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Vorsprung hält sichKurz liegt voran, SPÖ und FPÖ müssen einen Zahn zulegen im Wahlkampf

Polit-Berater Thomas Hofer sagt, für die SPÖ wird das Aufholen aus eigener Kraft schon ziemlich schwer. In den Augen von Politikwissenschaftler Peter Filzmaier hatte die ÖVP von Anfang an einen "klaren Plan", die SPÖ jedoch nicht.

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Auf dem Kriegspfad © Petar Pismestrovic
 

Die ÖVP ist in den Umfragen weiter voran. In einer Erhebung des GfK-Instituts kommt die Volkspartei auf 32 Prozent, dahinter liegt die SPÖ mit 25 Prozent, gefolgt von der FPÖ mit 22 Prozent, berichtete der "Kurier". Die Befragung lief zwischen 31. Juli und 8. August, mit einem Sample von 1.000. Die Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent. Grüne und die Liste Pilz halten bei je sechs Prozent, die NEOS knapp dahinter bei fünf Prozent.

Dass der Wahlkampf der ÖVP unter Sebastian Kurz derzeit rund läuft, zeigt auch eine Umfrage in der aktuellen Ausgabe des "profil". Bei 26 Prozent (500 Befragte) ist die ÖVP positiv aufgefallen, nur bei acht Prozent negativ. SPÖ und FPÖ sind bei je 13 Prozent positiv aufgefallen, die Roten bei zwölf Prozent auch negativ, die Blauen sogar bei 20 Prozent. Übertroffen wurde der Negativwert nur von den Grünen, die von 22 Prozent negativ wahrgenommen wurden. Die maximale Schwankungsbreite der Online-Befragung von unique research beträgt 4,4 Prozent.

Die SPÖ hat unterdessen einen Zwischenstand ihrer Kampagne mitgeteilt. Seit einer Woche bis Ende August werden die roten Parteimitglieder durchgerufen. Bisher wurden 2.500 Telefonate geführt, insgesamt sollen 20.000 Parteigänger kontaktiert werden. Ab September bis einen Tag vor der Wahl werden dann Nicht-Mitglieder angerufen. Parallel dazu sollen die über 1900 "Wahlmanager" in ganz Österreich an eine Millionen Türen klopfen, bisher seien 2200 Haushalte besucht worden, hieß es Sonntag aus der SPÖ.

Aufholjagd wird mühsam für die SPÖ

Bei der Nationalratswahl ist laut Experten aus derzeitiger Sicht im Rennen um Platz eins zwar nach wie vor alles möglich. Für die SPÖ werde es aber schwer werden, den Abstand zur ÖVP "aus eigener Kraft" - ohne einen Fehler von VP-Chef Sebastian Kurz - zu verringern, meinte etwa Polit-Berater Thomas Hofer im Gespräch mit der APA. Auch die FPÖ müsse nun im Intensivwahlkampf durchstarten.

Die öffentliche Debatte um die SPÖ-Kommunikation bzw. angebliche interne Unstimmigkeiten hinsichtlich der Wahlkampf-Kampagne sei ein Fehler gewesen, meinte Hofer. Sobald derartiges in den Fokus rückt, sei das ein "Krisensymptom".

Gegenüber den Nationalratswahlkämpfen seit dem Jahr 2006 sei eine gewisse "Rollenumkehr" zwischen SPÖ und ÖVP zu erkennen, so Hofer: Während die SPÖ in der Vergangenheit "unglaublich diszipliniert" vorgegangen sei, sei die ÖVP stets "irgendwie durch den Wahlkampf geirrlichtert"; dies sei jetzt umgekehrt - und das sei die eigentliche Überraschung des bisherigen Wahlkampfes.

Eigenfehler von Kurz?

"Unter diesen Voraussetzungen wird es schwer für die SPÖ sein, aufzuholen" - dazu werde die Sozialdemokratie einen "Eigenfehler" von Kurz brauchen, wobei Hofer einen solchen nicht ausschließt. So wisse man etwa nicht, wie der Außenminister bei den TV-Debatten reüssieren werde.

