Cup-Halbfinale gegen SalzburgFür den GAK beginnt der "Nebenarbeitstag" um 17 Uhr

Der Grazer AK empfängt am Mittwoch (18 Uhr) in der Merkur Arena den österreichischen Meister Salzburg im ÖFB-Cup-Halbfinale. Für den Tabellenführer der Regionalliga Mitte ist es kein gewöhnliches Spiel, der Zuschauerzuspruch steigt weiter.

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Marco Perchtold
Marco Perchtold © GEPA pictures
 

Die Ausgangslage für das Halbfinale des ÖFB-Cups zwischen dem GAK und Salzburg ist klar. Die Mozartstädter reisen als haushohe Favoriten an, doch der GAK möchte dem amtierenden Meister Paroli bieten.

GAK-Trainer Enrico Kulovits weiß, dass seine Mannschaft "sehr sehr viel laufen" muss, um gegen Salzburg bestehen zu können. Mit der richtigen Lauf- und Einsatzbereitschaft hofft der GAK wie auch schon gegen Austria Wien überraschen zu können. "Dann schreibt der Fußball oft lässige Geschichten", sagt Kulovits.

Aus dem 0:0 gegen Tabellenschlusslicht Lendorf am Wochenende zieht der Trainer aber auch Positives. Laut Kulovits müsse der GAK gegen Salzburg "spielen wie Lendorf gegen uns".

Taktisch wird es der GAK ähnlich angehen wie im Cup-Viertelfinale. "Wir bleiben unserer Taktik treu, die Spielanlage wird wie gegen Austria Wien aussehen", verrät Kulovits.

Kein Bonusspiel

Eine wichtige Säule im Spiel des GAK ist Mittelfeldspieler Marco Perchtold. Der Routinier sieht die Partie gegen Salzburg nicht als "Bonusspiel" und zeigt vollsten Siegeswillen: "Wir werden ins das Spiel reingehen und wollen natürlich weiterkommen. Wir wissen aber, dass das sehr schwer wird."

Eine Chance sieht Trainer Kulovits darin unterschätzt zu werden. "Sie könnten uns unterschätzen, das liegt in der Natur der Sache", sagt Kulovits und setzt fort: "Aber ohne dass es Auswirkungen darauf hat wie sie spielen." Die Punkteteilung in der Bundesliga und die damit verbundene Situation, dass Salzburg in der Liga nicht im Schongang antreten konnte, sieht Kulovits nicht als Vorteil für den GAK. "Sie haben einen großen Kader und sind den Rhythmus gewohnt", sagt der Trainer.

12.000 Karten verkauft

Rund 12.000 Karten sind für den Cup-Schlager bereits verkauft. Obmann Harald Rannegger erklärt die Bedeutung dieses Spiels abseits der sportlichen Belangen: "Das ist wichtig für die Außendarstellung und gibt uns einen Marketingschub. Es ist für uns die Kür ein Spiel gegen eine internationale Mannschaft zu bestreiten, die mehr als das 100-fache Budget besitzt." Apropos Budget: Die Mehreinnahmen durch das Cuphalbfinale möchte der GAK als "liquide Mittel in die nächste Saison mitnehmen". Für das aktuelle Jahr sind diese "nicht budgetiert".

Nahezu alle GAK-Spieler sind unter der Woche berufstätig und müssen ihrer Arbeit auch am Mittwoch nachgehen. Marco Perchtold hat bereits Urlaub beantragt. "Sie haben einen Haupt- und einen Nebenarbeitstag. Und der Nebenarbeitstag beginnt um 17 Uhr", sagt Kulovits im Hinblick auf die Spielvorbereitung gegen Salzburg.

 

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