Es war kein schmeichelhafter Name, der Cyprien Sarrazin begleitete. „Psycho“ nannten ihn manche Fahrer, denn oft genug schien der Mann aus dem Ort mit dem klingenden Namen „Notre Dame des Millieres“ das Risiko falsch einzuschätzen. Die Ausfallsquote war beängstigend. Die Devise „Sieg oder Ackja“ schien auf ihn zuzutreffen; viel zu oft aber bog er falsch ab. Der Riesentorläufer ließ nur zweimal sein großes Potenzial so richtig aufblitzen: 2016 schlug er Marcel Hirscher im Parallel-Nacht-RTL von Alta Badia, 2019 schaffte er ebendort im Riesentorlauf seinen zweiten Podestplatz. Dazwischen: Verletzungen zuhauf, Pause, der Kampf zurück.
84. Hahnenkamm-Rennen
Cyprien Sarrazin: Der „verrückte“ Franzose, der zu sich und zum Sieg fand
Cyprien Sarrazin fuhr dem Erfolg lange hinter her. In dieser Saison hat er ihn gefunden, in der Abfahrt. Der Franzose erklärt, was er änderte und warum der „Psycho“ auf einmal genau weiß, wie viel er riskieren darf.
© APA/Expa/johann Groder