Ex-Öbag-Chef Thomas Schmid brachte mit seinen Chats nicht nur mehrere Politiker in Bedrängnis, sondern rückte am Wochenende auch "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak in den medialen Fokus. In einem 166-seitigen "Auswertungsbericht" der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sind Chat-Unterhaltungen zwischen Schmid und Nowak ersichtlich, in denen Schmid mehrfach bei Nowak intervenierte. Dieser bittet Schmid wiederum um Unterstützung bei seinen Ambitionen auf den ORF-Chefsessel. Die ihm Schmid auch zugesagt hat. Den Posten hat Nowak am Ende nicht bekommen, er hatte sich auch nicht beworben. "Ich hatte keinen Deal mit Thomas Schmid", erklärte der "Presse"-Chef gegenüber der Kleinen Zeitung.