Die Diskussion um die Ligenstruktur im Kärntner Fußball ist wohl schon so alt wie der Meisterschaftsbetrieb selbst. Ein Grund sind die alljährlichen „Härtefälle“, also Vereine, die in einer Liga bzw. Klasse antreten müssen, in die sie geografisch vielleicht nicht hingehören. So passiert es, dass sich bei Auswärtsfahrten für Hin- und Rückfahrt über 200 Kilometer ansammeln. „Dieses Thema bringt mich immer wieder zum Schmunzeln“, sagt Thomas Fian, sportlicher Leiter der Carinthians Hornets. Die Spittalerinnen spielen in der 2. Frauen-Bundesliga, kommen in einer Saison bei elf Auswärtsspielen auf über 6000 Kilometer. Das entspricht zirka einer Busfahrt von Klagenfurt nach Jerusalem und retour. Um die Kosten in Grenzen zu halten, „fahren wir mit zwei Neunsitzer-Bussen“, erzählt Fian. „Einer wird von Josef Wiesflecker gelenkt, der andere von Alex Pichlkastner, unserem Trainer.“
Kärntner Fußball
Unglaublich! Ein Team fährt pro Saison über 6000 Kilometer
Die Distanzen, die manch Fußballklub im Amateurbereich pro Saison zurücklegt, wirken surreal. Ein Team fährt zu den elf Auswärtsspielen mehr als 6000 Kilometer, also umgerechnet ein Mal nach Jerusalem und zurück.
© Kk