AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

St. PöltenPolitisches Hick-Hack nach Brandanschlag auf FPÖ-Landeszentrale

Vier Vermummte setzten in der Nacht auf Montag die niederösterreichische FPÖ-Zentrale in Brand. Die Gewalttat wird von allen Parteien verurteilt. Die FPÖ stellte indirekt Verbindungen der noch unbekannten Täter zu SPÖ, Grünen und SOS Mitmensch in den Raum.

Untersuchungen nach dem Brandanschlag auf FPÖ-Zentrale in Niederösterreich
Untersuchungen nach dem Brandanschlag auf FPÖ-Zentrale in Niederösterreich © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Nach dem Brandanschlag auf die Landesparteizentrale der FPÖ Niederösterreich in der Nacht auf Montag ist ein Streit um den Umgang mit diesem Vorfall entbrannt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker vermutet ein "Quartett von Linksextremisten" hinter der Tat. Die Partei hat Montagmittag die Videoaufnahmen des mutmaßlichen Brandangriffs in den Nachtstunden in St. Pölten auf Facebook veröffentlicht. "Dieser Anschlag ist auch ein Anschlag auf die Demokratie", hieß es im Text anbei.

Hafenecker stellte allerdings auch die Frage, „wie weit solche Anarchisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs wie SOS-Mitmensch gestützt und beschützt werden, noch bereit sind zu gehen“. Dies sorgte umgehend für Empörung. SPÖ und SOS Mitmensch verurteilen zwar klar die Gewalttat, wehren sich aber gegen unterstellte Querverbindungen in ihre Reihen. Auf eine Verbindung zu den genannten Organisationen gibt es derzeit keine Hinweise. Via Twitter widerspricht der Sprecher von SOS Mitmensch, Alexander Pollak, der gleichzeitig den Anschlag verurteilt: Solche Aussagen seien "verleumderisch und tatsachenwidrig".

Molotow-Cocktails

"Vier Vermummte haben in der Nacht auf Montag versucht, die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich mit Molotowcocktails niederzubrennen. Glücklicherweise kamen durch das beherzte Eingreifen einer Taxifahrerin weder Mitarbeiter noch Anrainer zu Schaden", schrieben die Freiheitlichen.

Laut Hafenecker würden gerade in Vorwahlzeiten FPÖ-Mitarbeiter regelmäßig in der Landesgeschäftsstelle übernachten. Und auch Nachbarhäuser hätten in Gefahr geraten können: "Dass man offensichtlich die Gefährdung von Leib und Leben freiheitlicher Mitarbeiter aber auch von Anrainern in Kauf genommen hat, lässt mich erschaudern", betonte der Parteimanager in einer Aussendung.

Die FPÖ-Landesgeschäftsstelle heute Vormittag. Foto © Georg Renner

"Stimmung von Hass und Intoleranz"

"Wenn es hier Verbindungen zu Parteien oder NGOs geben sollte, müssen ganz klar ernsthafte Konsequenzen gezogen werden", schreibt Hafenecker. Die Brandstiftung in St. Pölten erinnere "an finsterste Zeiten unserer Geschichte und es ist anzunehmen, dass das erst der Beginn einer Gewaltwelle sein wird", so der Generalsekretär. Es werde zum "Halali" auf die FPÖ und ihre Wähler geblasen und eine "Stimmung von Hass und Intoleranz geschaffen, welche wir nur aus den Geschichtsbüchern kennen". Hafenecker bekräftigte, dass die Freiheitliche Partei ihren Weg für Österreich und seine Bürger unbeirrt weitergehen werde.

SPÖ verurteilt Tat zutiefst

Als "abscheulich und zutiefst zu verurteilen" hat Wolfgang Kocevar, Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich, am Montagnachmittag den Brandanschlag bei der FPÖ-Landespartei in St. Pölten bezeichnet. "Wir vertrauen auf die Polizei, dass die Täter rasch gefasst und die Hintergründe der Tat beleuchtet werden können."

Parteien und NGOs in einer Aussendung an den Pranger zu stellen, "schlägt dem Fass jedoch den Boden aus", reagierte Kocevar auf Aussagen von FPÖ-Generalsekretär Hafenecker. Aus einer derartigen Situation "politisches Kapital schlagen zu wollen, ist letztklassig und auch durch die Ausnahmesituation nicht zu entschuldigen".

Kommentare (91)

Kommentieren
UHBP
6
26
Lesenswert?

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker vermutet unterdessen ein "Quartett von Linksextremisten" hinter der Tat.

Vermuten kann man natürlich viel.
X vermutet eine rechtsextremes Quartett hinter der Tat.
Y vermutet eine Kabinetts-Quartett hinter der Tat, die sich die Schredderkosten sparen wollten.
Z vermutet eine Quartet aus Dummköpfen hinter der Tat.
Ja, vermuten kann man viel!

Antworten
fragment
3
28
Lesenswert?

So etwas

ist nie in Ordnung oder ein Mittel des Protestes. Bin absoluter Gegner der FPÖ, aber das darf doch nicht sein.

Antworten
gm72
4
26
Lesenswert?

Völlig d'accord

Und leider Wasser auf die Mühlräder dieser Partei, denn dadurch können sie wieder die Opferrolle einnehmen.

Antworten
Lodengrün
3
15
Lesenswert?

