Der Medienandrang im Wiener Straflandesgericht war an diesem Vormittag besonders groß. Vor den elektronischen Zugangsschranken in das sogenannte "Graue Haus" haben sich Schlangen gebildet, der Große Schwurgerichtssaal ist bis auf den letzten Platz ausreserviert. Denn hier hat um 9.30 Uhr ein ehemaliger Bundeskanzler vor dem Richter Platz genommen. Ex-ÖVP-Chef Sebastian Kurz wird von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eine falsche Zeugenaussage im Ibiza-U-Ausschuss 2020 vorgeworfen, in dem Kurz unter Wahrheitspflicht befragt worden war. Kurz bestreitet das und fordert einen Freispruch.
Erster Prozesstag
Diversion für Glatz-Kremsner, Kurz-Anwalt beklagt „absurde“ Vorwürfe
Im Wiener Straflandesgericht hat der Prozess gegen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begonnen. Kurz‘ Verteidiger wollten einen anderen Richter, die Anklage trug ihre Vorwürfe vor. Am Freitag wird Ex-Kanzler Kurz befragt.
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