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Mit UmfrageNeue Regierung will Herbstferien einführen

Schüler sollen künftig vom 26. Oktober bis zum 2. November frei haben. Die Lehrer sollen in der Woche die verpflichtenden Fortbildungskurse absolvieren.

Ferienbeginn
Ferienbeginn © PUCH JOHANNES
 

ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf die Einführung von Herbstferien geeinigt. Nach Informationen der Kleinen Zeitung sollen ab 2018 Kinder und Jugendliche vom 26. Oktober bis zum 2. November schulfrei haben oder auf Urlaub gehen können. Von der Regelung sind allerdings die Lehrer ausgenommen: Sie müssen in dieser Woche die von der neuen Regierung angedachten, verpflichtenden Fortbildungskurse belegen.

Offen ist allerdings, wie diese zusätzliche Woche kompensiert wird. Dem Vernehmen nach werden in Koalitionskreisen zwei Modelle debattiert: Entweder werden die schulautonomen Tage (vier an Pflichtschulen, fünf an Gymnasien, Neuen Mittelschulen und Höheren Schulen ) ersatzlos gestrichen. Im Gespräch ist allerdings auch die Reduzierung der Sommerferien von derzeit neun auf acht Wochen. Unter dem Strich sollen Schüler künftig nicht länger frei haben als heute.

UMFRAGE

Die Koalition hat sich auf Herbstferien verständigt. Sollen dafür die schulautonomen Tage verwendet werden oder sind Sie dafür, dass die Woche von den Sommerferien abgezwackt wird?

Diese Umfrage ist seit Samstag, 16. Dezember 2017 23:59 Uhr zu Ende!

Begründet wird der Schritt mit den Wünschen der Eltern bzw. Überlegungen der Tourismusindustrie. „Bei Kindern an mehreren Schulen gibt es oft innerfamiliäre Probleme mit der Ferienplanung“, heißt es in Regierungskreisen. „Der Tourismus würde auch von fixen Ferien profitieren.“ Bereits im Frühjahr hatte Familienministerin Sophie Karmasin mit einem ähnlichen Vorschlag aufhorchen lassen, die Noch-ÖVP-Ministerin wollte dafür die schulautonomen Tage opfern.

Koalitionsverhandlungen im Finale

Kommentare (83)

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Nora
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Irrtum des Redakteur!

4 schulautonome Tage an der Pflichtschule - das stimmt nicht! Alle Schultypen haben 5 schulautonome Tage!

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Irrtum Nora

Die Pflichtschule hat 4 schulautonome Tage

Nora
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Erklärung für astral24

Beispiel VS Maria Grün: Schuljahr 2016/17
31.10.,3.11. und 4.11. 2016 schulautonome Tage von der Schule aus festgelegt. Vom Landesschulrat für Steiermark sind 2 schulautonome Tage IMMER bestimmt: der 26.05. und der 16.06.2017.
Macht also in Summe 5 schulautonome Tage!
Alles klar?

Nora
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Irrtum astral24

Ich war bis vor Kurzem Pflichtschullehrer! VS und NMS, wie auch noch eventuell existierende HS, diese Schultypen werden Pflichtschulen genannt, haben ALLE 5 schulautonome Tage! Meine Schwiegertochter ist VS Lehrerin - 5 schulautonome Tage, meine Frau ist NMS Lehrerin-5 schulautonome Tag!

Mein Graz
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@nora

Jetzt hab ich mal geschaut, wie das wirklich ist. Und es ist eigenartig:
Der Bund gibt vor:
"Es können maximal 5 schulautonome Tage in jedem Unterrichtsjahr in Anspruch genommen werden. Pflichtschulen stehen 4 Tage und weiterführenden Schulen (AHS, BMHS, ORG) stehen 5 Tage frei."

