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Spenden an ÖVPDrei Großspender zahlten für ÖVP mehr als 9.260 Kleinspender zusammen

Die ÖVP hat 2017 wohl tatsächlich ähnlich viel Geld eingeworben wie Alexander Van der Bellen im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Beim heutigen Bundespräsidenten stammte der Großteil aber aus Kleinspenden.

NEUWAHL: BUNDESKANZLER KURZ  BEI BUNDESPRAeSIDENT VAN DER BELLEN
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Drei Großspender haben der ÖVP im Wahljahr 2017 mehr bezahlt als 9.260 Kleinspender zusammen. Das zeigt der Vergleich der von Sebastian Kurz im Wahlkampf veröffentlichten Spenderliste mit den Freitag von der ÖVP vorgelegten Zahlen. Zwar hat Kurz 2017 wohl tatsächlich ähnlich viel Geld eingeworben wie Alexander Van der Bellen im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Beim heutigen Bundespräsidenten stammte der Großteil aber aus Kleinspenden.

Die ÖVP verteidigt ihre erst nachträglich vollständig vorgelegte Großspenderliste mit Verweis auf den Präsidentschaftswahlkampf 2016. So betonte Parteichef Sebastian Kurz am Sonntag, dass auch Van der Bellen damals drei Mio. Euro an Spenden lukriert hat. "Es gibt immer nur Aufregung, wenn die Volkspartei unterstützt wird", beschwerte sich Kurz.

Deutliche Unterschiede zu Kurz

Der Vergleich der Spendenbilanz von Kurz und Van der Bellen zeigt allerdings deutliche Unterschiede. So hat Van der Bellen mit drei Mio. Euro zwar ähnlich viel Geld eingeworben, wie das die ÖVP am Freitag für die Bundespartei eingeräumt hat (2,96 Mio. Euro). Allerdings stammen bei Van der Bellen zwei Drittel der Gesamtsumme von über 20.000 Kleinspendern, die knapp 2,1 Mio. Euro einzahlten. Die drei größten Einzelspender (Hans Peter Haselsteiner, SLE Schuh und Johannes Baillou, der auch Kurz unterstützte) bezahlten bei Van der Bellen 415.000 Euro.

Bei der ÖVP stammte mit den am Freitag nachgelieferten Zahlen dagegen nicht einmal ein Drittel aus Kleinspenden von 3.500 Euro oder weniger. Sie haben laut den von Sebastian Kurz im Internet veröffentlichten Angaben 919.396 Euro eingebracht. Und: Die drei größten Einzelspender Klaus Ortner (438.000 Euro), Stefan Pierer (436.563) und Martin Böhm (100.000) haben gemeinsam 974.563 Euro bezahlt, also mehr als die 9.260 Kleinspender zusammen.

Nachbesserung bei ÖVP

Und ein weiterer Unterschied zwischen Van der Bellens Wahlkampagne und jener der ÖVP: Die nach der Wahl veröffentlichte Spendenbilanz Van der Bellens unterscheidet sich bis auf einige Tausend Euro kaum von der schon im Wahlkampf online veröffentlichten Spendenliste. Die ÖVP musste ihre Spendenbilanz für das Wahljahr am Freitag dagegen deutlich nachbessern, nachdem eine hohe Spende des Tiroler Bauinvestors Klaus Ortner bekannt geworden war.

Im Wahlkampf hatte VP-Chef Sebastian Kurz nämlich nur 2,1 Mio. Euro an Spenden auf seiner Internetseite veröffentlicht. Tatsächlich sind nach Angaben der ÖVP im Wahljahr aber fast drei Mio. Euro an die Bundespartei geflossen und weitere 1,4 Mio. Euro an Landes-, Gemeindeorganisationen und Abgeordnete. Online veröffentlicht wurde das nicht, weil - so die ÖVP - die Differenz auf die drei Mio. Euro nicht im Wahlkampf geflossen sei, sondern vorher oder nachher. Zudem hat bei der ÖVP die Stückelung in mehreren Teilbeträgen eine sofortige Veröffentlichung beim Rechnungshof verhindert. Aktuell liegt die Schwelle dafür bei 51.000 Euro.