Gleichzeitig attestieren die Experten der SPÖ, dass sie sich nun gewissermaßen gefangen habe. Die Partei habe sich "spät aber doch auf eine klar erkennbare Strategie" festgelegt, sagte Politikwissenschafter Peter Filzmaier - und sich (mit dem Schwerpunkt auf soziale Themen) auf ihre Hauptzielgruppen fokussiert. Aber auch er gibt zu bedenken, dass die Sozialdemokratie rund zwei Monate gebraucht habe, eine klare Ausrichtung zu finden.

Filzmaier sieht jetzt die SPÖ ungeachtet dessen vor einer "schwierigen Herausforderung": Grundsätzlich gelte es für Parteien, ein "stimmiges Dreieck von Thema, Botschaft und Person" zu finden. Geklärt seien die Themen, die mit dem Fokus u.a. auf Gesundheit, Pflege und Pensionen traditionelle SPÖ-Schwerpunkte abdecken - und auch die Botschaft ("Holen Sie sich, was Ihnen zusteht"). Es sei auch logisch, dass sich die SPÖ auf "traditionelle Hauptthemen" fokussiert und nicht versucht, "das Sicherheitsthema zu kapern".

Glaubwürdigkeit Kerns ein "Risikofaktor"

Schwieriger könnte es bei der Person von SP-Spitzenkandidat Christian Kern werden: Es sei die Frage, ob er mit seinem Manager-Image die sozialdemokratischen Kernthemen authentisch transportieren kann, ob "jemand als Manager" mit diesen Themen in Verbindung gebracht werde. Dies sei ein "Risikofakter", so Filzmaier. Hofer sieht in der Positionierung und insbesondere im aktuellen Slogan auch einen Versuch, in Richtung der FPÖ-Zielgruppen zu kommen.

Die ÖVP war nach Ansicht Filzmaiers besser vorbereitet und hatte einen "klaren Zeitplan". So präsentiere ÖVP-Chef Kurz nun über den Sommer "portiönchenweise" die Kandidaten für die Bundesliste und werde dann vor Start des Intensivwahlkampfes das Wahlprogramm auf den Tisch legen." Die einzige Gefahr für die ÖVP sei, dass die "Euphorisierung" rund um Kurz die Erwartungshaltung allzu hoch schrauben könnte.

FPÖ dürfte bald aktiv werden

Von der FPÖ, die sich für die Experten bisher auffällig passiv verhalten hat, erwartet Hofer, dass sie bald "sehr stark" in die Kampagne einsteigen wird: "Heinz-Christian Strache und die FPÖ müssen aktiv werden." Die Freiheitlichen würden wohl den Versuch unternehmen, Kurz massiv zu attackieren. So könnte der Außenminister etwa mit seinen früheren Aussagen als Integrationsstaatssekretär zur Flüchtlingspolitik konfrontiert werden, die teils im Widerspruch zum aktuellen strikten ÖVP-Kurs in der Migrationsfrage stehen. Dass die Blauen sich den Sommer über eher ruhig verhalten, sei aber wohl auch eine Ressourcenfrage, mutmaßten Hofer und Filzmaier. Auch der Polit-Wissenschafter erwartet starke FP-Angriffe auf Kurz, aber auch ein blaues Werben um ehemalige Team Stronach- und BZÖ-Wähler.

Grünen nützt niedrige Erwartungshaltung

Den Grünen könnte laut Experten die niedrige Erwartungshaltung sogar zupasskommen. Nach dem Abgang von Peter Pilz und dessen eigenständiger Kandidatur sollten die Grünen statt auf Beschwichtigungen zu setzen ihre Anhänger durch Warnungen vor einer ganz grundsätzlichen Bedrohung für die Grünen zur Urne bewegen, meinte Filzmaier. Auch für Hofer ist die niedrige Erwartungshaltung die einzige Chance der Öko-Partei. Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek könnte in den Debatten eventuell "noch positiv überraschen". Freilich: Die "große Wachstumsstrategie" sei das nicht, so Hofer.

Chancen für Neos intakt

Die Chancen auf den Wiedereinzug der NEOS in den Nationalrat hält der Polit-Berater für "absolut intakt". Die "gute Nachricht" für die pinke Partei sei, dass Kurz weniger auf NEOS-Wähler sondern vielmehr auf FPÖ-Parteigänger abziele. Gut genützt hätten die NEOS außerdem das Sommerloch - durch die Präsentation von Irmgard Griss als Kandidatin.

