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Landespolizeidirektor Pilsl FPÖ stellt sich gegen möglichen Kickl-Nachfolger

Laut Generalsekretär Hafenecker sei Pilsl ein "Strasser-Mann und Kandidat der alten schwarzen BMI-Netzwerke".

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Die FPÖ hat sich am Sonntagnachmittag öffentlich gegen eine - medial kolportierte - Besetzung des Innenministeriums mit dem oberösterreichischen Landespolizeidirektor Andreas Pilsl gestellt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker erklärte in einer Aussendung, Pilsl sei ein "Strasser-Mann und Kandidat der alten schwarzen BMI-Netzwerke".

Dass der Landespolizeidirektor (laut Medienberichten) als neuer Innenminister gehandelt wird, mache die "wahren Interessen der ÖVP seit dem Bekanntwerden des Ibiza-Videos immer deutlicher sichtbar", meinte Hafenecker. "Erst ging es der ÖVP einzig und allein um den Kopf von Herbert Kickl und darum, dass das Innenministerium unbedingt wieder in schwarze Hände kommt. Jetzt will sie dort einen Mann installieren, der mittendrin war, als die schwarzen Netzwerke geknüpft wurden und - unter Strasser, Platter und Prokop - vom Kabinett aus an der schwarzen Einfärbung des Ministeriums und der Polizei maßgeblich beteiligt gewesen sein dürfte", so Hafenecker.

In Posten "gehievt"

Pilsl sei in seinen Posten in Oberösterreich "gehievt" worden, "obwohl er die sonst für Landespolizeidirektoren vorgesehene Qualifikation eines abgeschlossenen Jus-Studiums nicht aufweist", erklärte der FPÖ-Generalsekretär. Auch das sei ein "Indiz für seine tiefe Verankerung in den höchsten Machtzirkeln der schwarzen BMI-Ära".

"Wenn sich die ÖVP für diesen Strasser-Mann starkmacht, so zeigt sich, dass ihr an einem parteiübergreifenden Konsens bei der Zusammensetzung der Übergangsregierung nichts liegt", meinte Hafenecker. Er mutmaßt, dass das "eigentliche Ziel" der ÖVP die "Rückeroberung des BMI" sei. Um das zu erreichen, sei Ex-Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz sogar bereit gewesen, die Regierungs-Zusammenarbeit "und am Ende sich selbst und die bisherigen ÖVP-Minister" zu opfern, sagte er. "Warum dieses Ziel für die ÖVP just einen Tag nach Auftauchen des Ibiza-Videos eine so zentrale Bedeutung erlangt hat, ist die spannendste Frage in diesen politisch hochinteressanten Tagen", so Hafenecker.

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Danke für Ihr Verständnis.

ARadkohl
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Alle Parteien

Sollten jetzt einmal NICHTS zu reden haben und die Expertenregierung soll ihren Dienst bis zur nächsten NR Wahl ungehindert tun. Dann gibt es es Wahlergebnis und vielleicht sind bis dann alle zur Besinnung bereit.

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kritiker47
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Ohne Grund aufgeregt

haben sich Alle. Es ist ohnehin ein Anderer IM geworden. Nun kann jeweils nach den verschiedenen Wünschen aufgeklärt werden. Causa Vinita !

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Miraculix11
3
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Wenn Bierlein wirklich einen Mann irgendeiner Partei...

...zum Innenminister macht ist das einfataler Fehler. Nach wie vor sind die Hintermänner rund um das Ibiza-Video noch nicht bekannt und die Parteien beschuldigen einander dahinterzustecken. Daher wäre in völlig neutraler Innenminister ein Gebot der Stunde.

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Miraculix11
1
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Peschorn wirds

Chef der Anwälte der Repubik Österreich; Gute Wahl

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Zottel6
4
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Jus-Studium vorgesehen?

Weiß eigentlich Hafenecker dass die beiden höchsten Ex-Sicherheitspolitiker seitens der FPÖ, Herbert Kickl und Peter Goldgruber so überhaupt nichts mit Jus am Hut hatten?
Und wenn auf Empfehlung des Identitäten-Bosses Sellner über 40.000 wahlberechtigte Österreicher eine Vorzugsstimme für Strache abgeben, kann man sich nur wundern...
Kann man dann das Innenministerium wirklich seitens der FPÖ besetzen lassen? Ich glaube nein.

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kritiker47
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Jetzt drehen wir den Spies

einmal um : Warum will die FPÖ unter allen Umständen verhindern, dass ein sogenannter unabhängiger Experte mit anderer Farbe als Blau das Innenministerium leitet ? Soll oder darf Ibiza nicht untersucht werden ? Kann das nur ein Blauer, wenn es dabei um einen blauen Skandal geht ? Glaubt einer der Schreiber es auch wirklich selbst, dass die Türkisen hinter dem Video stehen ? Um die eigene Regierung zu sprengen, nur wegen dem Innenministerium ? Ist doch zum lachen, so eine Denkweise. Ich habe nichts gegen die Blauen, aber für sie wäre es gut, wieder den Kopf zwischen die Ohren zu nehmen und der Kickl soll mit den Füßen wieder auf den Boden kommen. Er hat doch die meiste Zeit gut gearbeitet und hängt sich jetzt an Jene an den Hals, die ihn am meisten bekämpften. Oder nicht ? Wer hat ihn vor den unzähligen Misstrauensanträgen von SPÖ und "Jetzt" beschützt ? Schon vergessen ? SPÖ und FPÖ haben sich über Bierlein als erste Frau gefreut und wollen auch ihre "Experten und -Innen unterstützen, sagten sie eifrig. Nun passt es wieder nicht, was noch alles ? Vielleicht Pilz als Justizminister ? Nein Danke !

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erstdenkendannsprechen
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ja, ist nicht ganz sauber.

aber ist das nicht ganz und gar nach fpö-manier? wirft die fpö jetzt allen ernstes der övp vor, das ministerium wieder umzufärben, nachdem sie es grad auch umgefärbt haben? nicht die üblichen qualifikationen für posten zu haben dürfte der fpö auch nicht fremd sein. scheinheiligkeit ohne ende. wer fällt da allen ernstes noch drauf rein?

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burgring0
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Na und, wo ist das Problem

Ist er halt dagegen..,

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Lodengrün
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Der Name Hafenecker

bürgt für qualitäts- und niveauvolle Kommentare.

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Irgendeiner
16
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Naja, ich kenn den nicht aber hieven hat

sich da nichts lassen,da hab ich Vertrauen in die Verfassungsrechtlerin, abgesehen davon wäre schon statistisch gesehen jeder der kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Blauer.Nullgruppler sind in dem Metier, Überraschung, selten und hätte der NachfolgerAffinitäten ins rote oder grüne Lager hätte er gebrüllt, man lasse die böse Linke untersuchen,das ewige blöde Spiel der Verschwörungstheorie ohne Indizien,wie ein Basti.Und Hafenecker, wie ist das jetzt mit dem Nachweis der rot-grünen Verschwörung auf Facebook die sie vollmundig ankündigten, ich hab das Krähen mit anschließendem Abtauchen satt, nicht nur bei Studienabbrechern.

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