Das Land Steiermark schreibt allerdings:
"Sowohl an den mittleren und höheren Schulen als auch an den allgemeinbildenden Pflichtschulen besteht gemäß
§ 2 Abs. 5 des Schulzeitgesetzes 1985 bzw. § 2 Abs. 7 des Steiermärkischen Schulzeit-Ausführungsgesetzes die
Möglichkeit, aus Anlässen des schulischen oder sonstigen öffentlichen Lebens schulautonom bis zu fünf Tage in jedem
Unterrichtsjahr schulfrei zu erklären."

Da die Pflichtschulen den Ländern unterstehen (im Gegensatz zu Höheren Schulen, die dem Bund unterstehen), bestimmen anscheinend die Länder selbst, wie viele Schulautonome Tage es gibt...

Mein Graz
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@nora

Schulzeitgesetz:
"Insgesamt gibt es pro Schuljahr fünf freie Tage an weiterführenden Schulen bzw. vier Tage an den Volks- und Hauptschulen,..."

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Bei

dem Bildungsstand einiger Schüler nach 4 Klassen Volksschule
gibt es zu lange Ferienzeiten.

Mein Graz
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@walter

Wie war das bei dir, Walter?

"Wegen dem Rauch,steht sogar VdB hinter den HcS."

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Vielleicht gibt es in Pflichtschulen auch Kinder,

die trotz aller Förderung die Lehrplanziele aufgrund mangelnder Intelligenz nicht schaffen können!

Katschy
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Mich würde die Hintergrundidee interessieren

Dass es zum Wohle der Kinder oder zur Entlastung der Eltern dient, kann man nahezu ausschließen.

Also was erhofft man sich davon?

Mein Graz
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@katschy

Auf jeden Fall ist es zum Wohle der Tourismusindustrie, Abteilung Fernreisen...

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Fernreisen,

die sich ganz wenige Jungfamilien leisten können und auch nicht leisten wollen!

Mein Graz
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Bei den Herbstferien

bin ich zwiegespalten:
Einerseits sind da Schüler, die tatsächlich schon eine Erholungsphase brauchen.
Andererseits ist die Zeit zwischen Sommerferien und Weihnachten eine lernintensive Zeit.

Hier sollten wirklich Experten zu Wort kommen, was sinnvoll ist.

In der jetzigen Aktion von Türkis-Blau sehe ich allerdings eher einen Kniefall vor der Tourismusindustrie (Abteilung Fernreisen) und weniger, den Wunsch der Eltern zu erfüllen.

Schwierig wird es werden, wenn man für alle Lehrer Österreichs Weiterbildungen in einem so kurzen Zeitraum organisieren will. Was ist mit denen, die keinen Platz kriegen, weil es zu wenig Angebote gibt? Wird denen dann das Gehalt gekürzt oder bekommen sie eine schlechtere Benotung?
Und fallen dann die verpflichtenden Fortbildungen innerhalb der Sommerferien weg?

M.E. sollte man die Sommerferien kürzen, Schulbeginn eine Woche früher. Die autonomen Tage sollen bleiben, damit die "Fenstertage" abgedeckt werden können, an denen die Schüler sonst mit Zustimmung der Eltern blau machen.

bmn_kleine
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Fortbildung

Naja, also zwischen 26.10. und 2.11. sind es netto - je nachdem wie das Wochenende fällt - vier Arbeitstage (26.10. und 1.11. Feiertag + 1 Wochenende). Ich weiß zwar nicht, wie so eine Fortbildung aussehen muss, aber in vier Tagen wird nicht allzuviel passieren. Das ist zwar besser als nichts, aber wenn das die einzige Fortbildung der Lehrer sein soll, können sie es gleich lassen

Gelernter Ösi
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ja klar

Es muss ja schließlich konsumiert werden: Trip auf die Palmen-Insel, wenn der herbst ins Land zieht. Bissi lernen - bissi Urlaub. Hauptsache, es is immer Action. Die Kids müssen sorgfältig herangeführt werden an ihr KonsumentInnendasein.
Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut.