Kommentare (90)

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Hundertwasser
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ÖVP erhält Großspende der Gebrüder Weiss - Betriebserweiterung nicht im öffentlichen Interesse

Petition an den ÖVP Landeshauptmann für ein lebenswertes Salzburg-Schallmoos
Leute bitte nicht vergessen: Die Bewohner von Schallmoos brauchen dringend eine Entlastung vom LKW-Verkehr. Die gesetzlichen Grenzwerte für NO2 werden bei weitem überschritten. Wer sich mit den Schallmooser solidarisieren möchte, hier der Link zur Petition an den ÖVP Landeshauptmann - Danke!
https://mein.aufstehn.at/petitions/…r-bis-2021

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Apulio
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Der größte Unterschied

ist, dass Van der Bellen keine Gesetze nach den Spenderwünschen (12Stundentag u. weitere) machen kann.
Was kostet eigentlich der 14/16 Stundentag?
Die ÖVP ist keine Volkspartei mehr, sie ist vom Volk schon zu weit entfernt, eher WPÖ( Wirtschaftspartei), Konzernpartei geht nicht, der Name KPÖ ist schon vergeben.

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grboh
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Parteichef Sebastian Kurz betonte ....

Hr. Kurz, der immer wieder versucht, echt honorige Persönlichkeiten zu vereinnahmen (" ich habe, gemeinsam ,mit dem Bundespräsidenten.. bla bla..der Bundespräsident ist meiner Meinung, bla, bla....oder aber " ich habe gemeinsam mit dem Hr. Kardinal, bla, bla..." greift genau diese, moralisch und menschlich Lichtjahre höher stehenden Persönlichkeiten - wie jetzt Hr. Van der Bellen an, um von den Bewiesenen Unwahrheiten und Unzulänglichkeiten in der von ihm geführten ÖVP abzulenken.
Dass er zb. Hr. Van der Bellen ohne die Höflichkeitsform des "Hr." vor dem "Bundespräsident "auskommt ist meines Erachtens seiner Überheblichkeit anderen gegenüber geschuldet.

Für mich ist das eine ausgesprochene Frechheit.

Und weil er ja bei der "Awekening Europe" Aktion nach eigener Aussage "nichts verwerfliches gesagt" hat - jetzt hat er.
Das, Hr. Kurz, halte ich für verwerflich !

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schteirischprovessa
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Wäre angebracht, wenn hier wie auch in

anderen Medien über die Umgehungskonstruktionen mit Vereinen des sozialistischen Gewerkschafter und des Roten Pensionistenverbandes berichtet wird.

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schteirischprovessa
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Jeder, der hier den roten Daumen gewählt hat,

will wohl zum Ausdruck bringen, dass er an neutralen und objektiven Medien nicht in ist. Schade, dass die rote Neue Zeit und die Arbeiterzeitung genau wie di schwarze Tagespost nicht mehr existieren.

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Lodengrün
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Du hast es schon schwer

ich ersuche Dich zu erinnern wer der Eigentümer der Kleinen ist. Und die werden kaum rote Propaganda machen. Die Kleine versucht mit aller Kraft objektiv zu sein. Und das dies ist sieht man schon bei den hervorragenden Kommentaren der Frau Gigler die sich nicht scheut den Schwarzen in die Parade zu fahren.

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homerjsimpson
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Eigentor von Kurz der "Vergleich" mit VdB

Nur weiter so Herr Alt-Kanzler, anscheinend wird man nervös und das ist gut so. Bei VdB haben ganz viele Kleinspender für positive Politik und gegen die FPÖ gespendet. Warum Großindustrielle bei Kurz spenden, ist offenkundig und hat wenig mit positiver Politik zu tun und viel mit "Interessensvertretung" (freundlich formuliert).

Und ja so nebenbei: Die Obergrenze von Wahlkampfausgaben (Gesetz) hat die ÖVP massiv überschritten unter Kurz (Gesetzesbruch). VdB kann Herr Kurz nichts Vergleichbares nachsagen.

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homerjsimpson
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Das Überweisen von vielen Kleinspenden zur Umgehung des Rechnungshofes...

..ist zwar leider nicht explizit illegal (warum wohl...). Aber es ist klar nicht im Sinne des Gesetzes und somit eigentlich auch illegal, aber was solls...

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Gedankenspiele
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Was Kurz gemacht hat (eine Großspende in viele kleine Teilspenden zu zerteilen)...

...war völlig legal, moralisch jedoch im höchsten Maße verwerflich!

Und damit es besser aussieht, versucht Kurz und die ÖVP jetzt van der Bellen anzupatzen.
Ich dachte das macht die ÖVP nicht? Da haben sich anscheinend einige geirrt.

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brody1977
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die arme ÖVP

Immer wenn sie unterstützt wird regt sich jemand auf. Ihr seit so arm, bekommt eine Dose Mitleid von mir. Wenn ihr mehr braucht bitte sagen. Eine richtige Jammerpartei.

