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BrexitTusk attackiert Johnson: "Dummes Schwarzer-Peter-Spiel"

EU-Ratspräsident fragt britischen Premier Johnson: "Quo vadis?"

© AP
 

In den vermutlich letzten Tagen des Brexit-Streits wird der Ton rauer: EU-Ratspräsident Donald Tusk attackierte den britischen Premierminister Boris Johnson am Dienstag mit scharfen Worten: Es gehe nicht um das Gewinnen eines "dummen Schwarzer-Peter-Spiels", schrieb Tusk am Dienstag auf Twitter. Es gehe um die Zukunft Europas und Großbritanniens, um die Sicherheit und die Interessen der Menschen.

"Sie wollen keinen Deal, Sie wollen keine Fristverlängerung, Sie wollen den Austritt nicht widerrufen, quo vadis?", fragte Tusk in Richtung Johnson. Kurz vorher hatte die britische Regierung nach einem Telefonat Johnsons mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel durchsickern lassen, dass London nicht mehr an eine Einigung mit der EU glaube. Tusk war am Dienstag für ein Treffen mit Merkel in Berlin.

Widerstand für Johnsons Pläne

Johnson hatte vorige Woche neue Vorschläge für ein geändertes Austrittsabkommen gemacht, die aber in der EU auf Widerstand treffen. Es geht um die Frage, wie die Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland auch nach dem Brexit offen bleiben kann. Im 2018 ausgehandelten Brexit-Vertrag gibt es die Übergangslösung mit einer Zollunion, den sogenannten Backstop. Den lehnt Johnson aber ab.

Merkel forderte von Johnson am Telefon offenbar ultimativ Kompromissbereitschaft in der Frage der Grenze zwischen Irland und Nordirland und machte deutlich, dass ansonsten ein Brexit-Abkommen "extrem unwahrscheinlich" sei, wie am Dienstag aus einer britischen Regierungsquelle verlautete.

Kommentare (2)

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edi99
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Ich frage mich nur, wie Boris Johnson öfters als brillianten Denker und Redner gelobt wird?

Ok, er ist Eton Absolvent, aber kann man das bei seinem öffentlichen Auftreten noch vermuten oder erkennen ?

Was Johnson seit Jahren zeigt , ist das Fehlen jeglicher Kommunikationskultur, er hat ein rüpelhaftes Benehmen wie Donald Trump, wirkt wie ein Elefant im Porzellanladen, ignoriert im Parlament sämtliche demokratischen Prinzipien und Fairness durch dessen Ausschaltung in einer höchst wichtigen Phase, lügt die Queen an, hält einfach stur am 31. Oktober fest, hat keine echten Lösungen für die innerirische Grenze, ist gleich ratlos wie Theresa May ...

Kurzum, er erinnert mich äußerst unangenehm an die FPÖ-Schwachta in Bierzeltstimmung, johlend, feixend, primitiv, populistisch bis zum Abwinken.

Und gewählt wurde er ja nicht vom Volk, sondern nur von einem Teil der Tories, die offenbar nicht wussten, was auf sie zukommt.

Ich schätze ihn gleich chaotisch und unlogisch ein wie Nigel Farage, der gleich nach dem Leave Votum die Parole "Auftrag erfüllt" ausgab und den Abgang machte, wo die Aufgaben des "disentanglement" erst begannen. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

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derdrittevonlinks
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It's simple

Es ist die Pflicht der EU die Bestimmungen zu Außengrenzen im Sinne der Handelsvereinbarungen gegenüber nicht EU-Länder umzusetzen.
Und der Backstop ist die Pflicht.
So what Mr. Johnson?

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