Ob es Peter Pilz mit seiner Liste in den Nationalrat schaffen wird, darauf wollten sich die Experten nicht festlegen. Die Chance sei aber da. "Entscheidend wird sein, ob Peter Pilz in der entscheidenden Phase Aufmerksamkeit generieren kann", so Hofer mit Blick auf dessen Fehlen in den TV-Debatten des ORF (der nur Vertreter jener Parteien einlädt, die mit Klubstatus im Nationalrat vertreten sind, Anm.) Ähnlich sieht das Filzmaier - er hält es auch für möglich, dass Pilz sich bewusst noch ein Thema für die intensive Wahlkampfphase zurückhält.

Kommentare (34)
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mapem
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Ha – ich freu mich schon auf das Kurze Programm!

Da werden die anderen aber ein Aug reißen!
• endlich werden die richtig großen Geldsäcke auch mal wieder was abgeben
• endlich werden die sklavenartigen Gschichten mit den Leiharbeitern aufhören
• endlich wird es wieder verbindliche und menschliche Arbeitszeitenregelungen geben
• endlich wird mit dem zweiklassigen Gesundheits- und Bildungssystem aufgeräumt
• endlich wird wieder der einfache 0815-Hansl der brav hacklt seinen gerechten Teil vom Kuchen bekommen
• endlich werden wieder die löhnen, wo die satte Marie sitzt

Es gibt keinen besseren für den unteren Mittelstand und die einfachen Hackler … und grad er hat für die sozial Bedürftigen ein besonders großes Herz – er wird auf unser Österreich aufpassen – garantiert!

Irgendeiner
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Jö, mapem greift wieder mal zur Klinge

der höheren Gemeinheit,gut mapi, gefällt mir,denn wo es Pech und Schwefel regnet muß man es nur in Manna und Ambrosia umbenennen und schon flutscht der Laden, man sollte dabei nur genug weiche Birnen vorfinden die man entsaften kann.Besonders effizient geht das, wenn man dabei jeden Unbill an wem aufhängt der fremd ist und sprachlich nicht wider den Stachel löcken kann,vor allem wenn man die Brachialität der Sache dann in sanftem Gesäusel vorträgt statt wie andere mit dem Holzhammer, so der Unterschied zwischen Routen schließen und ersaufen lassen,dann ist das viel schicker,muß man halt dann extern übersetzen.Aber die Richtung paßt,mapem,weiter so.

V1FG4FIBT4M7ZED1
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@irgendeiner

Tja da fällt mir weiland BP Kirchschläger ein der damals über weiland Jörg Haider sinngemäß sagte: Man darf sich nicht wundern wenn der so populär ist, wenn sich alle wie ein Rudel Hunde auf jeden Knochen stürzen, den er auf die Straße wirft.
Der Kurz muss noch nicht mal werfen.

Irgendeiner
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Ich glaube Kurz könnte nicht werfen wenn er wollte,

ich glaube, hinter den Knochen steht sowas wie eine poltische Werbemaschinerie,denn weißt wenn ich mich über irgendwelche Rechtsfälle aufrege wo die Strafe mir zu gering war, fallen mir so drei oder vier ein,die anderen muß ich mir zusammensuchen, dann regt mich das aber nicht mehr auf, dann mach ich systematisch Propaganda.Und wenn ichs dann so verkaufe daß mich jeder der vielen Rechtssprüche wahnsinnig exaltiert hat, was tu ich dann wohl?

V1FG4FIBT4M7ZED1
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@irgendeiner

Natürlich steckt da eine Werbemaschinerie dahinter, und, das Werkl rennt nun mal. Aber das ist bei den Mitbewerbern wohl nicht anders, leider wird heutzutage (aber wohl immer schon) "Politik" mit Emotionen gemacht. Und da denke ich, vielleicht sollte man den Knochen einfach mal links (oder rechts) liegen lassen. Dann muss der Populist vielleicht zum Sachpolitiker werden. Das Verstummen vom Strache ist ja so ein Indiz, dass Strache Sachpolitik nicht kann und populistisch sind ihm momentan der Kurz und auch der Pilz über. (wobei, der Pilz ist sicher auch gescheiter als Strache).

Irgendeiner
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Ja schon, aber die Frage ist

ob da noch überhaupt irgendwas anderes ist außer der Werbemaschinerie und genau das bezweifle ich,ghosts in the machine ohne ghosts sozusagen.

