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Eishockey-WM

Iserlohn verteidigt Mathias Lange

Goalie Mathias Lange (29) wurde aus dem Team Austria aussortiert. Die Geschichte dazu hat jedoch zwei Versionen. Der ÖEHV argumentiert mit Einstellungs-Problemen, Lange sieht die Reisekosten als Grund und bekommt Schützenhilfe von seinem Arbeitgeber.

OLYMPIA - Olympische Spiele 2014, AUT vs NOR
Mathias Lange darf nicht zur Eishockey-WM nach Prag © GEPA
 

Auf seine Goalie-Maske bei den Iserlohn Roosters in Deutschland ließ Mathias Lange die österreichische Fahne lackieren. Die Heimat quasi symbolhaft stets im Hinterkopf. Doch das zugehörige Trikot mit dem Adler auf der Brust zu tragen, wird ihm heuer bei der Eishockey-WM in Prag vorenthalten. Denn Teamchef Daniel Ratushny hat Lange kurzerhand aus dem "Team Austria" aussortiert. Hinsichtlich des tatsächlichen Grundes widersprechen sich die Protagonisten. Seitens ÖEHV wird eine Termindiskussion genannt. Lange behauptet, dass der Verband sein Flugticket nicht bezahlen will. Bei näherer Betrachtung entsteht somit eine Geschichte, die bei objektiven Beobachtern für Stirnrunzeln sorgt.

Platz verwehrt

Die offizielle Version liest sich folgendermaßen: Vor zwei Wochen ist Lange mit Iserlohn im DEL-Play-off ausgeschieden. Der 29-Jährige glänzte während des Grunddurchganges mit 92,5 Prozent an gehaltenen Schüssen, avancierte damit zu einem der stärksten Keeper in Deutschlands höchster Liga. Doch der Verband sagte ihm überraschend ab: „Wir haben uns im Trainerteam und mit Sportdirektor Alpo Suhonen verständigt, dass Mathias Lange diese WM nicht spielen wird“, lässt der Kanadier, hauptberuflich Salzburg-Trainer, wissen. Ihm fehle bei Lange die Begeisterung, für das Team Austria zu spielen. Ratushny: „Es sollte Privileg und Ehre zugleich sein. Er hatte eine schwierige Saison, das Timing passt nicht.“

Langes Ausführung klingt völlig konträr. Zudem widerspricht der Goalie seinem Teamchef vehement. „Wer mir mangelnde Einstellung nachsagt, lügt und beschädigt meinen Ruf“, poltert Lange. Timing dürfte aber ein gutes Stichwort sein. Vor wenigen Wochen wurden er und seine Frau Michelle Eltern. Der in New Jersey wohnhafte Lange wollte daher seine Familie in die USA begleiten und später zum Nationalteam stoßen. Nach Ablehnung Ratushnys für eine Trainingsteilnahme ab 24. April, einigte man sich auf 14. April. Lange plante seinen USA-Kurztrip zwischen 20. und 24. April neu. „Ich hätte keinen einzigen Trainingstag versäumt“, erklärt er.

Probleme verschwiegen

Das eigentliche Problem werde nicht genannt, meint er: „Ich habe gerechnet, dass meine Reisekosten von zu Hause und retour vom ÖEHV übernommen werden (Kostenpunkt für das Flugticket rund 800 Euro, Anm.). Das wurde abgelehnt“, schildert Lange und ergänzt: „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht bei dabei sein darf. Mir geht es nicht um die Kosten für ein Ticket, sondern ums Prinzip.“ Somit ist nun das Kapitel Lange im Nationalteam geschlossen. Zumindest für diese WM.

Mittlerweile hat sich auch Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters, zu der Causa geäußert. Er hält die Aussagen des OEHV für falsch. "Ich weiß, dass es die Zusage von Mathias Lange gegeben hat, an allen zwischen beiden Seiten vereinbarten Vorbereitungslehrgängen der Nationalmannschaft teilzunehmen. Für ihn war und ist es immer eine besondere Ehre für sein Heimatland auf dem Eis zu stehen, auch deshalb hat er in den letzten zwei Jahren intensiv und hart gearbeitet. Ich werde nicht zulassen, dass man Mathias Lange in der Öffentlichkeit nachsagt, dass es ihm an Begeisterung fehle, für Österreich aufs Eis zu gehen." Nachsatz: "Eine solche Diskussion hat gerade ein Spieler wie Mathias Lange nicht verdient. Ich weiß wie enttäuscht er derzeit ist!"

