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WiederaufbauKärnten holte sich 12,7 Millionen Euro aus EU-Fonds

REACT-EU-Mittel zur Unterstützung von Betrieben für vor allem grüne und digitale Innovationen an Land gezogen. Landeshauptmann Peter Kaiser fordert die Bunderegierung auf, endlich auch die Programme für den milliardenschweren EU-Wiederaufbau abzuholen.

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LH Peter Kaiser: Schnelle Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise
LH Peter Kaiser: Schnelle Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Das Land Kärnten hat eine Zusage für 12,7 Millionen Euro aus dem EU-Sofort-Aufbauhilfeprogramm REACT erhalten. Damit sollen Kärntner Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützt werden, teilten EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser und Wirtschaftsförderungsreferentin LHStv. Gaby Schaunig (beide SPÖ) am Samstag mit. Die Abwicklung dieser Mittel erfolgt in Kärnten durch den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds im Rahmen der bestehenden KWF-Programme.

Laut Aussendung können heimische Betriebe Förderungen erhalten, um ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, in ihren Standort zu investieren oder Innovationen voranzutreiben. "Ziel von REACT-EU ist vor allem eine schnelle Hilfe zur Bewältigung der Folgen der Coronakrise", erklärt Kaiser. Dies decke sich mit den Zielsetzungen der Kärntner Wirtschaftsförderungsprogramme, mit denen die heimischen Betriebe einerseits stabilisiert und andererseits bei Investitionen und Innovationen unterstützt werden sollen, ergänzte Schaunig. Der Schwerpunkt liege auf Innovationen im grünen und digitalen Bereich.

"Regierung ist säumig"

Kaiser und Schaunig forderten in dem Zusammenhang wiederholt, "dass die Bundesregierung der EU-Kommission endlich auch jene Maßnahmen und Resilienzpläne meldet, für die die EU im Rahmen des längerfristigen Recovery-Programms namens "NextGenerationEU" mehr als drei Milliarden Euro für Österreich bereithält". Die Bundesregierung sei hier gefährlich säumig. Während andere EU-Staaten nämlich bereits entsprechende Maßnahmenpläne gemeldet und dafür teilweise von der EU eine Nachfrist zur Verbesserung bzw. Erfüllung der für eine Auszahlung erforderlichen Kriterien bekommen hätten, drohe der Bundesregierung zumindest der Verlust einer Nachfrist. Diese ende Ende April.

"Es geht um sehr viel Geld, das die EU Österreich, für seine Bevölkerung, die Wirtschaft und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen will. Eine Chance, die die Bundesregierung einfach nicht ungenützt lassen darf", schlossen Kaiser und Schaunig.

Kommentare (4)
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umo10
0
1
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Kärnten bräuchte viiiel mehr Geld, dass einmal bei der EU beantragt werden soll

A) Um nur die Anschlüsse an die anderen Bundesländer herzustellen: Gütertrasse vom koralmtunnel bis zum „Zollhafen“ Fürnitz. S-Bahnausbau Villach-Süd. B)Windkraft auf allen Schigebieten wie Gerlitzen, Kaiserburg, Katschberg, Turrach... C) fotovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden...

mtttt
4
6
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12,7 Mio

Dafür müssen Firmen Projekte einreichen. Kein Verdienst des Landes, und übrigens, im Vergleich zu anderen Regionen gleicher Größe in anderen EU Ländern recht wenig. Aber nette Schlagzeile, um vom Versagen in Bad St. Leonhard abzulenken.

archiv
10
13
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"Die Regierung ist säumig" ...


.. und Kärntens Politik "schläft" auch, was die möglichen Gelder aus Brüssel betrifft - oder?

- Was ist mit Projekten im Zusammenhang mit den Lärmschutzmaßnahmen etc. entlang der Koralmhochleistungsbahn?

- Was ist mit Projekten/Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bau der 380 kV-Starkstromautobahn quer durch Kärnten - Obersielach bis Lienz geplant - mit Starkstromtrasse durch das Gailtal oder das Drautal?

- Was ist mit Projekten/Maßnahmen für die Trinkwasserversorgung in Kärnten (seit Jahren geplante Ringwasserleitung/versorgung)?

-- und, und, und .....

duMont
6
5
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Die Ringwasser leitung klingt gut ist aber unökologisch

würde man Trinkwasser sparen bräuchte man nicht wertvolles Trinkwasser beim Klo hinunterspülen