V1FG4FIBT4M7ZED1
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Ja echt toll

aber wird dann auch endlich das Bier wieder billiger

marc98
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Ohne Programm Umfragekaiser

ÖVP-Obmann Kurz hat noch kein Programm vorgelegt.
Die Günde dafür können sein:
I. Er hat noch kein Programm oder
II. Sein Programm ist so radikal, dass er es aus Angst vor
Verlust an Wählerstimmen zurückhält
Es ist schon erschreckend, dass man in Österreich Politik mit Rhetorik,
Präsentation, Selbstdarstellung und Show, aber ohne Programm machen kann.
Das Image der Politiker wird so weiter sinken.

Es stellen sich aber schon noch weitere Fragen:

Wird es zu weiteren Pensionskürzungen im ASVG-Bereich kommen?
Wird es Sozialabbau für die ASVG-Versicherten in der Privatwirtschaft geben?
Wie sieht es mit den Privilegien von Beamten in Zukunft aus?
Werden Arbeitnehmerrechte im ASVG-Bereich beschnitten?

Cirdan
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War es jemals anders?

Der Kanzler selbst hat ja irgendetwas mit 95% Inszenierung dahergeschwafelt...

Zeitgenosse
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Haben's nur die

Schworzn gfrogt?

wischi_waschi
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Statistik

Ich glaube schon langen nicht mehr an diese Statistiken
Ich wähle Herr Kurz sicher nicht!

Zeitgenosse
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Ich

auch nicht!

UHBP
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Übef 30% ohne Plan!

Wenn Basti erst sein Programm vorgestellt hat, wird ihm wohl die absolute Mehrheit nicht mehr zu nehmen sein.
Oder kann dem Basti ein Programm gar schaden?
Ich schlage Basti vor, er läßt sich die nächsten zwei Monate krank schreiben, absolute Ruhe, kein Programm, keine Auftritte und vor allem keine TV Duelle. Sönst könnte der ganze Traum an der Realität scheitern.
Gute Besserung!

albertusmagnus
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Ich verstehe nicht,

wie man Kurz wählen könnte.
Ein nicht vorhandenes Programm, obskure Kandidaten, noch fast rechter als die Effen und vor allem:
Kein Kandidat für das Volk, sondern für die Wirtschaftstechnokraten

sg70
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""stimmiges Dreieck von Thema, Botschaft und Person"

ja, stimmig wirds bei Basti, dem Wendigen auf jeden Fall werden, denn die Botschaft wird sein: "egal zu welchem Thema, ich erzähl genau das was ihr hören wollt, also wählt mich" - frei nach dem Motto " Mir nach, ich folge euch!"

fersler
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politisches talent

Herrn Kurz bezeichnet man innerhalb der 'alten ÖVP' ja als 'politisches talent'. könnte mir jemand die Erklärung dafür liefern was man unter diesem begriff versteht. neue farbenlehre, neuer name (TürkiseBewegungÖ) ; schön reden, aber wenig sagen; quereinsteiger wie dancing star, opernballlady, ex-miss anwerben; konfrontationen meiden usw.; ist es das?

sg70
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Naja,..

vielleicht das Vermögen die meisten Wählerstimmen zu keilen. Nur, wenns so gelingt wie Sie es hier beschreiben, sagts eigentlich mehr über die Wähler als über Kurz.

Irgendeiner
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Naja, das war eher Jörg, der hat geschaut wo eine größere Gruppe unzufrieden war

und hat die abgeholt indem er ihnen nach dem Maul geredet hat, bei Zwentendorf, bei der EU ,bei den Ortstafeln (Als oberösterreichischer Hügelschlumpf !),war ein elender Wendehals und rhetorisch begabt aber bei seinen Themen hatte er immer Meinungsgegner.Basti ist viel schlimmer-und das heißt aus meinem Munde was- der spielt überhaupt keine Themen wo irgendein Widerstand zu erwarten ist, was hama denn,die Routenschließung rechtswidrig und weil ohne daß die Konsequenzen miterwähnt werden auch zustimmungsfähig und Nonanet Themen,wer wird denn sagen, daß Vermögensdelikte höher zu bestrafen sind als Mord. Und natürlich müssen sich Zugewanderte anpassen, auch da bleibt er völlig nebulös, wer mag nicht Werte, wär man ja ein böser Nihilist, welche sagt er nicht dazu,nichtmal in den eigenen Werbefilmchen tritt er auf, das macht angreifbar.Der Mann ist ein Retortenprodukt, da ist nichtmal Jörgs Begabung, der ist ohne mit der Wimper zu zucken über den Vorgänger getrampelt,der surft über alles, nicht kraft einer Fähigkeit sondern durch detaillierter Planung aus seinem Troß. Wird noch Überraschung sein am Würstelstand,irgendeiner_final.