MARTIN QUENDLER

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Danke für Ihr Verständnis.

achsoo
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kalt und seine

sesselfurtzer genossen, selber leben auf den kosten vom verband und die aktiven werden mit wenigen euros abgespeist...und sollen für Austria die knochen hin halten...so nicht...

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vielleich kann mich ja irgendwer korrigieren, aber

so wie ich dass ganze verstanden habe, wäre Lange am 14.04 zum Training erschienen und in der trainingsfreien Zeit also vom 20.04 - 24.04. WIEDER in die USA geflogen und dass will ihm der Verband nicht zahlen?! Wenn dem so ist, ist's auch ok weil was er in den Tagen veranstaltet, an denen kein Training ist, ist seine persönliche Angelegenheit somit auch seine persönlichen Kosten. Just my 2 cents

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mike211
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So sehe ich das auch. Lange kann in seiner Freizeit machen, was er will. Aber das soll er dann auch selbst bezahlen.

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Aber sesselkleber Kalt und CO reisen durch die Weltgeschichte !!

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Es ist im Eishockey Verband gleich wie in großen Firmen:

Leistung wird nicht honoriert - sondern A...kriechen.
Wer vielleicht auch noch selbst denkt und Eier hat seine Meinung kund zu tun - der ist beim Vorstand schnell unten durch....
Kuschen und schöpfen....

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bonobo
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...

Wahnsinn diese Geschichte!
PRO Lange! Wer wird jetzt im Tor stehen?

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lamagra
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Es ist wie immer beim ÖEHV: "Wer beim Trainingslager nicht dabei ist, der spielt auch nicht im Nationalteam!"

Das dies für Kinder gilt, sorgte schon des öfteren für Kopfschütteln. Bei der Kampfmannschaft ist dies jedoch nur mehr lächerlich und letztklassig.
-
Aber so war der ÖEHV schon immer.
Vor einigen Jahren, womöglich auch noch heute, findet das Sommertrainingslager in Steindorf am Ossiachersee statt. Für dieses Trainingslager mussten die Eltern rd. 450 Euro zahlen. (Unterkunft und Verpflegung und ein kleiner Beitrag für Trainer und Eiszeit). Nun wären da auch 4 Villacher und mind. 1 Klagenfurter dabei gewesen, wenn sie daheim schlafen hätten können und die Kosten reduziert worden wären. 450 für 7 Tage für ein Kind ist nicht wenig.
Vom ÖEHV kam ein striktes NEIN, sie haben im Quartier zu sein und aus.
So wurden sie für diese Saison nicht fürs Nationalteam berücksichtigt.
Und das obwohl der Klagenfurter überragender Torschütze in der Liga war, mit doppelt so vielen Toren und Assist als der Zweite.
Aber das ist ÖEHV..das ist Kalt!
ps.: einer der Jungs hätte nur über die Straße gehen müssen

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froggynyx
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Und warum in Steindorf?

Weil der grösste Schwachkopf an Verantwortlichen vom EH- Steindorf kommt.
Woanders wäre es auch billiger gewesen!!

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lamagra
0
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kurze Anmerkung:

Es handelte sich dabei um die Kinder für das U12-ÖEHV Nationalteam.

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fred4711
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wenn dem mann wirklich so viel

am Team liegt, hätte er die 800 aus eigener tasche bezahlen können.
so viel Geld dürfte er haben.....

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Bernhard78
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@Lange: Sei stark!!!

Und ziehe dich aus dem Nationalteam zurück! Solange dieser Trainer am Ruder ist wäre dies das einzige Mittel um zu zeigen, dass man mit euch Spielern nicht machen kann was man will!!!

Der ÖEHV und die Liga sollten sich ohnehin etwas überlegen, alleine die Tatsache, dass ein Ligateamtrainer zugleich Trainer des Nationalteams ist, und dann aufgrund der Verpflichtung des Ligateams einfach vom Teamtrainingslager und Freundschaftsspiel fern bleibt, ist mMn ohnehin ein Grund seine Funktion als Nationalteamtrainer im Frage zu stellen...

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einheimischer
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Hmm...traurig....pfeift der ÖEHV wirklich schön aus dem letzten Loch.....vielleicht sollte man weniger Funktionäre mitnehmen zu Turnieren und mehr gute Spieler testen....

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tutnix
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Was soll man dazu zum ÖEHV noch sagen?

Traurig, traurig:-(

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