Fabian Obmann: Ein Hunde-Insta-Video eroberte Hannahs Herz
Der Meiseldinger Fabian Obmann carvte am Freitag beim Heim-Weltcup auf der Simonhöhe auf Rang zwei. „Den Flow, den ich letztes Jahr verloren habe, habe ich wieder gefunden.“

Sind das feuchte Augen? „Nein, ich habe Sekt von Aron March (Anm.: er wurde Dritter) abbekommen. Wir haben gesagt, wir sprühen uns nicht an, er hat sich nicht daran gehalten“, grinst Boarder Fabian Obmann, der mit Rang zwei auf der Simonhöhe seine starke Form bestätigte. „Vom Schwungansatz her hat es so Spaß gemacht. Ich bin noch nie auf so einer guten Piste Snowboard gefahren.“ Alex Payer sprach davon, dass der Gesamtweltcup-Triumphator von 2022/23 derzeit in Überform ist.
„Es läuft die ganze Saison schon ganz gut. Den Flow, den ich letztes Jahr verloren habe, habe ich wieder gefunden. Ich steh‘ cool am Brett und es geht aktuell vieles leicht von der Hand“, meint der 29-Jährige, der das Ticket für Olympia (es wäre seine Premiere) in der Tasche haben sollte – am Montag folgt die offizielle Bestätigung. „Ich bin befreit, trotzdem bleibt es für mich ein Rennen. Das ist mir zu viel Drama, aber ich bin froh, dass ich dabei bin und werde Vollgas geben“, versichert Obmann, der in seiner bisherigen Karriere einige Höhen, aber auch Tiefen (langwierige Verletzungen – er wusste damals nicht, ob es überhaupt weitergeht) miterlebte.
„Fabi inspiriert mich“
Neben zahlreichen Fans drückte auch Freundin Hannah die Daumen. Sie packte im Zielareal über ihr Kennenlernen aus. „Wir kannten uns schon aus Kärnten, aber ich bin zuerst nicht so angesprungen. Irgendwann hat er eine Insta-Story aus Russland mit einem Straßenhund gepostet und darauf habe ich reagiert. So sind wir ins Gespräch gekommen und unser erstes Date war eine Skitour.“
Inzwischen sind die beiden seit fünf Jahren ein Paar, leben in der Steiermark, wo die 27-jährige Althofnerin Englisch und Sport unterrichtet. Das Leben mit einem Leistungssportler ist für sie „inspirierend, wie fokussiert er ist, da er immer hundert Prozent geben muss. Er musste schon mehrfach richtig kämpfen und steht immer wieder auf, das imponiert mir. Nur was er bei einem Durchhänger braucht, ist ein kurzer Abstand, am besten in der Natur. Dazu kommt noch mein sportwissenschaftlicher Hintergrund, der uns verbindet.“
Der Knöchel hält
Und sportlich? Bei den Männern klassierte sich aus heimischer Sicht Benjamin Karl auf Platz sieben, Andreas Prommegger wurde Zehnter, Alex Payer verpasste als 17. knapp das Finale (Top-16). Bei den Damen jubelte Superstar Ester Ledecka (CZE), Sabine Payer wurde Siebente und das Allerwichtigste: Der Knöchel hält. Martina Ankele ließ mit Rang 13 erneut ihr großes Potenzial aufblitzen.
