Schüler machen Zeitung: HLW KrieglachDie Gerüchteküche und ihre bunten Zutaten

Birgit Hübler, Lehrerin an der Krieglacher HLW, klärt darüber auf, was es mit Fake News auf sich hat.

Lehrerin Birgit Hübler
Lehrerin Birgit Hübler © Puntigam
 

Wie würden Sie den Begriff Fake News erklären?
Birgit Hübler: Dieser Begriff bedeutet „Falschmeldung“ und ist so im Wörterbuch nachzuschlagen, allerdings muss man zwischen zwei Arten unterscheiden. Zum einen die bewusst erfundenen Nachrichten, die sich jemand ausdenkt, um sich zu bereichern oder sich einen Spaß zu erlauben. Zum anderen jene Nachrichten, die durch Irrtümer entstehen. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn falsch oder ungenau recherchiert oder wenn etwas falsch interpretiert wird.

Wo findet man Fake News?
Wie der Begriff vermuten lässt, findet man gefälschte Nachrichten vorwiegend im Internet und auf Social-Media-Seiten, sie kommen aber auch in Zeitungen und Magazinen vor. Doch nicht nur in der medialen Welt verbreiten sich Fake News, sondern auch in der Gesellschaft, in Form von Gerüchten.

Sie haben gerade das Wort „Gerücht“ erwähnt. Was versteht man unter dem Begriff?
Der Begriff „Gerücht“ kommt vom mittelniederdeutschen „geruchte“, das bedeutet „Gerufe“ oder „Geschrei“, und ist etwas, was im Gespräch weitergetragen wird, aber unbestätigt ist. Wir alle wollen über aufregende Themen Bescheid wissen, um selbst die Nachricht verbreiten zu können. Da kommt es rasch zur Verbreitung von Halbwissen.

Jeder von uns ist schon einmal mit einem Gerücht konfrontiert worden. Doch was fasziniert uns so daran?
Gerüchte erregen unsere Aufmerksamkeit, da meist eine für uns sehr brisant erscheinende Nachricht weitererzählt wird, die aber noch nicht offiziell ist. Somit fühlen wir uns dem „Kreis der Mächtigen“ zugehörig und sehen uns anderen gegenüber deutlich im Vorteil. Denn neugierig sind wir ja bekanntlich alle.

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