Lodengrün
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Der Tourismus

Ende Oktober ist ein schwergewichtiges Argument. Den Familien sollen die Chance auf den Mauritiusurlaub haben.

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lodengrün

Neidkomplexe sind nie gut.
Ich war nie in Mauritius, ich wüsste nicht was ich dort sollte, aber "Herbstferien" mit Mauritiusurlauben in Verbindung zu bringen, in letzter Zeit überraschen mich Ihre Postings immer mehr. Da staut sich was auf, dass sich hoffentlich noch in geordneten Bahnen ableiten lässt.

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Gruppentherapie und ein wohlmeinender Ratschlag

Ich bin mir nicht sicher ob sich die SPÖ-nahen und restgrünen Poster hier selber einen Gefallen tun, wenn sie ihre Gruppentherapie zur Verarbeitung des kollektiven psychischen Schocks ob der "eigenen" Wahlniederlage, hier öffentlich im KLZ Forum durchführen. Erstens sind die nichtlinken Poster keine ausgebildeten Psychologen (nehme ich mal an), zweitens steigern sich die Therapiebedürftigen in einen Zorn- und Wutfuror hinein, der nicht gesund ist. Wenn man bei einem Thema wie "Herbstferien" kollektiv auszuckt, scheint das vernünftige Augenmaß in der Bewertung eines Themas massiv verloren gegangen zu sein. Außerdem langweilt es furchtbar. Wie sollen da noch intelligente Diskussionen stattfinden, wenn sich die Linksposter in eine derartige Hysterie hineinschreiben - und gegenseitig weiter anstacheln, dass man sich nicht mehr mit mildem Lächeln, sondern verständnislosem (und mittlerweile besorgtem) Kopfschütteln abwenden muss. Liebe Linksposter, denkt einmal nach, ob ihr euch nicht schon etwas zu weit vom normalen Frust wegbewegt habt. Eure "kindische" Wut wird mir zunehmend unheimlich. Weniger Emotion, mehr Sachlichkeit tut not!

lieschenmueller
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@gerhard2412

Haha, ich dachte immer, ich darf in diesem Forum die Hobbypsychologin sein. Vorschlag: Wir Linksposter werfen uns jetzt alle auf den Boden und beißen in den nächstgelegenen Gegenstand. Mit der Betonung auf Gegenstand, nicht ins Bein des Chefs ;-)

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lieschenmueller

Ins Bein des Chefs würd ich auch nicht beißen, der könnte das missverstehen. Ich gebe zu, mir macht das "Psychologisieren" zunehmend Freude. So gesehen, sind wir jetzt KollegInnen (ist das jetzt gender-korrekt?). Dampf ablassen ist ja gut, sollte aber manchmal dem Thema angemessen sein. So, jetzt geh ich wieder meinem Lebensunterhalt nach, bevor mein Chef mir ins Bein beißt.
Schönen Tag noch!

lieschenmueller
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@gerhard2412

Ich kann Gendern nicht leiden. Es hemmt meinen Lesefluss. Weil Sie den Lebensunterhalt ansprechen, wie geht die Wirtschaft in Zukunft damit um, dass ein Großteil der Mitarbeiter in dieser angedachten Herbstzeit Urlaub will? Und so schlecht kann es den Österreicherinnen bis jetzt nicht ergangen sein - in Zukunft wird es ja noch rosiger - wenn die Regierung anstrebt, dass sich diese noch einen zusätzlichen leisten wollen und können. Weil ohne den Wirtschaftsgedanken wäre man niemals auf diese Ferien gekommen.

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lieschenmueller

Nachdem es ja sowieso zumeist Fenstertage sind (der 2 Nov. ist ja schulfrei) hat die Wirtschaft in dieser Zeit schon immer damit zu tun gehabt. Für die Kinder ist so ein Tage-Hopping natürlich ein Horror. (Erholung ist gleich null) Herbstferien von dieser Seite her absolut richtig. Ohne Wirtschaftsgedanken gäbe es weder Schule, Universität, Krankenhaus noch sonst irgendwas auf der Welt. Geht's der Wirtschaft schlecht, sind alle Menschen tot.
Also, fleißig nachdenken......