Da wird vielleicht etwas aufgeblasen

Und gleich sind es die SPÖ Leute. Dabei hat Strache im Interview gesagt das Video sei von jemandem in Auftrag gegeben worden der der ÖVP und den NEOS nahe steht. Also was jetzt Herr Hafenecker?

Antworten
fans61
27
45
Lesenswert?

Ja beim Anpatzen und Vermuten da sind die blau-braunen Recken schnell.

Wenn's aber um die eigene geschichtliche Aufarbeitung geht bzw. um Klarstellungen der Äußerungen Ihres ehemaligen Parteichefs geht, dann kommen sie ins straucheln.

Antworten
levis555
37
44
Lesenswert?

So geht es halt, wenn man spaltet, hetzt und Menschen gegenseitig ausspielt

Und a bisserl was Aktuelles für die Opferlegende braucht man eben auch noch...

Antworten
schulzebaue
18
21
Lesenswert?

Täter

Opfer Umkehr.

Auch ein spannender Ansatz

Antworten
Lepus52
10
19
Lesenswert?

Wieso?

Wissen Sie denn wer die Täter sind?

Antworten
5d659df496fc130dbbac61f384859822
26
47
Lesenswert?

Die Klage dürfte folgen!

"wie weit solche Anarchisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs wie SOS-Mitmensch gestützt und beschützt werden, noch bereit sind zu gehen", Unglaublicher Vorwurf, den die Betroffenen hoffentlich mit Klagen begegnen werden.

Antworten
Lepus52
9
32
Lesenswert?

Die Täter

könnten natürlich Terroristen sein, es wäre aber auch möglich, das frustrierte FPÖ Sympathisanten die Aufmerksamkeit von Ibiza und seinen Folgen abziehen möchten. Auch eine besoffene Geschichte oder ein ganz gewöhnlicher Brandstifter, der gerne Feuer sieht und dann vielleicht auch beim Löschen hilft wäre denkbar. Erst den/die Täter finden, dann ein Urteil bilden. Jeder Anschlag ist zu verurteilen.

Antworten
Kritiker
21
16
Lesenswert?

An die linken hier:

In Deutschland werden fast täglich Personen wegen angeblicher oder tatsächlicher Nähe zur AFD aktiv angegriffen und niedergeschlagen, regemäßig Wirte bedroht weil sie Treffen von AFD Mitglieder gesetzeskonform erlauben und Autos angezündet. Auch Mordanschläge (Bsp. Magnitz) haben sich bereits ereignet. Politiker wie Stegner von der SPD rufen in diesem Kontext offen zu derartigen Angriffen auf das AFD Personal auf und das mit den o.g. Folgen. Und dann wollt ihr behaupten der Ableger der sog. Antifa bei uns in Österreich agiert nicht vergleichbar und verfügt ebenfalls über Kontakte in die SPÖ (vor allem Jusos) und zu den Grünen, das liegt doch sehr nahe. Und gerade die Kommentare linksdenkender hier zeigen die schon fast offene Sympathie für derartige Aktivitäten. Und die FPÖ wird ja mehr oder weniger von diesem Dunstkreis entsprechend gleichgesetzt und als Feindbild angesehen.

Antworten
Irgendeiner
4
1
Lesenswert?

Weißt Du, wer offen hetzt hat Feinde,nein, ist nicht gut,

jedes Leben ist heilig, aber die Bilanz der Saison fällt doch a bissale anders aus Lübcke,NSU,brennende Asylwerberheime und dann mein Schlumpf,ist da noch ein Unterschied,auf der Linken hat keine Partei zur Gewalt aufgerufen oder Todeslisten gehabt, gell, hör auf zu nebeln,die schützt der Rechtsstaat wie jeden,aber charakterlich bleiben sie ein Nichts denn sie machen Propaganda auf Kosten von Menschenleben, nicht nur drüben auch hier.

Antworten
fortus01
3
4
Lesenswert?

@kritiker

Und was haben die Taten gegen die AFD mit dieser Tat zu tun?
Oder wissen Sie schon, dass hier Ableger der Antifa am Werk waren?

Antworten
SoundofThunder
8
16
Lesenswert?

🤔

Und in Deutschland gibt es jährlich über 3000 rechtsextrem motivierte Straftaten .Die AfD ist nicht das Opfer.

Antworten
Kritiker
6
8
Lesenswert?

wieder eine Nebelgranate

Die Mehrzahl dieser Straftaten dort bestehen im Verwenden verfassungsfeindlicher Aktivitäten außerdem wird dort beispielsweise jeder Antisemitische Anschlag automatisch als rechte Straftat gewertet obwohl die meisten Antisemitischen Straftaten durch Moslems religiös bedingt begangen werden, außerdem:

Das beantwortet nicht die Tatsache, dass es sich beim gegenständlichen Angriff um eine typische Antifaterroraktion handelt, wie sie in Deutschland an der Tagesordnung liegt.
Das Verständnis für derartige Verbrechen und auch für Aufrufe von Politiker dazu lässt tief blicken und bestätigt aus meiner Sicht die o.g. Argumentation.

Antworten
SoundofThunder
5
6
Lesenswert?

Googeln Sie es selber.

Und wenn man nach politisch rechts motivierte Straf- und Gewalttaten googelt kommt man in Deutschland auf über 11000 Fälle.

Antworten
Kommentare 76-91 von 91