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schadstoffarm
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IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560

150€ werde aufhören ÖVP oder wie auch immer sie heißt zu kritisieren
300€ werde mich nur noch positiv über ÖVP und deren Parallelmarken äußern.

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schadstoffarm
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und bitte aus steuerlichen Gründen nicht mehr

als 730€, das müssten wir dann stückeln.

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Balrog206
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Schad

Würde bei dir , eine so große Überweisung auf deinem Konto eingehen ( 730), würde sofort die Staatsanwaltschaft aktiv werden mit Verdacht auf Geldwäsche 😂!

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gab65
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Ich kann doch

mit meinem Geld machen was ich will - und wenn ich es der ÖVP spende oder der Kirche - geht doch keinem etwas an .

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lieschenmueller
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@gab65 - was ich will

Solange man sich keine "puppet on a string" in der Politik zulegt damit, schon.

Ist aber der Fall leider. Also das Bedauern nicht für die Schenker sondern für das gemeine Volk!

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schteirischprovessa
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Die bisherigen Gesetze waren eher dazu angetan,

Familien und Klein- und Mittelverdiener zu entlasten, einschließlich der vorläufig auf Eid gelegten Steuerreform. Und wenn ein Turnauer 100.000 Euro spendet, trifft ihn das weniger als wenn ich aus meiner Pension 100 Euro an eine Partei überweise.

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Reipsi
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Bin ich schon

wieder gsperrt ?

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schadstoffarm
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leider nein

.

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Reipsi
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Jo jo die hormlosen

Roten .

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frikazoid
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Keine Spenden mehr für Parteien bzw. Politiker.

Beamte dürfen sich nicht mal einen Kugelschreiber als Geschenk annehmen aber Politiker, die unsere Gesetze beschließen, dürfen Geschenke in Millionenhöhe annehmen, da stimmt doch was nicht.

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Reipsi
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Selba

Großspender suchen, hat man allerdings nur wenn man gute Arbeit leistet.

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homerjsimpson
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Gute Leistung für den Spender.

Sieht man zB bei Trump sehr gut, bei Kurz auch schön.

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schadstoffarm
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die SPÖ

könnt ja den 14h oder 16h Tag verkaufen, z.B. an Wienerberger.
Und die 5% Köst an Magna.

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fortus01
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lieber Herr Nehammer,

ihr könnt's das jetzt drehen und wenden, wie ihr wollt. Auch der klägliche Versuch, eures PR Beraters gestern "Im Zentrum" - es ist eh' alles transparent und der Herr Haselsteiner spendet ja auch (ja 1,7 Mio in / Jahren und überall nachlesbar!), und der Herr Van der Bellen hat ja auch viel Geld erhalten........
Tatsache ist :
Herr Kurz hat noch eine Woche vor der Wahl öffentlich behauptet, die Wahlkampfkosten bewegen sich im gesetzlichen Rahmen - also eine glatte Lüge;
Die echten Kosten währen ohne die Berichterstattung in den Medien NIE an die Öffentlichkeit gelangt - soviel zur Transparenz!
Die "Strafzahlung" haben die türkisen mit einem Lächeln gerne angenommen;
Ihr seid's gegen Anpatzen und beschwert euch immer über die "anderen", aber eure erste Reaktion ist... "die anderen haben ja auch überzogen.....! In Wirklichkeit patzt Ihr an!
Der herbeigezauberte Vergleich der Spenden bei Nationalrats- und Präsidentschaftswahlen spricht für sich, welchen Einfluss hat ein Bundespräsident auf die Gesetzgebung, btw. die Postenbestzung in der ÖIAG?
Spenden in die Zeit vor und nach dem Wahlkampf datieren ist ein trauriger Versuch, die Wähler für blöd zu verkaufen;
Trotz aller Offenlegungen fehlt noch immer eine gewaltige Summe auf die tatsächliche Überschreitung der Wahlkampfkosten 2017!

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UHBP
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@fortus

"... ist ein trauriger Versuch, die Wähler für blöd zu verkaufen;"
Aber die ÖVP ist damit sehr erfolgreich.
Was lernen wir daraus? Der ÖVP-Wähler ist wohl nicht sehr weit von dem entfernt, für was in die ÖVP hält.

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Apulio
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Wir sollten unsere Gehälter und Pensionen

auch in mehreren Tranchen von ca. 300 Euro überweisen lassen damit ersparen wir uns viel Steuer.

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