V1FG4FIBT4M7ZED1
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@irgendeiner

Inhaltlich muss ich Ihnen teilweise recht geben.
Aber, 2 Punkte die für Kurzens Höhenflug sprechen möchte ich beifügen.
1. Seine Mitbewerber sind nicht viel anders als er.
Die SPÖ brilliert mit einem Programm von vorgestern. (Den "Hol dir was dir zusteht" Slogan haben Linksdemonstranten schon jahrelang auf ihren Plakaten stehen.
Der Strache ist in Deckung gegangen. Von mir aus soll er da bleiben.
Die Grünen haben sich selbst zerlegt. Sind in der Verfassung unwählbar. Der Pilz ist halt ein Linkspopulist (aber begabt).
Die Neos wohl noch zu unbedeutend.
2. Kurz hat massive Kritik von den EU Granden und deutschen Ministern geerntet, als er seinerseits die EU Flüchtlingspolitik kritisierte. Jetzt machen eigentlich alle, was er damals "gefordert" hat.
Übrigens werter Irgendeiner. Sie kennen mich nicht. Ich bin tatsächlich neu hier im Forum. Werde vielleicht noch einer Ihrer Pappenheimer. Aber ich hab was gegen Gewalt, auch in Gedanken.

mapem
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Auweh, 66 … pass auf …

du stehst grad am Neuen Platz und irgendeiner drückt dir den „Wachturm“ in die Hand.
Die Gschichtln sind zwar brav vorgetragen und bisweilen erheiternd (er lacht selbst ständig drüber) – aber du solltest dennoch deinem Nick gerecht bleiben und nicht irgendein Pappenheimer werden …

Der Spaß-Faktor ist allerdings super – gell body!

Irgendeiner
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Ach mapem.Sie richten mich aus, das ist nicht

nett,vor allem aber ist es inkohärent, was ist den nun mein Fehl,mapi,daß ich salbungsvoll den Wachturm verteile, offenbar ein irregeleiteter Sektierer, oder daß ich was herbeutle und damit das Böse befördere,sie sollten sich mit sich selbst mal auf mein grausliches Bild einigen,man lacht.Und ja mapem,solange kein Mensch ernsthaft verletzt oder getötet wird habe ich verdammt viel Spaß,obwohls mir auch in Foren schon passiert ist daß ich das Gefühl hatte, aus Informationsmangel wo reingetreten zu sein das ich besser umgangen hätte,ist oft schwierig,manchmal ist eine flapsige Antwort auch nur genau ebendas.Im übrigen glaub ich nicht, daß 66 die Warnung braucht, der weiß schon was er tut.

Irgendeiner
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Timeo danaos et dona ferentes, man lacht.Redma zuerst über Gewalt, weil Du Dich daran festbeißt,

es gibt keinen Menschen außer vielleicht Wachkomapatienten die keinerlei agonale Impulse verspüren, ist ein altes stammesgeschichtliches Erbe, das weit hinter die Geschichte der Primaten zurückgeht,jeder Mensch ist fähig in Gedanken oder auch Taten zu rappeln,die Engel sind nicht unter uns und wer von sich was anderes behauptet ist schlicht ein Lügner, das tue ich für mein Teil hier nicht.Ist wie mit Sex, Du kannst es beherrschen, Du kannst es kanalisieren, aber weg wirst es nicht kriegen,weils zur conditio humana gehört und nicht nur zu der,geht beides viel tiefer.Und die beste vorhandene Kontrolle gegen den Ausbruch sind immer noch Du-Evidenz und diese dünne Tünche der Kultur,das ist aber immer wirklich sehr dünnes Eis,man kanns sehr leicht auslösen indem man Individuen die Verantwortung abgeben läßt,etwa an vermeintliche Autoritäten,wie bei Milgram oder an eine Gruppe oder auch ihnen Macht über andere in die Hand gibt und das funktioniert selbst wenn alle Beteiligten wissen, daß es nur Scharade ist, wie bei Zimbardo.Mit einem Wort,wir sind alle verdammt unsichere Kantonisten und ob Du es magst oder nicht, Du sitzt mit in dem Boot,nur ich für mein Teil schließe mich da nicht aus,weils der sicherste Weg ist da reinzurumpeln.Und jetzt zum anderen.

