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Familienbeihilfe ins Ausland Caritas-Direktor: Neue Regierung soll Beihilfe prüfen

Vor einem Jahr hat die damalige ÖVP-FPÖ-Regierung die Familienbeihilfe für Arbeitnehmer, deren Kinder im Ausland leben, angepasst. Caritas-Direktor Michael Landau appelliert erneut an die neue Regierung, zu prüfen, ob die Anpassung im Hinblick auf Pflegerinnen, die ihre Kinder zurücklassen müssen, fair ist.

Caritas-Direktor Michael Landau appelliert an die neue Regierung © Weichselbraun
 

"Ich hatte Schmerzen, Tränen und die Hoffnung, dass es morgen besser wird", sagt Vasilina Ciobanu. Die 62-jährige Rumänin ging zehn Jahre lang als Altenpflegerin ins Ausland. Sie verdiente zwar das Dreifache, hatte aber Heimweh und musste ihre Kinder zurücklassen. Während diese Pflegerinnen in Österreich dringend gebraucht werden, leiden ihre Familien in der Heimat.

Das Wohlstandsgefälle zwinge die Frauen in andere Länder zu gehen, so Caritas-Direktor Michael Landau. Vor einem Jahr hat die damalige ÖVP-FPÖ-Regierung die Familienbeihilfe der Arbeitnehmer, deren Kinder im Ausland leben, angepasst. Weshalb Caritas-Direktor Landau jetzt im ORF erneut an die neue Regierung appelliert, zu prüfen, ob die Anpassung vor allem jenen 24-Stunden-Pflegerinnen gegenüber, "die ihre Kinder zurücklassen müssen, um alte Menschen bei uns zu pflegen", fair ist. Für Kinder in Rumänien gäbe es derzeit beispielsweise nur mehr 56 Euro im Monat.

Kommentare (10)

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schteirischprovessa
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Ich würde es für richtig halten, wenn die

Familienbeihilfe grundsätzlich von jenem Land zu zahlen ist, in dem die Kinder leben.
Die Familienbeihilfe ist eindeutig keine Gegenleistung für die Leistung Arbeit eines Dienstnehmers.
So nebenbei ist es wohl auch nicht gerecht, dass ein Kind, dessen Eltern im Heimatland berufstätig sind, eine Familienbeihilfe von z. B. 23 Euro bekommen, während das Nachbarskind, dessen Elternteil in Österreich arbeitet, 114 Euro bekommt, mit steigendem Alter mehr.

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aknaus
2
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Wie man es auch macht

es wird immer als ungerecht empfunden werden. Die Pflegeberufe sind sowieso unterbezahlt und daher ist die Kinderbeihilfe für ausländische Pflegerinnen ein zusätzlicher Anreiz. Das ist verständlich. Montagearbeiter sind auch monatelang von den Familien getrennt und bekommen es auch vergolten mit Zusatzleistungen. Aber man muss beim Kindergeld berücksichtigen dass man in Rumänien oder Bulgarien mit 59 Euro sicher sehr viel mehr kaufen kann als eine Familie mit der österreichischen Kinderbeihilfe in Österreich. Also ist das auch gerechter. Daher sind, wenn schon, die Löhne zu erhöhen und nicht das Kindergeld.

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Mein Graz
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@aknaus

Löhne erhöhen?
Viele zu betreuende oder zu pflegende Personen können sich heute schon (auch bei niedrigen Löhnen) keine 24-Stunden-Betreuung oder -Pflege leisten. Können die Kinder sie nicht unterstützen bleibt nur mehr der Weg, die Senioren in Einrichtungen unterzubringen, die vom Staat finanziert werden.

Im Endeffekt zahlt der Staat drauf, denn Betreuung/Pflege zu Hause ist für den Staat wesentlich kostengünstiger (auch wenn der Staat 275€ pro Pflegeperson zuschießt) als in einem Heim.

Da wäre es sicher für den Staat günstiger, die Regelung der Familienbeihilfe wieder auf den alten Stand zu bringen - denn dabei würden nur bei den Pflegepersonen Kosten entstehen, die tatsächlich Kinder haben.

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Mein Graz
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Ich liebe euch, ihr 👎 - Drücker!

Vor allem deshalb, weil ihr zwar mit der Maus den für euch "richtigen" Knopf findet, die Tastatur aber nicht.
Und mir so die Antwort an eure - möglicherweise nicht belegbaren Postings und nicht nachvollziehbaren Argumente, die ihr hier nicht vorbringt (vielleicht fehlen sie euch auch?) - erspart bleibt.

Weiter so, ich fühle mich geehrt!

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Meine Eltern waren in

Deutschland 1960 beide arbeiten da bekamen sie keine Beihilfe für zwei Kinder ....mein Vater bzw.meine Mutter muss jetzt noch Steuern zahlen da mein Vater schon vor 5 Jahren verstorben ist Steu
ern zahlen nach Deutschland weil er sieben Jahre dort gearbeitet hat und eine Pension bekommt von Deutschland

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Henry44
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Warum sollte eine deutsche Pension steuerfrei sein?

Würde die gleiche Pensionshöhe aus Österreich stammen, wäre sie genauso zu besteuern.

Richtig ist, dass derartige Pensionen aus D und CH sehr viele Jahre nicht versteuert worden sind, obwohl sie steuerpflichtig gewesen wären.

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ordner5
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Stimmt nicht,

Wer in Deutschland eine Rente bezieht, hat einen hohen Steuerfreibetrag, bezieht man die Rente im Ausland, hat man das Privileg nicht, Vollversteuerung. Auch eine große Diskriminierung. Aber davon spricht, der werte Herr Caritas-Direktor nicht.

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altbayer
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Caritas

Beschäftigt die Caritas auch rumänische 24Stundenpflegerinnen?
Wenn ja - könnte Herr Landau ja bei den eigenen Mitarbeitern die Differenz der Kinderbeihilfe aus der Kasse der Caritas ausgleichen.
Aber dann hätte nicht Frau Ciobanu "Schmerzen und Tränen", sondern Herr Landau "Tränen und Schmerzen"

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wlan
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Wie alt sind die Kinder der 62 Järigen?

?

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Mein Graz
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@wlan

Da die Frau von der Vergangenheit erzählt ist anzunehmen, dass sie damals jünger war - und damit wahrscheinlich auch Kinder im Jugendlichen-Alter hatte.

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