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Appell an MiteinanderLudwig: "Terror wird Wien nicht spalten"

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zog in einem Pressestatement Bilanz der letzten Nacht und sicherte ein geeintes Wien und Hilfe für Betroffene zu.

Bürgermeister Michael Ludwig zur aktuellen Lage
Bürgermeister Michael Ludwig zur aktuellen Lage © APA
 

Nach der Kranzniederlegung und einem Krisentreffen mit unter anderem Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wandte sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) um 15 Uhr mit einem aktuellen Lagebericht aus dem Festsaal des Wiener Rathauses an die Medien. 

10 Verletzte entlassen, 13 noch in Spital

Ludwig ließ einmal mehr den gestrigen Abend in der vollen Wiener Innenstadt Revue passieren und zog Bilanz: Eine Kellnerin und drei Menschen, die ihre Freizeit in der Innenstadt verbringen wollten, verloren beim gestrigen Terrorakt ihr Leben. Insgesamt wurden 24 Personen in Wiener Krankenhäuser gebracht. Die Zahl weiche deshalb von den gestrigen Angaben ab, weil bei einigen Verletzten nicht gleich einen Zusammenhang zum Terrorakt bestand. Eine Person ist inzwischen im Krankenhaus verstorben, zehn konnten bereits entlassen werden. 13 weitere Personen sind derzeit noch in Behandlung, drei von ihnen in kritischem Zustand. Vier Personen konnten mittlerweile stabilisiert werden. Den Angehörigen und Verletzten sprach Ludwig sein Mitgefühl aus. 

Während der Hochphase des Einsatzes waren 50 Rettungseinheiten unterwegs, während 15 weitere Einheiten in Bereitschaft auf Reserve gehalten wurden. Einmal mehr sprach Ludwig auch den Einsatzkräften, Ärzten, Sanitätern und Mitarbeitern der Wiener Linien seinen Dank aus. „Wien funktioniert auch in Krisensituationen“, sagt Ludwig, das habe man gestern deutlich gesehen. 

Psychosozialer Dienst aufgestockt, Hotline für Schulen

In seinem Statement bedankte sich der Bürgermeister auch für internationale Solidaritätsbekundungen von Paris bis Tel Aviv, um dann auf den zentralen Punkt einzulenken: Die Wienerinnen und Wiener werden dem Wunsch der Terroristen nicht nachkommen, sondern demokratisch vereint zusammenstehen. Niemand soll außerdem mit Traumatisierungen alleine gelassen werden. Einrichtungen wie der Psychosoziale Dienst werden personell aufgestockt und auch für Schulen wird es eine Hotline geben, an die sie sich wenden können. 

Abschließend betont Ludwig, dass Wien zu den sichersten Städten der Welt gehört.: „Priorität hat jetzt, dass die Wienerinnen und Wiener sich auch bald wieder sicher fühlen.“ 

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