Es war ein ungewöhnlicher Termin. Am Rande seines Wahlkampfauftritts in Graz traf Bundespräsident Alexander Van der Bellen den früheren steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Der langjährige ÖVP-Politiker überraschte Van der Bellen zur Begrüßung mit einer amtlich beglaubigten Unterstützungserklärung. Bei dem Gespräch in einem Gastgarten eines Grazer Hotels ging es um die krisenhafte Entwicklung in Folge des russischen Angriffskriegs, die Polarisierung der Gesellschaft, aber auch um die Androhung des blauen Mitbewerbes Walter Rosenkranz, nach Amtsantritt womöglich sofort den Kanzler und die Regierung in die Wüste zu schicken.