem Jahr bei den Herren heiß wie selten – und das liegt nicht am Klimawandel: Denn mit Jakob Pöltl, Dominic Thiem, Lukas Weißhaidinger, und Bernd Wiesberger machen dem Wintersport-Star dieses Jahr gleich vier Vertreter aus dem Sommersport Konkurrenz.

Wobei sich Diskuswerfer Weißhaidinger trotz WM-Bronze nicht allzu viel ausrechnet: „Marcel und Dominic sind wahrscheinlich in einer eigenen Liga. Auch Bernd, unglaublich, wie sich der nach der Verletzung zurückgemeldet hat“, sagte er, „für mich war’s ein unglaublich schönes Jahr und natürlich würde ich gerne auch einmal einen Niki mit nach Hause nehmen. Aber ich bin Sportsmann genug, um einschätzen zu können, dass WM-Siege mehr zählen als WM-Bronze.“

Auch Wiesberger sieht sich in einer Außenseiterrolle. Aber: „Da, in den Top fünf, als Golfer dabei zu sein – in einem Land, das vom Wintersport und vom Fußball geprägt ist, ist eine große Ehre für mich“, erklärt der dreifache Saisonsieger, der derzeit in China spielt und heute ebenso fehlen wird wie Thiem und Jakob Pöltl.

Wer gewinnt bei den Damen?

Noch offener als bei den Herren ist der Ausgang der Wahl übrigens bei den Damen, obwohl es auch hier eine Parallele gibt: Mit Nici Schmidhofer ist nur eine Skifahrerin in den Top fünf, dafür sind mit Vanessa Herzog, Claudia Riegler und Janine Flock drei weitere Wintersportlerinnen dabei, die Siebenkämpferin Verena Preiner den „Niki“ streitig machen.

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