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Rotdäumler

Hand aufs Herz - habts eigentlich gelesen was ich verzapft habe.
Oder sind euch 14 Zeilen zu viel
Kommt mit Gegenargumenten, wär interessant, wie ihr das seht, wenn man bei jedem "Käse" immer den selben Sermon runterbetet, und das von dutzenden Nicknames - und alle mit dem gleichen Wortlaut. Ist doch schade um so ein Forum, wo man eigentlich unterschiedliche Meinungen austauschen sollte, wenn ihr Propaganda machen wollt, schreibt doch im Standardforum, dort gilt, eine Partei, eine Zeitung, eine Meinung.

lieschenmueller
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Sachte, Gerhard2412, lassen Sie einer älteren Frau etwas Zeit

Frage 1 - Warum sollte man nach gerade 6 Wochen Schule dem Burnout nahe sein als Schüler?

Frage 2 - Will man der österreichischen Tourismuswirtschaft dienlich sein, was empfehlen Sie in dieser Nebelzeit? Mir fiele spontan eine Therme ein, aber die sind um Allerheiligen sowieso fast ausgebucht bzw. nicht das Wunschziel von Kindern bzw. die wiederum nicht die große Freude der restlichen Thermenbesucher, wenn sie in Massen auftreten.

Frage 3 - Wie würden Sie zeitgleich Fortbildung an allen Schulen in Österreich organisieren?

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lieschenmueller

1. Erholung ist der Schlüssel zum Lernerfolg. (Gelerntes muss auch verarbeitet werden)
Das Burnout kommt dann vor Weihnachten (bei mir war das immer so)
2. Für den Tourismus ist es besser, die Feiertage ausgeglichener bearbeiten zu können. Da ich da Erfahrung habe - Jännerloch, lächerliche Einteilung der Semesterferien - muss ich das von dieser Seite her begrüßen. Aktivurlaube (z.B. Wandern, Reitferien, Städteurlaub etc.) sind in dieser Zeit sehr gut möglich (gerade in Österreich) es würde eine 3. Saison dazukommen. Also sehr vernünftig
3. Es geht um insgesamt 4 oder 5 Tage. Ganz einfach.
Fortbildung vor Ort - d.H. in der Schule, der Zeitpunkt ist ideal, weil nach den Ferien bereits genug Zeit vergangen ist um Feedback zu bekommen Die Infrastruktur vor Ort!!. Auch in der Wirtschaft werden viele Schulungen im Herbst und im Frühjahr abgehalten. Vortragende sind dann verfügbar weil selber nicht in Urlaub.
D.H. sinnvolle Fortbildungen (z.B. Sprachenkompetenz, soziale Kompetenz, Motivationstraining, Sport, Entspannungsübungen etc. in dieser Zeit anbieten - rein fachliche Fortbildungen würde ich da nicht forcieren)

lieschenmueller
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@gerhard2412

zu 1) Man braucht nach 6 Wochen Schule schon Erholung? Sie hatten in der Schule tatsächlich ein Burnout, und das schon vor Weihnachten? Sind Sie sicher, im richtigen Schultyp für Sie gewesen zu sein?

zu 2) Wandern im November oder Ende Oktober? Da gäbe es eine schönere Zeit vorher. Städteurlaube für z.B. Volksschulkinder?

zu 3) Ihre Fortbildungsgedanken in allen Ehren, aber jährlich verordnet, sind diese auch enden wollend.

Für mich wäre entscheidend, was Elternvereine und Lehrer dazu sagen, um die geht es und nicht um die Wunschvorstellung der österreichischen Tourismuswirtschaft. Im Grunde ist es mir nicht wichtig, habe weder jemand Schulpflichtigen noch Enkelkinder. Erlaube mir nur ein Nachdenken über den Sinn.

 
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