Die Geschichten, die ich in den letzten Tagen, Wochen und Monate über Niki Lauda geschrieben habe, waren stets getrieben von der Hoffnung, dass Niki Lauda auch diesen, seinen letzten Kampf überlebt. Dass er sich von den Wagnissen und Gefahren der Lungentransplantation, der er sich im Sommer 2018 unterziehen musste, erholt. Und sie übersteht. Tage der Ermunterung folgten auf Tage der Niedergeschlagenheit und umgekehrt. Die frühe Absage seiner Reise zum heurigen Formel-1-Auftakt nach Melbourne war so eine Akutnachricht, die einen nicht gerade positiv stimmt. Dann wieder ein erstes Interview in der italienischen „Gazzetta dello Sport“, als er seine Situation in typischer Lauda-Manier skizzierte. Es bliebe ihm nur Kämpfen, es sei das einzige, das er tun könne, sagte Lauda noch im Winter. Und: er habe es jeden Augenblick getan, er sei ja noch hier. Auch sein Sohn Mathias bestätigte vor gar nicht allzu langer Zeit, dass sein Vater den Überlebenskampf noch lange nicht aufgegeben habe und sich täglich in der Reha darum bemühe, wieder zu Kräften zu kommen. Umsonst. In der Nacht auf Dienstag teilte die Familie per E-Mail mit, dass Niki für immer eingeschlafen sei.
Nachruf
Mit Niki Lauda starb eine Persönlichkeit - "Grazie, Niki!"
Niki Lauda (70) ist tot. Er starb Montagabend in Wien. Im Kreise seiner Familie schlief der dreifache Formel-1-Weltmeister und Airliner ruhig ein.
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