V1FG4FIBT4M7ZED1
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@irgendeiner

Latein war schon immer meine schwache Seite. Bin deswegen in die Handelsakademie. Und Studienabbrecher bin ich auch noch.
Aber zur Gewalt - ich habe nicht behauptet dass ich solche Gedanken nicht habe. Und ich bin schon selber Opfer von Gewalt gewesen. Kann ganz schön wehtun. (und der Grund war, dass ich eben nicht weggelaufen bin - bin aber alles andere als ein Held)
Darum lassen wir das jetzt - ich habe Sie verstanden.
Zum anderen dann unten

Irgendeiner
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Aber eigentlich brauchts da keine großen Lateinkenntnisse, Asterixlektüre

reicht auch hin.Aber diese Ehrlichkeit ehrt,schlecht in Latein, Studienabbrecher, Opfer,kein Held, auch agonale Impulse,ein durch und durch fehlbarer Mensch,so eine realistische Selbstpräsentation ist selten.Naja, wer ist schon perfekt,ich für mein Teil zum Beispiel bin schon alt, da schweifen dann schonmal die Gedanken ab,dann denkt man an so politische Hochstapler wie Jörg oder Kurz,keine Substanz und mehr sein wollen als man ist.Gibt natürlich ehrenvollere Strategien
auch noch,nämlich Tiefzustapeln und weniger zu zeigen als da ist,das ist oft sehr lustig,nur gilt da wie dort eine Sache, wenn mans übertreibt, frißts der andere nicht.Ich weiß auch nicht, wie ich jetzt drauf komme, ist wohl diese verdammte Gedankenflucht die im Alter auftritt.

Irgendeiner
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Nun,sistieren wir die Frage wie neu Du hier bist,schauma einfach was Du

tust, du strukturiest es ja selbst sehr schön.Punkt eins, die anderen sind auch nicht besser,Relativierung der Kritik und Punkt zwei,Kurzens Forderungen wurden von anderen übernommen,klingt neutral,ist für Kritiker wie mich eine Sachfeststellung,haben tatsächlich viele einen ähnlichen Schmarrn am Panier wobei die Frage bleibt, wie weit sie Kurz dazu gebraucht haben aber für Adoranten sagts, erfolgreich war er, der Basti.Und dabei umgehst großräumig worauf ich hinzielte,denn ich sprach,im Gegensatz zu mapem oben nicht von der Beschädigung von Gruppeninteressen,ich sprach nicht von ideologischen Standpunkten so zwischen Marx, Althusser und Mannheim,ich sprach nicht mit Michels von politischen Strukturen und ihrer Oligarchisierung, da bin ich noch weit weg davon, ich sprach vom Schattenriß eines Charakters den ich sehe,dessen Gangart ich bei Jörg schon einmal sah,nur daß es beim großen Schwätzer wenigstens noch die Restsubstanz des Schwätzenkönnens hatte.Ich will den in keinem Amt sehen, ich halte ihn für gefährlich.

V1FG4FIBT4M7ZED1
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@irgendeiner

Den Kurz für gefährlich zu halten sei dir unbenommen. Ich halte ihn nicht für gefährlich (vielleicht bin ich da naiv - oder einfach zuwenig links - bis auf Van der Bellen hab ich bisher immer ÖVP gewählt). Ich bin zwar auch nicht von der österreichischen Demokratie überzeugt - z.B. gibt keiner zu wen er wählt, aus Angst vor?(und man sieht ja dass bislang gefestigte Demokratien wie USA oder GB von Populisten vergenusswurzelt werden können) aber ich glaube das die österreichische Demokratie stark genug ist einen Kanzler Kurz auszuhalten. Sonst wär ja wirklich Feuer am Dach. Das wir bisher genau in einer Parteienoligarchie gelebt haben (seit der Alleinregierung Klaus) scheint ja auch mit ein Grund für Kurzens "Erfolg" zu sein.
Viele wollen etwas anderes als bisher - sie wissen aber nicht eigentlich nicht was.

 
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